Arnold Schwarzenegger ist eine Schauspiellegende. Als er im Oktober 1968 im jungen Alter von 21 Jahren aus Österreich in die USA auswanderte, wollte er dort seine Bodybuilding-Karriere auf die nächste Stufe heben. Sein muskelbepackter Körper fand aber auch in Hollywood schnell großen Anklang und schon bald wurden erste Filmproduzenten auf den aufstrebenden Schauspieler aufmerksam.
Spätestens mit The Terminator von 1984 gelang ihm dann endgültig der internationale Durchbruch und Arnie wurde weltweit zum gefeierten Action-Star. Für die deutsche Vertonung von Terminator meldete sich der Österreicher als Muttersprachler selbstverständlich direkt selbst – wurde allerdings eiskalt von den Produzenten abgelehnt.
Arnies Akzent war Fluch und Segen zugleich
Arnie hatte in den USA zunächst mit seinem starken deutschen Akzent im Englischen zu kämpfen. Viele Filme kürzten deshalb seine Sprechanteile radikal oder ließen den Action-Helden nachträglich synchronisieren. Auch der Terminator hatte im ersten Film nur 17 Zeilen Dialog, allerdings sollten die Arnie schlussendlich auch zum absoluten Kultstatus verhelfen.
Denn die hölzerne und künstliche Aussprache Schwarzeneggers verlieh dem Todesroboter aus der Zukunft eine geradezu mechanisch-fremdartige Wirkung, die perfekt zur Rolle des T-800 passte. Sein starker Akzent war im Englischen plötzlich kein Hindernis mehr, sondern wurde zu seinem Markenzeichen. Doch was im Englischen bedrohlich, kalt und mechanisch klang, entfaltete in der deutschen Synchronisation eine völlig andere Wirkung.
1:28
Terminator: Bis heute hören wir in der deutschen Version des Sci-Fi-Klassikers nicht die Stimme von Arnie
Eine Tötungsmaschine vom Dorf?
Schwarzenegger stammt aus Thal, einer ländlichen Gemeinde in der Steiermark in Österreich – und von dort hatte er einen starken lokalen Akzent. Der war so ausgeprägt, dass selbst Österreicher Arnie sofort mit der ländlichen Region in Verbindung brachten. Auch für die Produzenten klang Arnie im Deutschen einfach zu ländlich
, was aus ihrer Sicht keinesfalls zu einem brutalen Kampfroboter aus der Zukunft passte (via Mirror).
Man hatte die Sorge, dass ein T-800, der wie aus einem kleinen Dorf vom Lande klingt, unfreiwillig komisch auf die Kinozuschauer wirken würde und so die ernste Atmosphäre des Films untergraben könnte.
Entsprechend entschied man sich gegen Arnold und engagierte einen deutschen Synchronsprecher, um der Rolle die nötige Wirkung zu verschaffen. Thomas Danneberg übernahm fortan die legendäre deutsche Feststimme von Arnold Schwarzenegger, später folgte ihm Bernd Egger, der auch aktuell noch die Synchronisation des Action-Stars übernimmt.
Bis heute hat Arnold Schwarzenegger keinen einzigen seiner Spielfilme selbst auf Deutsch synchronisiert. Grund ist nach wie vor seine unverkennbare steirische Mundart. Allzu traurig dürfte Arnie aber nicht sein, denn auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er als absoluter Kultschauspieler, auch wenn wir im Deutschen nie seine echte Stimme zu hören bekommen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.