Eine TV-Art hat 2026 endgültig ausgedient – Es wird endlich Zeit für ein Upgrade, denn ihr lasst Bildqualität und Komfort auf der Straße liegen

Wenn ihr noch einen Plasma-Fernseher zuhause habt, könnt ihr jetzt getrost aufrüsten.

Die Zeit der Plasma-TVs ist schon lange vorbei – und wir haben sogar eine deutlich bessere Alternative. (Bilquelle: Panasonic, Maxe S., GameStar) Die Zeit der Plasma-TVs ist schon lange vorbei – und wir haben sogar eine deutlich bessere Alternative. (Bilquelle: Panasonic, Maxe S., GameStar)

Wollt ihr euch mal kurz alt fühlen? 2013 testeten wir den Panasonic TX-P50STW60 und fragten in der Überschrift: »Panasonics letzter Plasma-TV?«.

Das ist 13 Jahre her; mittlerweile stellt Panasonic nur nicht mehr keine Plasma-TVs her, sondern hat das TV-Geschäft gänzlich aufgegeben.

Wenn ihr noch einen Plasma-Fernseher euer Eigen nennt, empfehle ich ein Upgrade. Die Vorteile der Technologie sind heute nämlich verpufft, da sie alle durch OLED aufgefangen wurden.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Mit TVs kennt er sich also bestens aus.

Plasma-TVs: Alle Vor- und Nachteile

Versteht mich nicht falsch, als Plasma auf den Markt kam, war das eine bockstarke Technologie! Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen.

  • ✅ Sehr gute Schwarzwerte
  • ✅ Hoher Betrachtungswinkel
  • ✅ Schnelle Reaktionszeit

Auf der Gegenseite stehen allerdings nicht zu verachtende Nachteile:

  • ❌ Begrenzte Helligkeit
  • ❌ Möglichkeit von Einbrennen
  • ❌ Hoher Energieverbrauch

Die Welt hat sich seit Panasonics letztem Plasma-TV weitergedreht. Alle 6 Vor- und Nachteile hat OLED mittlerweile wahlweise überboten oder ausgebügelt.

Video starten 11:48 OLED-Killer? RGB Mini-LED & Super Quantum Dots kommen! TV-Trends 2026

Plasma vs. OLED: Schwarzwerte

In einem Artikel habe ich euch mal geraten, das Licht beim Fernschauen auszuschalten. Das erhöht die empfundenen Kontraste und sorgt für bessere gesehene Schwarzwerte.

Das ist bei Plasma doppelt wichtig. Durch die Beschaffenheit des Displays streut Licht von außen mehr. Das Ergebnis: kein Schwarz, sondern ein milchiges Grau.

Rtings war von den Schwarzwerten von Samsungs letztem Plasma-TV F8500 im dunklen Raum begeistert. Da ich keinen Plasma-TV zur Hand habe, kann ich es nicht nachstellen, aber den Kolleginnen und Kollegen von Rtings vertraue ich.

Allerdings ist das kein Alleinstellungsmerkmal mehr. OLEDs besitzen ebenfalls perfekte Schwarzwerte. Dieser einst unschlagbare Vorteil gegenüber LED-Modellen ist endgültig dahin.

Plasma vs. OLED: Betrachtungswinkel

Man spricht von hoher Blickwinkelstabilität, wenn ein Display Farben und Kontraste auch dann noch (möglichst) unverfälscht darstellt, wenn man in einem spitzen Winkel dazu sitzt.

Einst ein mächtiger Vorteil von Plasma, hat OLED auch hier mittlerweile die Nase vorn. Ja, beide Technologien sind emittierende Displays und brauchen somit keine Hintergrundbeleuchtung. Plasma arbeitet mit winzigen Pixeltaschen aus Gas, OLED mit selbstleuchtenden Pixeln – und hat somit den Betrachtungswinkel erweitert.

Plasma vs. OLED: Reaktionszeit

Beim Spielen ist eine möglichst kurze Reaktionszeit unabdingbar. Idealerweise sollte euer TV so wenig wie möglich besitzen.

  • LED kommt je nach Modell auf zwischen zwei und acht Millisekunden.
  • Plasma steht etwa bei 0,2 Millisekunden.
  • OLED drückt die Reaktionszeit teilweise bis auf 0,1 Millisekunden.

Ihr seht: Auch wenn Plasma-Geräte LED-TVs heutzutage immer noch überlegen sind, liegen sie mit OLED-Bildschirmen gleichauf. Erschwerend kommt hinzu: Moderne Fernseher – egal, ob LED oder OLED – besitzen einen Game Mode, welcher den Input Lag verringert. Das hängt auch mit dem Prozessor im Gerät zusammen, und die sind seit 2013 deutlich potenter geworden.

Wollt ihr einen optischen Vergleich (von LED zu OLED), dann klickt euch gerne in den Artikel von Blurbusters.

Plasma vs. OLED: Helligkeit

Wie OLED verbrachten Plasma-TVs ihre Zeit eher auf der dunklen Seite der Macht. Tom’s Hardware attestierte dem Samsung F8500, dem hellsten Plasma jemals, unkalibriert 310 Nits Spitzenhelligkeit – überragend für einen Fernseher dieser Bauart.

Zum Vergleich: Der Samsung S95C OLED-Fernseher aus 2023 kommt im Schnitt auf 1.300 Nits in der Spitze.

Bricht man es auf den reinen Wert herunter, dann hat OLED klar die Nase vorn, was aber nicht verwunderlich ist, da sich in 13 Jahren technisch enorm viel getan hat. 

Im Zuge dessen sind natürlich auch die Kontraste viel besser geworden. Hier spielt die Spitzenhelligkeit eine tragende Rolle. Je höher der Wert, desto größer die Kontraste. 310 gegen 1.300 Nits ist kein Vergleich mehr; der Samsung S95C würde den F8500 im direkten Vergleich pulverisieren.

Wenn ihr einen Vergleich beider Geräte sehen wollt, schaut euch das nachstehende Video von Digital Trends an.

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Plasma vs. OLED: Einbrennen

Beide Display-Technologien besitzen die Möglichkeit, einzubrennen und so Geisterbilder zu zeigen.

Zumindest bei OLED ist das im Grunde kein Problem mehr. Ich nutze seit zweieinhalb Jahren nahezu 10 Stunden täglich einen OLED-TV als Monitor und habe keine Schäden. Auf moderne OLED-Monitore geben Hersteller mittlerweile sogar bis zu drei Jahre Garantie auf Einbrennen.

Burn-in ist für Otto-Normal-Nutzerinnen und -Nutzer also keine Baustelle mehr.

Plasma vs. OLED: Energieverbrauch

Gute Bildqualität hat ihren Preis. Der ist bei Plasma jedoch höher.

  • Ein Plasma-TV von 2013 hat je nach Größe einen jährlichen Verbrauch von zwischen 300 und 600 kWh bei 4 Stunden täglicher Nutzung.
  • Ein moderner OLED kommt je nach Größe auf einen jährlichen Verbrauch von zwischen 100 und 250 kWh bei 4 Stunden täglicher Nutzung

Auch hier lohnt sich ein Upgrade auf lange Sicht.

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Bei Plasma verpasst ihr Komfort

Die Aussage möchte ich natürlich unkommentiert so stehenlassen. Seitdem der letzte Plasma-TV vom Band gerollt ist, hat sich nicht nur beim Bild etwas getan.

Wer heute noch auf Plasma setzt, lässt wichtige Komfortfunktionen liegen.

  • HDMI 2.1: Seit Jahren ist HDMI 2.1 Standard bei TVs. 2013, als die letzten Plasmas vom Band rollten, war das noch HDMI 1.4. Hier stehen sich Bitraten von 10,2 Gbit/s gegen 48,0 Gbit/s gegenüber – überhaupt kein Vergleich.
  • Gaming-Features: Abgesehen davon, dass TVs heute flächendeckend mit 120Hz-Panels ausgestattet sind, fehlen Plasma auch VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode).
  • Auflösung: Die GFU schreibt, dass seit 2015 4K-Auflösung in deutsche Wohnzimmer hält. Das heißt im Umkehrschluss: Es gibt keine Plasma-Fernseher über Full HD.
  • HDR: High Dynamic Range kam erst 2016 auf und erhöhte die Kontraste des Bildes zusätzlich. Plasma besitzt das nicht.

Ferner fehlen natürlich auch moderne Betriebssysteme und Apps, die sich allerdings mit einem Streaming-Stick oder einer -Box nachrüsten lassen könnten.

Wenn ihr einen neuen Fernseher kaufen möchtet, dann schaut doch mal in unsere TV-Kaufberatung.

Wenn ihr noch einen Plasma-TV habt, dann denkt über einen Wechsel zu OLED nach. Die Technologie besitzt dieselben Vorteile und gleicht die Nachteile nahezu alle aus. Ein Upgrade lohnt sich – und wenn’s nur die olle Möhre im Schlafzimmer ist.

Habt ihr noch einen Plasma-Fernseher zuhause? Oder wart ihr Fan? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

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