»Buffy – Im Bann der Dämonen« gehört für einige zu den besten Serien der 1990er und frühen 2000er. Die erste Folge lief am 10. März 1997 über die US-amerikanischen Fernsehschirme. Damit feiert die Serie im Jahr 2026 ihren 29. Geburtstag
In vielerlei Hinsicht war Buffy eine Vorreiterin – auch im Gebrauch eines bestimmten Wortes, das es nur durch die wachsende Verbreitung und Popularität des Internets in unseren allgemeinen Sprachgebrauch schaffen konnte: das Wort Googeln
.
»Hast du sie gegoogelt?«
Die Frage stellt Buffys Freundin Willow Buffy in der vierten Folge der siebten Staffel »Help«. Darin trifft Buffy ein Mädchen, das glaubt, bald sterben zu müssen. Um mehr über den seltsamen Umstand herauszufinden, schlug Willow vor, online nach Informationen zu suchen – zu googeln, eben.
Was heute recht normal anmutet, war zur Ausstrahlung der Episode 2002 ein echtes Unikum, zumindest im TV. Im Sprachgebrauch war das Wort durchaus bereits angekommen, angeblich nutzte es Google-Mitgründer Larry Page sogar seit 1998. Die Szene gilt heute als popkultureller Meilenstein der Sprachentwicklung.
Charles Arthur, Autor des Buches Digital Wars, behauptet jedoch, dass das die erste Verwendung des Verbs »googeln« in der gemeinen Popkultur sei. Aufgegriffen wird das unter anderem von der News-Seite News.com, die eben jenes Buch zitiert.
Wir benutzen das Verb »Googlen« auch in Deutschland schon recht lang. Laut Duden bedeutet es »mit Google® im Internet suchen, recherchieren«.
Gemäß PC Welt steht das Wort seit 22 Jahren im Duden: 2004 hat der Verlag das Verb aufgenommen, gerade weil es der Volksmund so oft verwendete.
Weiteres Trivia zu Buffy
Die Serie ist nicht nur beliebt, sondern hat auch noch allerhand interessante Fakten zu bieten, vor allem was die bei Fans beliebte Figur Spike betrifft.
So schreibt IMDB zum Beispiel, dass der ikonische Ledermantel des Vampirs seinerzeit 2.000 US-Dollar gekostet hat. Um das Kleidungsstück noch abgerockter aussehen zu lassen, ließen die Verantwortlichen wohl mehrmals einen Truck drüberfahren.
Spike-Schauspieler James Marsters war außerdem selbst Fan der Serie und las immer nur seine Stellen im Drehbuch, um sich nicht zu spoilern.
Wir haben noch mehr Trivia auf Lager:
- Der Computereffekt, der Vampire zu Staub zerfallen ließ, kostete seinerzeit 5.000 US-Dollar – für gerade mal ein bis zwei Sekunden. Besonders bei TV-Serien war CGI noch nicht weit verbreitet.
- Deadpool-Schauspieler Ryan Reynolds sollte eigentlich Buffys besten Freund Xander spielen. Der lehnte deshalb ab, weil er selbst schlechte Erfahrungen als High-School-Schüler gemacht hat.
- Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar hielt sich während der Dreharbeiten absichtlich aus dem Rampenlicht heraus, damit die jüngeren Zuschauer keine Bilder von Buffy beim Trinken oder Rauchen sehen würden.
Nach dem Ende der Serie in 2002 war es noch nicht aus mit Buffy. Es folgten unter anderem Comics, welche die Geschichte rund um die Vampirjägerin fortsetzen.
Angeblich war lange ein ein Buffy-Comeback in Planung, an dem auch Sarah Michelle Gellar beteiligt sein sollte. Doch Fans müssen jetzt ganz stark sein: Am 14. März 2026 bestätigte Sarah Michelle Gellar offiziell via Instagram, dass der Streaming-Dienst Hulu das Projekt mit dem Arbeitstitel Buffy: New Sunnydale
eingestellt hat.
Es ist schon verrückt: Während wir heute im Jahr 2026 längst KI-Bots mit komplexen Fragen löchern, war es eine junge Hexe aus Sunnydale, die uns das »googeln« im TV-Mainstream erst beigebracht hat.
Willow hat damit 2002 eine sprachliche Lawine losgetreten, die selbst 24 Jahre später noch immer als absoluter Standard in unserem Duden und unseren Köpfen fest verankert ist.
Hand aufs Herz: War euch dieser popkulturelle Ursprung des Verbs eigentlich bekannt oder habt ihr das gerade selbst erst ungläubig gegoogelt? Schreibt uns eure Meinung dazu direkt unten in die Kommentare!







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