Was treiben die obercoolen Leute von GameStar eigentlich nach Feierabend und am Wochenende? Welche Spiele halten sie abseits von der Arbeit und Tests auf Trab? Welche Bücher können sie gar nicht mehr zur Seite legen? Welcher Film lässt sie an der Scheibe kleben?
Diese Fragen habe ich meinen wundervollen Kolleginnen und Kollegen ebenfalls gestellt und möchte sie nun mit euch teilen: Herzlich willkommen zu unserem neuen Format »GameStar nach Feierabend«!
Ab sofort grabe ich, Natalie, jeden Sonntag die spannendsten Geheimtipps aus der Redaktion für euch aus. Ob Indie-Spielchen, Bücher, Comics, Filme, Serien, Brettspiele, Rätsel-Webseiten, Podcast-Empfehlungen, oder oder oder – hier hat alles Platz.
Auch super wichtig: Wir wollen natürlich nicht nur unsere Geheimtipps teilen, sondern auch eure kennenlernen! Packt eure Empfehlungen also gerne in die Kommentare! Und wer weiß, vielleicht findet ihr sie in der nächsten Ausgabe ja irgendwo im Artikel.
Schnappt euch einen Kaffee, lehnt euch zurück und genießt die Empfehlungen von Fabiano, Mary, Tristan und meiner Wenigkeit. Aber lasst bitte euren Toast nicht anbrennen!
Steam-Tipp: The Drifter
Für Fans von: Adventures, Point and Click, coolen Thriller-Storys
1:10
The Drifter ist ein großartiges Point-and-Click-Adventure mit modernem Twist
Genre: Point-and-Click-Adventure | Studio: Powerhoof, Dave Lloyd | Publisher: Powerhoof | Release: Juli 2025 | Preis: 20 Euro | Deutsche Sprachausgabe: Ja (Texte)
Natalie Schermann: The Drifter hat es bei der GS-Community-Wahl zu den besten Spielen 2025 in eure Geheimtipps geschafft – und nur so bin ich überhaupt auf das kleine Spielchen aufmerksam geworden! Auf den ersten Blick wirkt The Drifter wie ein stinknormales Point-and-Click-Adventure. Aber hinter der schicken Pixelgrafik verbergen sich eine wahnsinnig spannende Story und hitzige Action-Momente, die mir den Puls ordentlich in die Höhe getrieben haben. Aber ganz von vorn:
Ich schlüpfe in die Rolle von Mick, einem Landstreicher, der von einem Ort zum nächsten hüpft. Auf dem Weg in seine Heimatstadt wird er unerwartet Zeuge eines Mordes und stolpert geradewegs in eine riesige Verschwörung. Da Mick kein durchtrainierter Geheimagent ist und Knie und Hüfte nicht mehr für lautlose Flüchtmanöver taugen, wird er direkt zu Beginn des Spiels gefangen ... und eiskalt umgelegt. Gutes Spiel, 10/10.
Kleiner Scherz, hier ist natürlich noch nicht Schluss! Denn Mick erwacht wenige Sekunden vor seinem Tod – und bekommt die Chance, die Dinge anders anzugehen und sich aus der brenzligen Situation zu befreien. Dabei wirft mich The Drifter immer wieder in fiese Situationen, in denen ich schnell zu einer Lösung kommen muss. Da bleibt absolut keine Zeit, um gemütlich Item-Beschreibungen zu lesen oder – warum auch immer – zu versuchen, einen Schraubenschlüssel mit einem Computerkabel zu kombinieren. Ich muss flink sein und blitzschnell die richtigen Entscheidungen treffen. Die rasanten Sequenzen treiben mir den Schweiß auf die Stirn, als wäre ich in einem dieser »Schneid das rote Kabel durch«-Momenten in einem Action-Blockbuster.
Nach all dem Stress gönnt mir das Spiel aber auch regelmäßige Verschnaufpausen. Die Story selbst nimmt sich Zeit, um mir die Charaktere mit ihren Motivationen, Schicksalen und Beziehungen näherzubringen. The Drifter spielt sich in diesen Momenten wunderbar old-schoolig, bevor es für die Action-Szenen wieder voll aufdreht. Es ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure mit einem fantastischen modernen Twist, grandiosen englischen Sprechern und einem wunderschönen Pixel-Stil. Danke, liebe Community, dass ihr mich auf diese Spieleperle aufmerksam gemacht habt!
The Drifter auf SteamSteam-Tipp: News Tower
Für Fans von: Management, Geschichte, Aufbau
6:39
Die Zeitung muss fertig werden: Wir verbringen eine Woche in News Tower
Genre: Wirtschaftssimulation | Entwickler: Sparrow Night | Publisher: Twin Sails Interactive | Release: November 2025 | Preis: 25 Euro | Deutsche Sprachausgabe: Ja (Texte)
Fabiano Uslenghi: Ich muss ja immer darüber schmunzeln, wenn ich höre, dass der Landwirtschaftssimulator viel von Landwirten gespielt wird und der Euro Truck Simulator viel von Lkw-Fahrern. Da lache ich dann herzlich, denke mir: »Wieso sollte jemand privat etwas spielen, das wie seine Arbeit ist?«. Dann melde ich mich in der Redaktion ab, schmeiße Steam an und starte … äh, News Tower.
Aber News Tower ist auch nur im Ansatz so, wie mein redaktioneller Alltag. Denn in News Tower übernehme ich die Verantwortung für eine ganze Zeitung. Und zwar mitten in New York zu Beginn der 30er Jahre. In einem anderen Leben wäre ich unfassbar gerne Journalist zu dieser Zeit gewesen. Als das Internet einem noch nicht so viel Laufarbeit abgenommen hat und pünktlich zum Redaktionsschluss am Sonntag die Artikel druckfertig sein mussten.
Ich weiß, das ist auch viel romantische Verklärung, aber gerade deshalb gefällt mir ein Spiel wie News Tower so ungemein gut. Die Atmosphäre zieht mich direkt in den Alltagstrubel einer Wochenzeitung und ich bin die ganze Zeit unter Hochspannung. Immerhin muss ich meine Redakteure auf die besten Storys verteilen, die dann sinnvoll in meinem Blatt anordnen und nebenbei mich mit allerlei Anfragen von Bürgermeister, Militär oder auch der Mafia rumschlagen.
In News Tower gibt es wirklich immer was zu tun. Das Spiel ist bis unter die letzte Schlagzeile vollgestopft mit Inhalten und der Sprint von einer Sensationsstory zur nächsten, jede Woche aufs Neue – das packt und verschluckt gerade jede meiner freien Minuten. Selbst im Bett denk ich mir: »Ach, eine Woche kann ich noch schnell spielen.«
News Tower auf SteamIrgendwer muss ja die Geschichte um die Affäre des Senators drucken – oder vielleicht doch lieber die Geschichte rund um den Messermörder von Boston? Moment, ich hab's: Die Prohibition interessiert gerade wieder alle! Aber halt, was geht in Europa … ach ja, Hitler. Jetzt bin ich doch wieder froh, in der heutigen Zeit Journalist zu sein.
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