Crimson Desert hält mit seiner gewaltigen und wunderschönen Spielwelt aktuell viele Spieler in Atem. Auf dem Kontinent Pywel gibt es so viel zu entdecken, dass man hier gut und gerne über 100 Stunden verbringen kann.
Manchmal fühlt sich das Spiel aufgrund fragwürdiger Designentscheidungen allerdings regelrecht wie Arbeit an. Besonders deutlich wird das aus Sicht einiger Spieler bei der Quest Gestohlener Steinbruch
die ihr von der Adelsfamilie Haus Roberts in der Hernand bekommt. Darin sollt ihr den Steinbruch Karin von lästigen Banditen befreien, die ihn besetzt halten und die Arbeiter als Geiseln genommen haben.
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Crimson Desert: Wir rufen Damiane herbei, um mit ihr ein paar Banditen zu verdreschen
Banditen ohne Ende
An sich keine ungewöhnliche Aufgabe für unseren wortkargen Helden Kliff – doch der Steinbruch hat es faustdick hinter den Ohren, beziehungsweise den Wänden. Denn um den Tagebau zu befreien, müsst ihr nicht nur einen ziemlich fiesen Boss besiegen, sondern auch ungefähr 200 Banditen erledigen.
Betretet ihr den Steinbruch, erscheint am linken Bildschirmrand ein Fortschrittsbalken, der anfangs zu 100 Prozent gefüllt ist. Eure Aufgabe: Durch Auslöschen der Banditenhorden den Counter auf null bringen – eine verdammt zeitraubende Tätigkeit. Denn die Banditen spawnen einfach immer wieder nach, einen Weg, sich um den Kampf herumzudrücken, gibt es nicht.
Bei der Community sorgt die Quest daher aktuell für mächtig Frust. Viele Spieler fragen sich, ob diese lästige Quest-Bedingung wirklich ernst gemeint sein kann oder ob es sich womöglich um einen Bug handelt (Spoiler: nein, das ist Absicht). Auf Reddit machen sie ihrem Ärger mit Posts wie diesem Luft:
Link zum Reddit-Inhalt
User GiantBallbag schreibt darin: Ich habe nach dem Säubern des Steinbruchs eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt
, und postet dazu ein Bild von Jon Schnee aus Game of Thrones nach einer besonders brutalen Schlacht.
Ein anderer Nutzer pflichtet ihm im selben Thread bei: Ich habe morgens mit dem Kampf angefangen und war abends fertig.
Und andere Spieler berichten, dass sie den Kampf aufgrund der Länge gar an einem späteren Tag fortsetzen mussten.
Ist das hier ein MMO?
In einem anderen Thread fragen sich die User nach den Hintergründen dieser Designentscheidung:
Schrecklich. Der langweiligste Mist, den ich je in einem Spiel wie diesem gemacht habe. Und obendrein gibt's alle zwei Meter explodierende Fässer, bei denen du sofort stirbst, wenn du sie mit deinem Schwert triffst.
Ich bin gerade da angekommen und dachte: Das kann doch nicht stimmen. Es ist unmöglich, dass das Spiel das wirklich will. Nachdem ich etwa 10 Minuten lang Typen gekillt hatte, schaute ich hoch und sah 82 Prozent und dachte: Wow. Das ist absurd. Aber wenigstens bin ich fast fertig.
Dann schaute ich wieder und sah, dass es RUNTER zählte und nicht hoch. Ich bin einfach nur baff, dass irgendein Entwickler denkt, ein Spieler will 45 Minuten damit verbringen, dieselben 3 Mobs abzuschlachten, während er von Bogenschützen beschossen wird. Das könnte das Schlimmste sein, was ich jemals in einem Action-Spiel gesehen habe.
Ich bin auch gerade an der Stelle. Das ist so eine bizarre Entscheidung der Entwickler... sie haben das MMO in diesem Fall wörtlich genommen.
Tatsächlich sind solche mehr oder weniger sinnbefreiten Elimination-Quests in MMOs wie Black Desert Online durchaus üblich. Das Online-Rollenspiel ist das vorherige Werk des koreanischen Entwicklerstudios Pearl Abyss.
Ursprünglich sollte Crimson Desert auch einmal ein MMO werden, wechselte dann aber während der Entwicklung die Richtung. Die Quest könnte noch ein Überbleibsel aus dieser Anfangszeit sein; im Action-Adventure-Genre nach westlichem Stil sind solche Quests nämlich eher unüblich.
Auf der nächsten Seite verraten wir euch, wie ihr Boss und Banditen im Steinbruch möglichst schnell den Garaus macht.
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