Es mag im ersten Moment seltsam klingen, doch in Battlefield 6 will ich auch einfach mal entspannen. Ich liebe die Shooter-Reihe auch deshalb, weil ich mich nicht dreißig Minuten am Stück in chaotische Nahkämpfe stürzen und möglichst viele Abschüsse sammeln muss. Wenn ich mag, bleibe ich einfach als Sniper im Hintergrund, fahre in einem Fahrzeug mit, oder konzentriere mich aufs Wiederbeleben.
Deswegen spiele ich vor allem Eroberung oder Eskalation und lasse kompaktere Modi wie Durchbruch außen vor. Doch dank der neuen Karte hat selbst mich jetzt die Lust auf verbissene Belagerungsschlachten gepackt!
Kampf um jeden Meter
Durchbruch war in Battlefield 6 gerade in den ersten Wochen vor allem eine Baustelle. Exploits machten manche Karten zu Sniperhölle, fehlerhafte Fahrzeug-Spawns sorgten für Ärger und die Eroberungszonen waren oft so geschnitten, dass es zu frustrierenden Stellungskämpfen ohne Fortschritt kam.
14:32
Battlefield 6: Wir kämpfen auf der neuen Karte von Season 2 um jeden Meter Boden
Mit dem Spielmodus wurde ich deshalb erst recht nicht warm, doch die neue Karte Contaminated hat das jetzt geändert. All die Probleme gibt es hier glücklicherweise nicht und ich hatte hier jetzt schon einige der spannendsten und (auf gute Weise) intensivsten Schlachten in meinen knapp 200 Stunden Spielzeit. Dafür gibt es meiner Meinung nach drei Gründe:
- Jeder Sektor ist einzigartig: Die Eroberung oder Verteidigung jedes Abschnitts fühlt sich wie eine eigene Schlacht an, bei der ich mich auf neues Terrain und andere Taktiken einstellen muss. Langweilig wird es so nie und jeder Sektor macht mir auf eigene Weise Spaß.
- Es gibt Platz: Ich muss mich nie darauf beschränken, einfach blind auf die Gegner zuzustürmen. Bei jedem Abschnitt kann ich es auch mit alternativen Routen versuchen, die Gegner flankieren und ihnen in den Rücken fallen, wenn sie sich nicht gut genug absichern. Dabei bleibt die Map gut ausbalanciert und weder Verteidiger noch Angreifer sind klar im Vorteil.
- Ich fühle mich wie in der Schlacht: Battlefield 6 ist sicher kein Atmosphäre-Monster wie Battlefield 1, aber bei Durchbruch auf Contaminated fühle ich mich wirklich wie in einer Schlacht. Durch schlammige Gräben rücke ich vor und klemme mich hinter jedes bisschen Deckung, um dem Maschinengewehr-Feuer und feindlichen Scharfschützen zu entgehen. Als Verteidiger grabe ich mich in Bunkern ein und wehre Welle um Welle feindlicher Angreifer ab.
Ich bin richtig gespannt, wie sich im dritten Teil der Season ab dem 14. April Operation Augur
spielt, ein Modus der an die Operationen aus Battlefield 1 angelehnt ist. Hier kämpfe ich dann um gleich zwei Maps: Wenn ich den Außenbereich der Militärbasis erobert habe, geht es dann in die Gänge des Bunkers. Damit könnten die Schlachten nochmal spannender werden, auch wenn sie dann ziemlich lange dauern dürften.
Auch wenn ich es gerade genieße, Durchbruch auf der neuen Karte zu spielen, bin ich noch nicht ganz glücklich mit Battlefield 6. Denn das grundlegende Problem bleibt, dass es schlicht zu wenige Karten gibt, die mir im Shooter ein solches Erlebnis bescheren. Die nächste Karte, Hagental Base, wird ein reines Innenraum-Infanterie-Schlachtfeld, also genau das, was mir in einem Battlefield nicht wirklich Spaß macht.
Auf Dauer gesehen würde ich mir sehnlichst wünschen, dass Battlefield 6 seine Seasons mit mehr Karten aufstockt. Aber noch wichtiger ist es mir natürlich, dass wie in Season 2 vor allem die Qualität der Maps stimmt. Ein Debakel wie bei Blackwell Fields darf sich keinesfalls wiederholen, dann nehme ich doch lieber wenige Karten.
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