Nicht nur Megapixel: Das macht eine gute Handy-Kamera bei Nacht aus

Damit gute Fotos bei wenig Licht gelingen, sind einige Ausstattungsmerkmale wichtig.

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Fotos bei wenig Licht werden immer besser – aktuell tut sich vor allem beim Telezoom einiges. (Bildquelle: GameStar Tech) Fotos bei wenig Licht werden immer besser – aktuell tut sich vor allem beim Telezoom einiges. (Bildquelle: GameStar Tech)

Gute Nachtfotografie hängt natürlich von mehr ab als von der Megapixel-Zahl. Teure Flaggschiffe haben hier in der Regel einen klaren Vorteil – nicht nur wegen der Hardware, sondern vor allem wegen der Software.

Hardware: Was wirklich zählt

  • Sensorgröße und Pixelpitch: Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein. Der Pixelpitch beschreibt dabei die Größe der einzelnen Lichtpunkte (Pixel) auf dem Sensor – je größer jeder einzelne Pixel, desto mehr Licht kann er aufnehmen, was direkt weniger Rauschen bei Dunkelheit bedeutet. Ein 200-MP-Sensor auf winziger Sensorfläche ist deshalb meist schlechter als 50 MP auf einem großen Sensor: Die Pixel sind schlicht zu klein, um bei wenig Licht genug Information einzufangen.
  • Blende: Je kleiner die f-Zahl, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Eine f/1.4-Blende lässt deutlich mehr Licht durch als f/2.8 – gerade bei Dunkelheit ein großer Unterschied.
  • Optische Bildstabilisierung (OIS): Bei wenig Licht braucht die Kamera längere Verschlusszeiten. Ohne OIS verursacht Handzittern dabei Verwacklungen – mit OIS wird das ausgeglichen. Gerade bei wenig Licht ist das wichtig.
  • Alle Optiken im Blick: Viele Hersteller optimieren primär die Hauptkamera für Nachtaufnahmen. Ultraweitwinkel und Teleobjektiv hinken oft hinterher. Wer bei Dunkelheit flexibel bleiben will, achtet darauf, dass alle Kameras brauchbare Low-Light-Ergebnisse liefern.

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Die Software ist mindestens genauso wichtig

Ein großer Unterschied zwischen teuren und günstigen Handys zeigt sich bei Nacht nicht nur bei der Hardware, sondern vor allem auch bei der Bildverarbeitung.

Hersteller von Top-Modellen setzen auf KI-gestützte Nachbearbeitung direkt im Chip: Mehrere Frames werden in Millisekunden zu einem Bild zusammengesetzt, Rauschen wird erkannt und gezielt entfernt, ohne Details zu verwischen.

Günstigere Handys können diese Berechnungen entweder nicht so schnell durchführen oder greifen zu aggressiver Glättung – das Ergebnis ist oft der klassische Aquarell-Effekt, bei dem Details zu matschigen Flächen verschwimmen.

Wer also viel abends fotografiert, ist mit einem Gerät aus der Oberklasse langfristig besser bedient. Zumindest solange, bis die Mittelklasse hier aufholt.

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