Der BeatBot verspricht die perfekte Poolreinigung und euer All-in-One-Gerät zu werden – wenn da nicht ein großer Haken wäre

Mit einem Pool ergeben sich neue Arbeiten: Das Wasser soll ja auch sauber sein. Ein Poolroboter wie der BeatBot AquaSense Pro kann euch helfen, den Prozess zu vereinfachen.

Der BeatBot AquaSense Pro ist ein vielseitiger Helfer, den man gerne ins kalte Wasser wirft. Der BeatBot AquaSense Pro ist ein vielseitiger Helfer, den man gerne ins kalte Wasser wirft.

Der Sommer ist da und mit ihm ist auch die Poolsaison wieder eröffnet. Viele erfüllen sich wieder den Traum vom eigenen Schwimmbecken und vergessen dabei oft, dass dieses auch ihre Aufmerksamkeit braucht, um immer schön sauber zu bleiben.

Natürlich helfen ein Sandfilter, Pumpe, Skimmer und Kescher beim Reinehalten, aber noch einfacher geht es wohl mit einem kleinen Helfer: einem Poolroboter.

Ich habe mir den neuen BeatBot AquaSense Pro in den letzten beiden Monaten genauer angeschaut und verrate euch nun, ob sich ein Kauf für euch lohnt oder ob ihr weiter nach dem perfekten Poolreiniger suchen müsst.

Transparenzhinweis: BeatBot hat mir den AquaSense Pro inklusive Zubehör für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Leistungs-Tipp
BeatBot AquaSense Pro
BeatBot AquaSense Pro
Ich habe bisher selten Produkte getestet, die mir wirklich unangenehme Arbeiten abnehmen. Der BeatBot AquaSense Pro kommt dem aber sehr nahe. Das Reinigungsergebnis ist insgesamt sehr gut. Nur in den Ecken muss ich manuell nachhelfen. Größtes Manko ist klar, wie wenig Interaktionsmöglichkeiten es gibt, solange der Roboter unter Wasser ist. Wer das Geld in die Hand nimmt und sich diesen Poolroboter zulegt, spart aber langfristig viel Zeit, die man stattdessen im sauberen Pool verbringen kann.
  • Leichtes Setup
  • Sehr gute Reinigungsergebnisse und mehrere Modi
  • Leichte Reinigung des Filters
  • Kehrt zur Wasseroberfläche zurück
  • Hält mehrere Tage durch (Eco-Modus)
  • Reinigt auch Wasseroberfläche
  • Ansteuerung unter Wasser kaum möglich
  • Teuer
  • Reinigt keine Treppen

Design: Drahtlos schön

In der Vergangenheit habe ich bereits einige Poolroboter genutzt. Dabei waren Geräte, die nur über den Skimmer und ohne Strom funktionierten, oder auch Modelle, die einen festen Stromanschluss benötigten. Nicht selten schlich sich dabei ein Gefühl von Gefahr ein. 

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Der BeatBot AquaSense Pro lief fast zwei Monate im Pool meiner Eltern. Das Becken ist 4 x 8 m und 1,5 m tief. Ich habe ihn mit dem WLAN verbunden und ihn in den verschiedenen Modi laufen lassen. Seine Arbeit habe ich täglich kontrolliert und auch seine Reinigungsdaten aus der App ausgelesen. 

Funktionen
  • Reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche
  • Kann optional auch das Wasser klären
  • Reinigungsprotokoll in der BeatBot-App
  • Akkulaufzeit von bis zu 9,5 Stunden
  • Kartiert Pool mit Ultraschallsensoren für schnellere Reinigung
  • Automatisches Parken an Oberfläche zur besseren Entnahme
  • Für Becken bis 300 qm geeignet
Lieferumfang
  • AquaSense Pro
  • Anleitung
  • Ladestation
  • Einholhaken
Preis und Verfügbarkeit

Der BeatBot AquaSense Pro kostet 2.499 Euro und ist bereits beim Hersteller verfügbar.

Mit dem BeatBot AquaSense Pro kam mir das erste Modell mit Akku ins Becken. Anfangs hatte ich Angst, dass ich ihn immer irgendwo aus dem Pool fischen muss – auch da ein Einholhaken beilag.

Jedoch wurde der BeatBot so entwickelt, dass er nach seiner Runde oder bei leerem Akku zur Oberfläche zurückkehrt und sich gegen einen Rand drückt, um leicht entnommen zu werden.

Insgesamt ist er gut designt, verfügt über allerlei Knöpfe und leichten Zugriff auf das doppelte Filterfach. Optisch orientiert sich der AquaSense am Bekannten und besticht durch Abrundungen und einen schönen blauen Farbton, der sich gut in die Poolumgebung einfügt.

Um überall reinigen zu können, verfügt er über zwei Laufrollen, die ihn am Boden und an den Wänden fahren lässt. 

Wasseraction An der Oberseite findet ihr Bedientasten, um das Gerät auszuschalten oder andere Modi zu wählen. Die App ist nur bedingt notwendig.

Die Rollen Die Laufrollen und Reinigungsbürsten sind äußerst stabil. Der Griff lässt euch den BeatBot komfortabel aus dem Wasser nehmen.

Filter Der BeatBot AquaSense Pro verfügt über einen doppelten Filterkorb mit Filterdichten von 250 μm und 150 μm, um besonders feine Schmutzpartikel aufnehmen zu können. Er lässt sich leicht mit einem Garten ausspülen.

Reinigung wird zum Kinderspiel 

Während ich bislang immer zahlreiche Kabel anschließen musste, um die Poolroboter zum Laufen zu bekommen, brauche ich jetzt nur noch die App sowie WLAN zur Ersteinrichtung und kann später dann auch via integrierter Tasten schnell die Modi wählen. Das Setup ist schnell und einfach erledigt, sodass es schnell losgehen kann.

Multitalent bei der Reinigung: Der BeatBot reinigt dabei nicht nur den Boden und die Wände, sondern kann auf Wunsch auch die Wasseroberfläche von Schmutz wie Blättern befreien. Bei nahezu allen anderen Modellen hört die Reinigung bei der Wasserlinie auf. 

Reinigungszeit: Mithilfe seines Ultraschallsensors sowie einiger weiterer Sensoren scannt der Roboter euer Becken und erledigt die Reinigung des Bodens bei meinem Pool (4 x 8 m) in rund 30 bis 40 Minuten. Eine vollständige Reinigung mit Wänden und Wasseroberfläche dauert um die 200 Minuten. 

Die App bietet Überblick über die verschiedenen Reinigungsmodi und zeigt die Reinigungsprotokolle an. Die App bietet Überblick über die verschiedenen Reinigungsmodi und zeigt die Reinigungsprotokolle an.

Akkulaufzeit: Typischerweise lief der BeatBot bei mir etwa fünf Tage im Becken. Einmal in der Woche habe ich eine vollständige Reinigung durchführen lassen. Danach versetzte ich ihn in den Eco-Modus. Dabei verbleibt er für mehrere Tage im Wasser und reinigt alle zwei Tage ausschließlich den Boden. 

Reinigungsleistung: Die Sensoren des Poolroboters erlauben ihm ein systematisches Reinigen, sodass kaum Stellen übersehen werden. Lediglich mit den Ecken scheint es ein paar Probleme zu geben. Anders als ein Staubsaugroboter hat der BeatBot nämlich keine ausfahrbare Bürste oder Ähnliches, die sich darum kümmert.

Neben den Ecken hat er auch seine Probleme mit Treppen sowie Flachwasserbereichen. Letzteres konnte ich nicht testen, aber der Hersteller gesteht selbst ein, dass der Reinigungsroboter Bereiche mit einer Tiefe von weniger als 50 cm nicht reinigt, sondern umkehrt. Strandeinstiege sowie Treppen müssen daher weiterhin anders gereinigt werden. 

Allerdings muss ich auch sagen, dass mein Pool noch nie so sauber war, wenn ich ihn nicht gerade manuell gereinigt habe. Die Vorgänger erreichten dieses Niveau nie.

Das überraschende Problem

Während die Reinigung sehr gut ist und nur kleine Probleme aufweist, stört mich vor allem die App. Die Einrichtung des BeatBot AquaSense Pro erfolgt spielend, aber dann ist ihre Funktion auf die Reinigungsprotokolle und drahtlose Updates begrenzt.

Am Boden fährt der BeatBot AquaSense Pro mit hoher Präzision das Becken ab und reinigt es schnell. Die Klärfunktion konnte ich nicht ausprobieren, da mein Becken Am Boden fährt der BeatBot AquaSense Pro mit hoher Präzision das Becken ab und reinigt es schnell. Die Klärfunktion konnte ich nicht ausprobieren, da mein Becken

Die Auswahl der Modi ist nämlich nur möglich, solange sich der Roboter nicht vollständig im Wasser befindet. Taucht er ab, bricht auch die Verbindung ab. 

Verbindungsprobleme: Für einen Preis von mehr als 2.000 Euro hätte ich erwartet, dass die Ladestation sich mit dem WLAN verbindet und über eine weniger störanfällige Verbindung mit dem Bot kommuniziert, um beispielsweise den Reinigungsfortschritt in Echtzeit zu sehen, den Modus zu ändern oder auch um vielleicht sogar die Wassertemperatur ablesen zu können.

Kein Rückkehrer: Dadurch ergibt sich weitere Probleme: Befindet sich der BeatBot im Eco-Modus am Boden, kann man ihn nur mit dem Einholhaken aus dem Becken entfernen. Eine „Komm zurück“-Funktion gibt es in der App nicht, was auch überflüssig wäre, wenn ohnehin keine Verbindung besteht. Entsprechend überflüssig scheint dann auch die Batterieanzeige.

Keine Zeitpläne: Als noch problematischer sehe ich die fehlende Möglichkeit an, die Reinigung zu individualisieren und zu planen. Es gibt einen benutzerdefinierten Modus, aber der lässt euch nur wählen, wie oft Wände, Boden und Oberfläche gereinigt werden sollen, bevor der Bot wieder nach oben schwimmt. Hier hätte ich mir einen Zeitplan gewünscht, mit dem ich mehrere Tage samt Reinigungsmodi und vor allem Reinigungszeiten planen kann. 

Solltet ihr den BeatBot AquaSense Pro kaufen?

Der BeatBot AquaSense Pro lohnt sich für euch, wenn:

  • ihr euren Pool nicht mehr selbst reinigen wollt und großen Wert auf Sauberkeit legt.
  • ihr eine smarte All-in-One-Lösung für euren Pool sucht.
  • ihr ein großes Schwimmbecken habt.

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Mögliche Alternativen zum BeatBot AquaSense Pro:

  • BeatBot AquaSense, wenn ihr ein kleineres Becken habt, Geld sparen wollte und auf einige Komfortfunktionen verzichten könnt.
  • Aiper Scuba N1 Pro, wenn euch ein geringer Preis wichtig ist und ihr eine bessere Filterleistung (bis zu 3 Mikrometer) wollt.

Preis-Leistung: Der BeatBot AquaSense Pro hat mir die letzten Monate viel Freude bereitet und Arbeit erspart. Ist er seinen Preis wert? Ich möchte ja sagen, weil er wirklich sehr gut ist und seine Aufgabe mit Bravour erfüllt. 2.500 Euro sind aber eine Hausnummer, auch weil der Hersteller mit aktuellen Preisnachlässen zeigt, dass es günstiger geht. Für unter 1.500 Euro würde ich ihn uneingeschränkt empfehlen, so solltet ihr lieber nach einem Angebot Ausschau halten.

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