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»Sei kein Feigling«: Christopher Nolan musste erst überredet werden, einen seiner besten Filme zu drehen

The Dark Knight wäre um ein Haar nicht vom Kult-Regisseur umgesetzt worden. Sein Bruder musste erst deutliche Worte finden.

The Dark Knight nicht von Christopher Nolan? Für viele Fans des dunklen Ritters unvorstellbar. Bildquelle: Warner Bros. The Dark Knight nicht von Christopher Nolan? Für viele Fans des dunklen Ritters unvorstellbar. Bildquelle: Warner Bros.

The Dark Knight gilt auch 16 Jahre nach seiner Premiere noch als Meisterwerk und als Sternstunde des heute oft nur noch müde belächelten Superhelden-Genres. Das beweist ein Blick auf die nur von wenigen anderen Filmen erreichten Wertungen auf IMDB oder Rotten Tomatoes.

Das ist zu einem Großteil nicht nur Heath Ledgers legendärem Schauspiel als Joker zu verdanken, sondern natürlich auch der kreativen Vision von Regisseur Christopher Nolan. Beinahe hätte aber jemand anderes auf dem Regiestuhl Platz genommen - wenn überhaupt.

Er wollte kein Superheldenfilm-Regisseur sein

Diese Info wurde nicht von irgendjemandem ausgeplaudert, sondern von Jonathan Nolan, dem jüngeren Bruder des berühmten Regisseurs. Bei vielen Werken seines Bruders war Jonathan als Drehbuchautor beteiligt, so auch bei The Dark Knight.

Im Podcast Armchair Expert with Dax Shepard spricht der jüngere der Nolans nun darüber, wie skeptisch der Ältere war, nach Batman Begins erneut hinter die Kamera eines Superhelden-Films zu treten:

Chris war unschlüssig, ob er [The Dark Knight] machen sollte. Ich glaube, er wollte kein Superheldenfilm-Regisseur werden, auch wenn er sehr stolz auf Batman Begins war. Für mich hingegen war das wie: Wir haben jetzt diesen unglaublichen Sportwagen gebaut, lass uns noch eine Spritztour damit machen. Willst du nicht? Wir haben doch extra all diese Sachen gemacht.

Statt von Beginn an als Team zu arbeiten, arbeitete Jonathan Nolan zunächst ganz alleine am Drehbuch von The Dark Knight. Eine Zeit, die er als sehr stressig in Erinnerung hat:

Ich saß allein mit [dem Projekt] auf dem Gelände von Warner Bros. fest. Ich fühlte mich wie ein Geist, der Warner Bros. heimsucht. […] Ich bin in diesem winzigen Büro gefangen. Es gibt nur mich und Batman und der ist verrückt.

Bekommt ihr beim Lesen auch gerade so viel Lust auf The Dark Knight wie wir beim Schreiben? Dann lasst uns als kurze Verschnaufpause doch gemeinsam den damaligen Gänsehaut-Trailer schauen:

Video starten 2:29 The Dark Knight: Offizieller Trailer zum Batman-Film mit Heath Leder als Joker

Wirksamer Appell an den großen Bruder

Den Ausschlag soll dann ein Treffen zwischen Jonathan Nolan, Christopher Nolan und dem Produzenten Chuck Roven gegeben haben. Dort stand die große Frage im Raum, in welche kreative Richtung sich The Dark Knight weiterentwickeln könnte.

Dessen Vorgänger Batman Begins führte uns nämlich bereits in die düstere, erschreckend realistische Version von Gotham City ein und stellte uns viele Schlüsselfiguren wie Lucius Fox oder Jim Gordon vor. Entsprechend wichtig war es auch für Christopher Nolan, dass sich der Nachfolger davon abhebt und nicht nur das bereits Bekannte wiederholt.

Jonathan Nolan erinnert sich noch gut an das kreative Brainstorming und an das schlagkräftige Argument, mit dem er seinen Bruder womöglich zum Umdenken brachte:

Man verbringt eine Stunde damit, [die Origin-Story von Batman] zu erzählen, und das ist großartig, aber dann fragt man sich: Was können wir jetzt damit machen? Können wir dieselben Charaktere nehmen und in ein anderes Genre wechseln? Können wir von einem Abenteuerfilm zu einem Krimi oder einem Mafiafilm wechseln und [das Superhelden-Gefühl] einbringen?

Ich saß mit Chris zusammen und sagte: Alter, sei kein Feigling, lass uns das machen.

Der Rest ist Geschichte: Christopher Nolan ist kein Feigling, dreht The Dark Knight, liefert ein Meisterwerk ab und widmet sich im Anschluss nicht weniger guten Streifen, zuletzt dem mehrfach Oscar-prämierten Oppenheimer.

Und auch Jonathan Nolan ist inzwischen als Regisseur tätig. Sein neuestes Werk dürften viele von euch bereits sehnsüchtig erwarten, denn es handelt sich um Amazons Fallout-Serie. Am 11. April können deutsche Ödland-Fans endlich alle Folgen an einem Stück schauen. Alles Wissenswerte haben wir im obigen Kasten für euch verlinkt.

Wenn ihr im Kommentarbereich noch ein wenig The Dark Knight huldigen wollt, tut euch keinen Zwang an!

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