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»Das hätte eine Milliarde Menschen getötet« – Der berühmte Astrophysiker Neil deGrasse Tyson rechnet mit einer legendären Superman-Szene ab

Um seine große Liebe Lois Lane zu retten, setzt Superman im Jahre 1978 alles aufs Spiel. Rein theoretisch sogar das Wohlergehen von Milliarden Menschen.

Wenn Superman die physikalischen Gesetze beachtet hätte, wären eine Milliarde Menschen im Film gestorben. Bildquelle: DC ComicsWarner Bros. Discovery Wenn Superman die physikalischen Gesetze beachtet hätte, wären eine Milliarde Menschen im Film gestorben. Bildquelle: DC Comics/Warner Bros. Discovery

Der neue DC-Film Supergirl bringt die Action und das Chaos seit Langem mal wieder von der Erde weg und auf diverse Planeten im All. Damit sind die Menschen vor den oftmals leichtsinnigen Handlungen der Superhelden erst einmal sicher.

Nicht ganz so sicher wäre die Menschheit übrigens im allerersten Superman mit Christopher Reeve gewesen. Vor zwei Jahren wurde der beliebte Blockbuster vom weltberühmten Astrophysiker Neil deGrasse Tyson als unlogischster Superhelden-Film betitelt – zumindest was sein Spezialgebiet, die Physik, angeht.

Video starten 1:32 Trailer zum allerersten Superman-Film mit Christopher Reeve

Szene in Superman ist »der Gipfel der Absurdität« 

Für Action und Spannung hebeln Superheldenfilme gerne einmal die klassischen Gesetze der Physik frei nach Schnauze aus. Das stört normalerweise niemanden, aber Wissenschaftler bekommen bei diesem Anblick natürlich gelegentlich Schnappatmung.

Für Neil deGrasse Tyson gilt eine Szene aus Superman als ultimatives Beispiel für die nicht vorhandene Logik der Physik in Superhelden-Streifen: Am Ende des Films fliegt Clark (Reeve) so schnell gegen den Uhrzeigersinn um die Erde, dass er es schafft, den Tod von Lois (Margot Kidder) rückgängig zu machen.

In der Realität hätte diese unüberlegte (und egoistische) Handlung folgenschwere Konsequenzen gehabt: Eine Milliarde Menschen wären dabei ums Leben gekommen. DeGrasse Tyson erklärt auch genau, warum (via ComicBook): 

Okay, also er fliegt rückwärts um die Erde herum. Die Zeit läuft rückwärts. Hätte er die Erde verlangsamt und zum Stillstand gebracht, hätte er eine Milliarde Menschen getötet, weil das gesamte Meerwasser auf die Kontinente geströmt wäre – und das alles nur, um Lois zu retten. Was also den Verstoß gegen alle bekannten Gesetze der Physik anging, war das der Gipfel der Absurdität. 

Falls ihr die Szene noch einmal sehen möchtet:

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Neil deGrasse Tyson ist im DC-Kanon verankert

Neil deGrasse Tyson kann übrigens von sich behaupten, dass er zum Kanon des Universums gehört – zumindest zum DC Extended Universe. In Batman v Superman: Dawn of Justice hat er einen kleinen Cameo-Auftritt, wo er an einer Diskussionsrunde im Fernsehen teilnimmt. Es geht darum, welche Auswirkungen das Leben eines Außerirdischen auf die Menschheit hat – sowohl philosophisch als auch gesellschaftlich.

Für die 14. Ausgabe der Action-Comics-Reihe arbeitete deGrasse Tyson sogar mit DC zusammen, um herauszufinden, wo Clarks Heimatplanet Krypton theoretisch liegen könnte. Falls es euch interessiert: Damals wurde ein roter Zwergstern LHS 2520 (= Luyten Half-Second, berühmter Sternenkatalog von Willem Jacob Luyten) in etwa 27 Lichtjahren Entfernung ausgewählt (via American Museum of Natural History).

Hattet ihr auch schon einmal so einen Moment, in dem euer innerer Physiker (egal, ob ausgebildet oder nicht) gerufen hat: »Also das kann ja nicht sein!«? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Falls ihr noch mehr aus der Welt der Superhelden lesen möchtet, verlinken wir euch in der obigen Box noch weitere Artikel zum Thema.


Kommentare(1)
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