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Seite 2: Cargo: The Quest for Gravity im Test - Knallbunt und durchgeknallt

Die Steuerung macht keinen Spaß

Wir steuern Flawkes Aktionen standardmäßig mit den WASD-Tasten und der Maus. Allerdings offenbart die Bedienung schnell einige Macken und Unannehmlichkeiten.

Mit dem Rennwagen fahren wir auf dem zugefrorenen Meer abgesteckte Kurse ab. Mit dem Rennwagen fahren wir auf dem zugefrorenen Meer abgesteckte Kurse ab.

Das Hüpfen mit der Heldin ist eine Qual sondergleichen, da sie eher weit statt hoch springt. Kleine Absätze und Vorsprünge müssen wir in der Folge häufig umlaufen.

Noch schwieriger ist es, aus dem Wasser zu steigen. Im späteren Spielverlauf wechseln nämlich die Jahreszeiten auf dem Archipel. Das tut zwar der spielerischen und optischen Abwechslung gut, allerdings ist es fast unmöglich, aus einer Wasserschneise im Packeis zu klettern. Entweder schwimmen wir also minutenlang auf der Suche nach einer flachen Stelle durchs Eiswasser, oder wir versuchen umständlich, über ein Wassergefährt an Land zu hüpfen.

Die Fahrzeugsteuerung funktioniert immerhin, jedoch lenken sich die Landfahrzeuge äußerst schwammig. Bei fliegenden Untersätzen hatten wir häufig mit der Kamerapositionierung zu kämpfen.

Aufgaben zum Aufgeben

Damit wir nicht ziellos auf den Inseln umherlaufen und nur dafür sorgen, dass Kumpels Spaß haben, versorgt uns das Spiel mit verschiedenen Aufgaben. Am unteren Bildschirmrand fasst ein Satz zusammen, was als nächstes zu tun ist. Der Hinweis ist allerdings häufig so umständlich und missverständlich formuliert, dass wir manchmal minutenlang durch die Gegend wandern, bis wir den entsprechenden Aktionspunkt gefunden haben. Dort angekommen, liefern wir uns anschließend Autorennen mit eislaufenden Kumpels oder meistern Aktionsspielchen, die Guitar Hero ähneln. Allerdings mit Orgel statt Gitarre.

Auf der riesigen Trommel schlägt Fawkes wilde Saltos. Auf der riesigen Trommel schlägt Fawkes wilde Saltos.

Leider besitzen auch die Aufgaben ihre Designmacken. Wir müssen beispielsweise dreimal hintereinander ein Rennen bestreiten. Das ist öde. An anderer Stelle sind wir gezwungen, minutenlang mit einem nervtötend langsamen U-Boot unter Wasser herumzutuckern, um Kumpels einzusammeln. Und für eine weitere Aufgabe müssen wir ein Fahrzeug basteln, um einen Container durch die Luft zu befördern und an anderer Stelle abzuliefern. Sind wir erfolgreich, folgt eine kurze Zwischensequenz, nach der das teure Gefährt plötzlich verschwunden ist. Unfair, hätten wir es doch im Tausch gegen Spaßpunkte wieder zerlegen können. So müssen wir wieder minutenlang Kumpels belustigen, bis es weitergehen kann.

Immerhin gibt es neben der Kampagne einen Freispiel-Modus, in dem uns bereits ein Großteil der Bauteile zur Verfügung steht. Hier können wir nach Belieben basteln und anschließend in allen vier Jahreszeiten durch die Spielwelt tuckern.

Im Schwebezustand

Für die Grafik gewinnt Cargo keine Preise, allerdings ist die Welt stimmungsvoll in Szene gesetzt. Ein paar mehr Details hätten ihr trotzdem gut getan. So wirken vor allem die Inseln teilweise extrem leer. Immerhin sorgen die wechselnden Jahreszeiten und immer neue Objekte aus der Erdatmosphäre für Abwechslung und ein wenig Langzeitmotivation.

CARGO - Trailer 1:55 CARGO - Trailer

Die Vertonung ist nicht unbedingt gelungen. Besonders die Heldin Flawkes spricht ihre paar Zeilen gelangweilt und monoton. Die Musik passt zwar zum irren Szenario, nervt jedoch nach einiger Zeit, weil sie sich wiederholt. Ein wenig Abhilfe schafft hier die Funktion, eigene Musik für Tänze mit den Kumpels zu verwenden. Die muss allerdings umständlich außerhalb des Spiels präpariert werden.

Der Maschinengott spricht durch drei verschiedene Masken zur Heldin. Der Maschinengott spricht durch drei verschiedene Masken zur Heldin.

Das abgedrehte, ausgefallene und knallbunte Szenario spricht für Cargo: The Quest for Gravity. Allerdings bleibt beim Durchspielen der Geschichte nichts im Gedächtnis hängen. In Zwischensequenzen lauschen wir den murrenden Göttern oder den reimenden Kumpels. Wirklich interessant oder spannend ist das nie, weswegen die Story leichenblass bleibt.

Bedienmängel und langweilige Aufgaben überschatten zudem das außergewöhnliche Spielerlebnis. Der Fahrzeug-Editor begeistert nur kurz, anschließend verlassen wir uns auf die Blaupausen. Ice-Pick Lodge hätte ein wenig mehr Feintuning an vielen Ecken von Cargo betreiben sollen, um dem Spieler ein runderes Erlebnis zu präsentieren, dass über die visuelle Ebene hinausgeht.

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