So geht Gunplay richtig
Mit Shotgun, Plasmakanone und Co. zerlege ich anstürmende Cyber-Gegner fachgerecht in ihre Einzelteile – und das meine ich ganz wörtlich: Feinde zerplatzen richtiggehend, bei Bots fliegen Metallstücke im Funkenregen davon. Genau so muss befriedigendes Treffer-Feedback aussehen.
Gezielt wird aus der Hüfte und nicht über Kimme und Korn (ADS), stattdessen liegt, ganz im Geiste der 90er Jahre, auf der rechten Maustaste eine klassische Sekundärfeuerfunktion.
Meine Laserpistole kann zum Beispiel Feinde aufschalten und mit zielsuchenden Raketen beschießen – das entsprechende Upgrade vorausgesetzt.
Doppelsprünge, Wallrunning, ein Grafikhaken und schnelle Dashes zum Ausweichen fügen den Feuergefechten eine große Prise Ghostrunner oder Mirror’s Edge hinzu und geben mir in den Gefechten für jede Situation zahlreiche Bewegungsoptionen. So wunderbar agil habe ich mich zuletzt in Doom Eternal gefühlt!
Hirn an, Core raus
Metal Eden ist zwar oldschool, aber definitiv keine hirnlose Ballerei. Statt plump alles zu Brei zu schießen, muss ich je nach Gegner andere Taktiken anwenden.
Hier kommt das Core-System ins Spiel: Per Tastendruck reiße ich kleineren Feinden den Cyber-Kern aus dem Leib. Den kann ich zum Beispiel als Geschoss schleudern und dann Munition aus den Trümmern aufklauben.
Aber der Core hat auch noch ganz andere Einsatzoptionen. Ein Beispiel: Die grün leuchtende Panzerung der schweren Wachroboter macht sie immun gegen Projektile und muss erst beiseite geräumt werden.
Verleibe ich mir einen frisch geernteten Core ein statt ihn zu schmeißen, wird meine nächste Nahkampfattacke verstärkt und prügelt den dicken Kontrahenten die Panzerplatten buchstäblich vom Leib. Freie Bahn für meine Schusswaffen!
Hmmm, Upgrades!
In der Hitze des Gefechts muss ich in Metal Eden ständig strategische Entscheidungen treffen: Benutze ich den Core für frische Munition oder will ich Rüstung zerplatzen lassen? Verbrauche ich meinen Jetpack-Treibstoff für Doppelsprünge oder aktivieren ich damit lieber eine Zeitlupe á la Max Payne?
Noch mehr Tiefe und spannende Synergie-Effekte kommen mit dem Skillbaum ins Spiel. Dort tausche ich gesammelte Ressourcen gegen Upgrades ein. Je nach Pfad kann ich dann beispielsweise eigene Rüstung mit feindlichen Cores ziehen, Gegner mit Kryo-Kräften einfrieren, für kurze in der Luft stehen bleiben oder Power-Ups von weit weg zu mir ziehen.
Mit ein wenig Waffenbastelei kann ich den Build meiner Hyper Unit dann noch weiter verfeinern. Gegen Ende meiner 90 Minuten in Metal Eden konnte meine Schrotflinte sogar panzerbrechende Geschosse um Ecken herum schießen und meine Pistole feuerte eine Art Kettenblitz, der von Ziel zu Ziel übersprang.
Was gefällt uns, was bleibt offen?
Zeit für ein kurzes Fazit mit meinen wichtigsten Pro- und Contra-Punkten.
Positiv
- Stimmungsvolles Setting: Wer wie ich eine Schwäche für Cyberpunk-Szenarien hat, wird sich an der surrealen Kulisse kaum sattsehen können.
- Knackige Kämpfe: Fetzig, wuchtig und trotzdem ein bisschen wie früher – hier mischt sich Nostalgie gekonnt mit modernen Elementen.
- Alles aus einem Guss: Sogar die Menüs und das HUD von Metal Eden passen in das Setting wie die Faust aufs Auge. Und dieser Soundtrack!
Noch unklar
- Abwechslung: Wie viel Tiefgang entfaltet sich nach mehreren Stunden und gibt es noch mehr Gegnervarianten und coole Bosse?
- Story: Nutzt Metal Eden das erzählerische Potenzial seiner Prämisse wirklich aus oder bleibt es bei losen Ideen und bedeutungsschwangeren Floskeln?
- Spielzeit: Die Entwickler versprechen »8 einzigartige Missionen«, aber wie lang werden die sein und lohnen sich mehrere Durchläufe?
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