Gleich zwei Hiobsbotschaften musste Jürgen Fritz dem versammelten Publikum im Hörsaal 301 überbringen. »Wir befinden uns gerade in einem kleinen Computerspiel, das heißt: Wie bringen wir die Technik zum laufen?«, schmunzelte der Medienforscher, der die Rednerin ankündigen sollte. Das war auch gleich Problem Nummer 2: »Frau Pilarczyk ist leider krank.« So sprangen kurzfristig die Pädagogen Ulrike Schmidt und Marco Fileccia ein und sprachen -- die Technik lief immer noch nicht -- halt erstmal ohne Mikrofon über Spiele an der Schule.
Wie bringt man Mädchen dazu, auf einer LAN-Party zu spielen? Nach einer knappen Antwort auf die Frage, warum man das überhaupt wollen sollte (»Medienkomptenz vermitteln«), beschrieb Ulrike Schmidt, wie ihr Projekt »Lizzynet« das Problem gelöst hatte: mit Zanzarah und Die Siedler 4. »Es gibt wenige Spiele, die für Mädchen geeignet sind«, seufte Schmidt; entsprechend schwierig sei es gewesen, welche zu finden. Die Fotos, die Schmidt im Gepäck hatte, bewiesen dann zweierlei: Dass die Mädchen der 8. bis 10. Klasse durchaus Spaß am gemeinsamen Spielen hatten -- fast noch mehr aber daran, in den begleitenden Workshops Rechner aufschrauben und auseinanderbauen zu dürfen.
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