Bei uns dauert es Monate oder Jahre, während ein anderes Land einen Bahnhof in weniger als 6 Stunden mit Hilfe eines 3D-Druckers gebaut haben soll – aber es geht nur um 9 Quadratmeter

Derzeit sorgt ein besonderes Projekt in Japan für Aufsehen, aber es entpuppt sich als wesentlich kleiner, als man zunächst annehmen könnte.

Es geht um ein sehr kleines Gebäude, dessen Grundmauern aber immerhin schnell aufgebaut wurden. (Bild: nytimes.com) Es geht um ein sehr kleines Gebäude, dessen Grundmauern aber immerhin schnell aufgebaut wurden. (Bild: nytimes.com)

Einen Bahnhof zu bauen, ist nichts, dann man mal eben so über Nacht erledigt. Das gilt auch für das interessante Projekt aus Japan, um das es hier geht.

Schließlich stellt man sich unter einem Bahnhof neben Gleisen, Bahnsteigen und entsprechenden Verbindungswegen auch ein Stationshaus einer gewissen Größe sowie eine passende Inneneinrichtung und die nötige Infrastruktur drum herum vor.

All das wurde in Japan nicht Ende März innerhalb von sechs Stunden aufgebaut, aber immerhin die Grundmauern für ein neues Stationshaus. Interessant das aus technischer Sicht vor allem deshalb, da diese Mauern aus einem 3D-Drucker gekommen sind.

Laut den Verantwortlichen handelt es sich um das erste Stationsgebäude der Welt dieser Art. Wo genau es steht und mehr Hintergründe dazu, schauen wir uns jetzt auf Basis eines Berichts der New York Times näher an.


Video starten 20:11 Bis die Züge explodieren! | Train Valley Origins mit AK


Die Details des Gebäude-Baus

Das neue Gebäude wurde für die Station Hastushima in der Nähe der kleinen Stadt Arida mit 25.000 Einwohnern errichtet. Täglich werden dort nur 530 Passagiere mit einer Linie bedient.

Es handelt sich also um einen sehr kleinen Bahnhof. Gerade die Renovierung solcher nicht stark frequentierten Stationen bleibt in Japan oft auf der Strecke, so die New York Times.

Details zum Aufbau und der Fertigstellung:

  • Das neue Gebäude ersetzt ein altes aus Holz, das bereits im Jahr 1943 gebaut wurde und wesentlich größer ist. In Betrieb war es seit 2018 nur noch automatisiert.
  • Der Aufbau der Grundmauern aus dem 3D-Drucker des neuen Gebäudes fand wegen strenger Restriktionen beim Bau nach der Einfahrt des letzten Zuges am Abend statt und war vor der Einfahrt des ersten Zuges am nächsten Tag erledigt.
  • Bis das neue Gebäude nach dem Innenausbau inklusive Ticketautomaten in Betrieb genommen werden kann, soll es noch bis Juli 2025 dauern.
  • Der Druck der Wände fand weit entfernt von dem Standort des Bahnhofs in der Kuramato Präfektur durch die Firma Serendix statt. Die Bauteile mussten danach etwa 800 Kilometer weit transportiert werden.

Wie das Ganze aussieht, zeigt das folgende Video bei YouTube:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Wo liegt der Vorteil?

Den sehen die Macher vor allem im deutlich geringeren Personaleinsatz. Ohne 3D-Drucker hätte der Bau außerdem zwei Monate in Anspruch genommen und die Kosten wären doppelt so hoch gewesen, so die West Japan Railway Company.

Mithilfe der Technik könnten in Zukunft weitere Stationshäuser von Bahnhöfen oder auch andere Gebäude in entlegenen Gegenden schneller umgesetzt werden, sowohl mit Blick auf die Bauzeit als auch in Bezug auf andere zeitliche Hürden bei der Umsetzung.

Bis komplette Bahnhöfe so gebaut werden, dürfte aber noch einige Zeit ins Land gehen.

zu den Kommentaren (6)

Kommentare(6)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.