Bei Lidl ist ab morgen ein faltbares E-Bike aus Deutschland im Angebot – für wen sich der Kauf lohnt

Im Onlineshop bietet Lidl ab Montag ein Falt-E-Bike von Sachsenrad für 1.100 Euro an. Ich ordne das Angebot für euch ein.

Anfang Mai schnell ausverkauft, nun wieder im Angebot: Das Sachsenrad F11 MagPuma. (Bildquelle: Sachsenrad GameStar Tech) Anfang Mai schnell ausverkauft, nun wieder im Angebot: Das Sachsenrad F11 MagPuma. (Bildquelle: Sachsenrad / GameStar Tech)

Lidl bringt ab dem 13. Juli das »Sachsenrad F11 MagPuma« zurück ins Angebot. Das Falt-E-Bike gab es bereits Anfang Mai reduziert beim Discounter – allerdings war es da schnell ausverkauft.

Das 20-Zoll-Pedelec mit Magnesiumrahmen und einer Reichweite von bis zu 80 Kilometern kostet bei anderen Händlern zwischen 1.200 und 1.600 Euro – Lidls Angebot für 1.100 Euro ist damit sehr fair.

Bevor ihr allerdings zugreift, solltet ihr wissen, wie es um die Ausstattung steht. Zudem gibt es natürlich auch Alternativen im Handel.

Ausstattung im Überblick
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  • Preis: 1.099 Euro bei Lidl
  • Rahmen: Magnesiumrahmen, Faltrahmen, 20 Zoll, ca. 19,8 kg Gesamtgewicht
  • Motor: 36 V, 250-W-Heckmotor, Unterstützung bis 25 km/h
  • Akku:  280 Wh), abnehmbar, abschließbar
  • Reichweite: bis zu 80 km im ECO-Modus laut Herstellerangabe
  • Schaltung: Shimano SIS 6‑Gang-Kettenschaltung
  • Bremsen: mechanische Scheibenbremsen vorne und hinten
  • Reifen: 20 x 2,125 Zoll
  • Ausstattung nach StVZO: ja
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg (laut Herstellerseite), Lidl gibt 120 kg an
  • Zubehör: Transporttasche im Lieferumfang

Wer ist Sachsenrad? Hinter der Marke steckt ein deutscher Hersteller aus Leipzig, der schon seit vielen Jahren E‑Bikes baut. Gebaut werden sie nach eigenen Angaben in Deutschland und Europa.

Antrieb und Komponenten

Der 250-Watt-Heckmotor unterstützt das F11 bis zur gesetzlich erlaubten Grenze von 25 km/h. In Kombination mit der 6-Gang-Kettenschaltung von Shimano ist das eine Ausstattung, wie man sie in dieser Preisklasse häufiger findet.

Konkrete Drehmoment-Werte nennt Sachsenrad nicht. Ohne diese Angabe ist davon auszugehen, dass sich das Rad eher für flaches bis leicht hügeliges Terrain eignet und bei stärkeren Steigungen an seine Grenzen kommt.

Bei den Bremsen setzt der Hersteller auf mechanische statt hydraulische Scheibenbremsen. Das bedeutet etwas weniger Bremskraft, dafür sind sie einfacher zu warten und im Zweifel günstiger zu reparieren. Beleuchtung und Gepäckträger gehören ebenfalls zur Ausstattung, eine Federung an Gabel oder Sattelstütze fehlt dagegen.


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Der Akku ist mit 280 Wattstunden klein dimensioniert. Die versprochenen 80 Kilometer sind ein Idealwert, der in der Praxis von Fahrergewicht, Streckenprofil, gewählter Unterstützungsstufe und Außentemperatur abhängt – realistisch dürfte die tatsächliche Reichweite darunter liegen.

Damit eignet sich das Rad in erster Linie für kürzere Ausflüge und Strecken. Für kleine Touren im Urlaub oder kurze Pendelstrecken dürfte es also ausreichen, aber ihr solltet das natürlich vor dem Kauf bedenken – und im Zweifel zu einem Modell mit größerem Akku greifen.

Gewicht: mobil, aber weniger für den Alltag

Mit rund 20 Kilogramm zählt das F11 MagPuma zu den leichteren E-Faltrad-Modellen – viele Konkurrenten liegen bei 23 bis 25 Kilogramm oder mehr.

Ein E-Bike bleibt es trotzdem: Wer das Rad täglich Treppen hoch- oder runtertragen muss, wird das am Ende des Tages in den Armen merken.

Damit ergeben sich aus meiner Sicht zwei Einsatzszenarien:

  • Gelegentliches Pendeln mit Bahn oder Bus: Für regelmäßiges, aber nicht tägliches Pendeln ist das Gewicht noch in Ordnung. Im alltäglichen Einsatz könnte es auf Dauer zu lästig werden.
  • Reisen und Camping: Im Auto oder Wohnmobil ist das Faltkonzept praktisch. Zusammengeklappt braucht das Rad wenig Platz.

Für wen eignet sich das Sachsenrad F11 MagPuma also?

Das Angebot passt zu euch, wenn ihr:

  • ein handliches E-Bike für Freizeit, Urlaub oder gelegentliche Erledigungen sucht.
  • ein leichteres Faltrad wollt, ohne gleich in die Preisregionen hochwertiger Leichtbau-Modelle vorzudringen.

Weniger geeignet ist es, wenn ihr:

  • das Rad täglich mehrfach tragen oder über Treppen bewegen müsst.
  • einen stärkeren Motor, mehr Gangstufen oder eine gefederte Sattelstütze für unebenes Gelände braucht.
  • weite Strecken zurücklegen wollt.
Sachsenrad F11 MagPuma
Sachsenrad F11 MagPuma
Das F11 MagPuma ist mit 20 kg noch relativ leicht für ein E-Faltrad. Die Reichweite liegt bei bis zu 80 km, wodurch es vor allem für kleinere Touren und Strecken geeignet ist.

Alternativen

Das Engwe L20 3.0 Boost ist kein reguläres Faltrad, punktet aber mit tiefem Einstieg, Vollfederung, einem deutlich größeren Akku und einem 75-Nm-Heckmotor. Mit 33 Kilogramm ist es deutlich schwerer als das Sachsenrad. Preislich liegt das L20 3.0 Boost bei rund 1.400 Euro.

Wer ein faltbares Modell mit breiteren Reifen sucht, findet mit dem Engwe Engine X (ca. 1.300 Euro) oder dem Fiido M1 Pro (ca. 1.000 Euro) zwei Alternativen. Beide kombinieren 20-Zoll-Fatbike-Reifen mit 4 Zoll Breite, 250-Watt-Heckmotoren und größere Akkus, die bis zu 100 Kilometer Reichweite ermöglichen sollen.


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Fazit

Das Sachsenrad F11 MagPuma ist ein faires Gesamtpaket mit Kompromissen: Für 1.099 Euro bekommt ihr ein vergleichsweise leichtes E-Faltrad mit 20-Zoll-Rädern und StVZO-Zulassung. Wer ein kompaktes Rad für Reisen, Wohnmobil-Touren oder gelegentliche Fahrten sucht und mit mechanischen Bremsen, sechs Gängen und dem Gewicht von knapp 20 Kilogramm leben kann, bekommt hier ein solides Angebot.

Allerdings dürfte die Motorleistung mangels Angabe eher schwach ausfallen, zudem ist der verbaute Akku im Vergleich mit der Konkurrenz recht klein bemessen. Wer Alternativen sucht, kann einen Blick auf das Engwe L20 3.0 Boost, das Engwe Engine X oder das Fiido M1 Pro werfen.


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