2001: Odyssee im Weltraum ist ein Klassiker des Sci-Fi-Kinos, doch wer den Film auf Apple TV Plus genießt, bekommt ihn mit Dolby Vision zu sehen – eine Technologie, die Jahrzehnte später nach der Uraufführung entwickelt wurde.
Wir wollten von euch wissen: »Sollten alte Filme mit modernen Technologien aufbereitet werden?«. 867 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen (Stand: 5. August 2024, 12.30 Uhr), vielen Dank!
- 47 Prozent stimmten dafür, dass es auf den Film ankäme.
- 37 Prozent sind der Meinung, dass es ein besseres Filmerlebnis erzeuge.
- 16 Prozent denken, dass Filme so bleiben sollten, wie sie einst erschienen sind.
Der Konsens aus der Community ist recht eindeutig. Wobei ihr eine Lösung in den Kommentaren anbietet, die wir in der Umfrage gar nicht bedacht haben: warum nicht zwei Versionen? Eine neue, eine alte.
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Husky666 findet zum Beispiel:
Ja sollte man. ABER das Original sollte auch erhalten bleiben, hat man damals bei Star Trek TAS ja gemacht, remastered, mit neuen Effekten, aber auf der BluRay sind auch die alten Versionen mit den alten Effekten drauf.
Rozw stört sich vor allem an der Auflösung:
Es fehlt hier ein entscheidender Faktor HDR ja gerne ABER bei SD in der Auflösung belassen!!! Ich habe u.A. von Ghostbuster eine UHD Remaster(mit HDR und allen Schnickschnack) und muss sagen es ist kaum anzusehen, den ja man kann nun teilweise Bartstoppel sehen, nur werden sie von dem nun in 4K extrem auffälligen Filmkorn überschattet. [...]
Die Idee für diesen Artikel hat uns allerdings der User ChuckBROOZeG verschafft, denn der kommentierte Folgendes:
Das kommt darauf an wie es gemacht wird. Irgendwelche Upscaler die den Inhalt verzerren wie es Cameron zuletzt gemacht hat? Auf gar keinen Fall! Gute Behandlung der Filmrollen und neu scannen? Sehr gerne!
Zu den »inhaltlichen Verzerrungen« haben wir zwar nichts gefunden, aber etwas anderes kam uns in den Sinn: die alten Star Wars-Filme in den Sinn, die immer wieder Neuerungen erfahren haben – und zwar inhaltlich.
Han Shot First! – oder?
Die wohl bekannteste Kontroverse um digitale Nachbearbeitung dreht sich um Star Wars: Eine neue Hoffnung. Hier wurde durch Effekte die erste Szene mit Han Solo so verändert, dass die Empörung bei den Fans hervorrief.
So war es in der Version von 1977: In der Cantina von Mos Eisley konfrontiert Han Solo den Kopfgeldjäger Greedo, der für Jabba den Hutten Geld von Han eintreiben soll. In der ersten Version zieht Han heimlich die Waffe und erschießt Greedo gnadenlos, bevor der reagieren kann.
So war es in der Special Edition von 1997: In der digital nachbearbeiteten Szene schießt Greedo zuerst auf Han Solo, erst dann feuert der zurück und erschießt den Kopfgeldjäger. Han handelt also in Notwehr.
So ist es in der aktuellen Version: Nachdem Greedo Han Solo Vorwürfe macht, schießen beide Schützen mehr oder minder gleichzeitig, je nach Version.
In diesem kurzen Clip seht ihr alle fünf Varianten der Szene:
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Warum der Schuss eine Kontroverse ist: Inhaltlich macht es einen bedeutenden Unterschied, ob Han Solo Greedo eiskalt abmurkst, in Notwehr schießt oder beide gleichzeitig feuern.
Gerade in der Ursprungsversion unterstreicht die Kaltblütigkeit Hans Charakter. Die nachträgliche Änderung wurde als Versuch von George Lucas betrachtet, Han Solo moralisch einwandfreier darzustellen, was von vielen Fans als unpassend und unnötig angesehen wird.
In den Fan-Wikis findet ihr übrigens die ganze Liste aller Änderungen, welche die Original-Star-Wars-Trilogie hat über sich ergehen lassen müssen. Eine weitere wichtige, inhaltliche Änderung ist:
- In Episode VI Rückkehr der Jedi-Ritter wurde nach der Ausstrahlung der Episoden I bis III Hayden Christensen als Anakins Machtgeist hinzugefügt.
Nicht zu vergessen sei auch die digitale Wiederauferstehung von Peter Cushings Großmoff Tarkin in Rogue One: A Star Wars Story von 2016. Der 1994 verstorbene Schauspieler wurde mittels CGI zum Leben erweckt (Moviepilot). Das ist zwar keine inhaltliche Änderung, aber auch nur durch moderne Computertechnik möglich.
Was haltet ihr von inhaltlichen Änderungen durch moderne Effekte?
Wenn es um die Bildqualität geht, wart ihr euch einig: Besser ist besser und stets willkommen, am besten, wenn es alternativ die Ursprungsversion zu geben gibt.
Wie steht ihr zu nachträglichen inhaltlichen Veränderungen, so klein sie auch sein mögen?
Nicht immer sind Computereffekte das beste Mittel der Wahl, findet Maxe.
Filmfans dürfen gespannt sein, was sich in Zukunft noch so alles ändern wird. Mit mehr CGI haben Filmschaffende auch mehr Möglichkeiten. Ob man nachträglich allerdings den Inhalt von Filmen verändern sollte, steht auf einem anderen Blatt.
Teilt uns eure Meinung gerne in den Kommentaren mit!







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