Die CES ist vorbei und jetzt ist klar: E-Autos sind auf der Messe kein Thema mehr – der Grund liegt in China

Jahrelang war E-Mobilität auf der CES ein wichtiges Thema. 2026 war das aber anders.

Die chinesischen Autohersteller haben die CES 2026 gemieden. Quelle: BYD Die chinesischen Autohersteller haben die CES 2026 gemieden. Quelle: BYD

Die CES ist eine der weltweit größten Messen der Tech-Branche. Anfang des Jahres blickt die gesamte Industrie deshalb nach Las Vegas. In den letzten Jahren wirkte das Event teilweise fast wie eine Automobilmesse. Davon war 2026 kaum noch etwas zu sehen.

Kaum Autos auf der CES 2026

Noch vor zehn Jahren hätte kaum jemand die CES mit der Automobilbranche assoziiert. Das hat sich zuletzt durch spannende Entwicklungen rund um E-Autos und autonomes Fahren grundlegend geändert. Zwischenzeitlich waren fast alle großen Hersteller auf der Tech-Messe vertreten.

Video starten 59:10 E-Autos als 2. Wohnzimmer: Ein Blick auf die neuesten Technologien für vernetzte Mobilität

Die CES 2026 fand vom 6. bis zum 9. Januar 2026 statt, und wer sich erneut auf die neuesten Entwicklungen aus der Mobilitätsbranche freute, wurde größtenteils enttäuscht. Lucid, Nuro und Uber präsentierten ein neues Robotaxi und Sony und Honda hatten einmal mehr ihren Afeela 1 im Gepäck.

Ansonsten ging es maximal um kleinere Anpassungen wie neue Systeme oder die Einbindung von KI in Fahrzeugen. Diese Entwicklung war zwar nicht unbedingt absehbar, lässt sich laut WIRED aber auf verschiedene Faktoren zurückführen.

Einerseits ist die »aufregende Phase«, in der selbstfahrende und elektrisch betriebene Autos noch Weltneuheiten waren, schlicht vorbei. Mittlerweile sind viele Modelle Realität, die große Bühne der CES wird nicht mehr in der Form gebraucht.

Dazu kommt, dass die CES, obwohl sie natürlich für die ganze Welt interessant ist, noch immer in erster Linie eine amerikanische Messe ist. Und in den USA kühlt das Interesse an E-Automobilität seit geraumer Zeit stark ab. Der größte Konkurrent ist zudem ausgeschlossen.

Die chinesischen Hersteller wie BYD haben ihre US-amerikanischen Pendants mittlerweile in vielen Punkten ein- und sogar überholt. Gleichzeitig ist es aufgrund der aktuell schwierigen Beziehung der beiden Länder unabsehbar, ob und in welchem Ausmaß chinesische Fahrzeuge in den USA verkauft werden dürfen.

Es ist daher kaum verwunderlich, dass die chinesischen Hersteller der CES weniger Aufmerksamkeit schenken. Stattdessen rückt die »Auto Shanghai« mehr in den Vordergrund. Und das dürfte auch in den kommenden Jahren so bleiben.

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