Wer schon mal in die USA gereist ist, weiß, dass der in Deutschland verwendete Schuko-Stecker dort nicht in die Steckdosen passt.
Was viele dagegen nicht wissen dürften, ist der Grund für die zwei Löcher, die sich oft an den Pins von Steckern in den Vereinigten Staaten befinden.
Wirklich relevant sind sie zwar seit Jahrzehnten nicht mehr, aber sie haben sich dennoch hartnäckig an vielen Steckern dort gehalten.
Warum das so ist und was das alles mit Thomas Alva Edisons Glühbirne und Spielern zu tun hat, erfahrt ihr jetzt.
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Es beginnt mit Edison
Heute sind wir weitverbreitete Standards für Steckerverbindungen längst gewohnt. Doch zu Beginn ihrer Entwicklung und Verbreitung vor über 100 Jahren war das nicht so.
- Da in Häusern für die Stromzufuhr zunächst nur Fassungen für Edisons Glühbirne mit der bis heute verwendeten E26-Größe vorhanden waren, hatten erste Kabel für elektronische Geräte wie Bügeleisen am Ende ebenfalls eine solche Schraubverbindung.
- Doch Glühbirnen zu entfernen und Stromverbindungen eindrehen zu müssen, war auf Dauer keine sonderlich praktikable Lösung.
- Im Wettrennen um einen etablierten Standard in Form von Steckverbindungen machte in den USA letztlich Harvey Hubble das Rennen – und ihm sind auch die beiden Löcher in den Steckerpins zu verdanken.
Wofür sind die Löcher da?
Sie ermöglichten Steckern einen besseren Halt in den Steckdosen, die im Inneren eine passende Aufhängung für die Löcher besaßen. So sollte ein versehentliches Herausrutschen verhindert werden.
- Durch eine Neukonstruktion der Steckdosen mit starken Klemmverbindungen brauchte es diese Löcher später nicht mehr. Zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatten sich diese neuen Steckdosen durchgesetzt und die alten Varianten waren abgelöst.
- Doch viele Hersteller sind dabei geblieben, ihre Stecker-Pins mit Löchern zu versehen. Was zunächst wohl aus Gründen der Kompatibilität zu alten Steckdosen geschah, bräuchte es heute längst nicht mehr.
- Deshalb gibt es auch Stecker in den USA ohne diese Löcher. Viele Hersteller verwenden sie aber dennoch bis jetzt, wohl auch aus Gründen der Kontinuität.
Unsere Schuko-Stecker setzen übrigens auf Federkraft über die beiden von außen sichtbaren Klemmhalterungen an Steckdosen.
Warum das für junge Spieler schlecht sein kann
Link zum YouTube-Inhalt
Wie der YouTube-Kanal LRN2DIY im obigen sehenswerten Video zu der ganzen Thematik anführt, kann man das Loch in den Steckern zweckentfremden, indem man ein kleines Schloss daran anbringt.
Warum man das tun sollte? Beispielsweise um zu verhindern, dass das eigene Kind zu viel an der Konsole spielt.
Bei Nintendos NES und SNES war das Kabel auch nicht abnehmbar, um es einfach durch ein anderes zu ersetzen. Bei PlayStation und Xbox ist das dagegen seit jeher möglich. Wollt ihr wissen, wie viel Stand-by-Stromverbrauch elektrische Geräte in einem ganzen Haushalt erzeugen können, erfahrt ihr das hier:
Die Löcher können aber noch einen anderen Einsatzzweck haben: Es gibt Steckerverbindungen, die sie sich wieder zum festen Einrasten eines Steckers zunutze machen, etwa beim Arbeiten mit schwerem Gerät.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr die Geschichte der Löcher von Stecker-Pins in den USA bereits kanntet!

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