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Seite 2: Crossing Souls im Test - Pixeliger Nostalgietrip mit Stolpersteinen

Alle hassen Kevin

Schuld daran tragen vor allem die unsympathischen Figuren, die gerade genug Charakter besitzen, um wie wandelnde Klischees zu wirken. Ohne Zweifel sollten die fünf Freunde eine Hommage an die Kindergangs der 80er darstellen. Anders als die Goonies und Co. schaffen sie es aber keine Sekunde lang, dass uns ihr Schicksal interessiert.

Das steht im krassen Kontrast zu dem, was all die Abenteuergeschichten so besonders machte, die sich Crossing Souls zum Vorbild genommen hat. Hier waren es nämlich immer die Hauptcharaktere, die das entsprechende Abenteuer erst erlebenswert machten.

Jeder Charakter hat eigene Spezialfähigkeiten so wie Charlie und ihre Sprungseil-PeitscheJeder Charakter hat eigene Spezialfähigkeiten so wie Charlie und ihre Sprungseil-Peitsche

Auch spielerisch können Chris, Matt, Charlie, Big Joe und Kevin nicht immer überzeugen. Jeder der fünf spielbaren Charaktere hat eigene Fähigkeiten, mit denen sie sich gegen Zombie-Geister, Soldaten oder Ungeziefer verteidigen sowie das ein oder andere Puzzle lösen.

Big Joe kann schwere Gegenstände schieben und im Kampf besonders harte Schläge verteilen, während die sportliche Charlie ihr Sprungseil als Peitsche oder Katapult benutzt. Der inoffizielle Hauptcharakter Chris hat einen schicken Baseballschläger und die Fähigkeit, Leitern zu erklimmen.

Ja, das ist tatsächlich etwas, das nur er kann, denn die Skill-Verteilung in Crossing Souls ist weder gut ausgebaut noch logisch. Leitern hinauf steigen oder winzige Anhöhen bezwingen ist bestimmten Charakteren vorbehalten. Charlie hat also zwar ein Sprungseil, springen kann sie trotzdem nicht.

Wechsel per Knopfdruck

Immerhin macht es uns Crossing Souls relativ einfach, dieses Problem zu umgehen. Während wir zwar nur jeweils eine Figur sehen und steuern können, schalten wir via Knopfdruck schnell zwischen den Freunden hin und her, um ihre Fähigkeiten situationsbedingt zu nutzen. Schieben wir mit Big Joe beispielsweise einen Klotz an die richtige Stelle, ermöglichen wir es Kevin, darauf zu springen und an einen für andere abgelegenen Punkt zu kommen.

Per Knopfdruck zeigt uns Crossing Souls eine neue Welt.Per Knopfdruck zeigt uns Crossing Souls eine neue Welt.

Per Buttondruck wechseln wir übrigens nicht nur die Figur, sondern auch die Ebene, auf der wir uns befinden. Sehen wir erst nur die Lebenden um uns herum, offenbart uns die Aktivierung des Duats auch die Geister der Umgebung.

Bewegten wir uns also gerade noch in einer verlassenen Geisterstadt, sind wir nun umzingelt von ihren untoten Bewohnern. Sie erklären uns nicht nur wie es dazu kam, dass die kleine Stadt zu einem so ausgestorbenen Ort wurde, sondern helfen uns außerdem dabei, das Rätsel zu lösen, wie wir diesen Schicksalsschlag verhindern können.

Eine muntere Schnitzeljagd über zwei Ebenen, die ein bisschen Day of the Tentacle-Erinnerungen aufkommen lässt. Die Retro-Liebe von Crossing Souls bezieht sich nämlich nicht nur auf seine Optik und Referenzen.

Crossing Souls - Gameplay-Trailer verrät Release-Termin des nostalgischen 80er-Jahre-Adventures 1:08 Crossing Souls - Gameplay-Trailer verrät Release-Termin des nostalgischen 80er-Jahre-Adventures

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