Dacia hat erkannt, E-Autos sind immer noch zu teuer. Die Lösung kennen wir aus Japan und sie kostet keine 10.000 Euro

Dacia hat eine neue E-Auto-Studie vorgestellt, die an japanische Kei-Cars erinnert.

Der Dacia Hipster Concept ist klein und eckig. (Bild: Dacia) Der Dacia Hipster Concept ist klein und eckig. (Bild: Dacia)

Der rumänische Autohersteller Dacia hat ein neues Konzept-Fahrzeug vorgestellt. Der »Hipster« soll praktisch, platzsparend und elektrisch sein und dabei nur etwa 10.000 Euro kosten. Vorbild ist der japanische Markt.

Dacia stellt europäisches »Kei-Car« vor

Der Fahrzeug-Markt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Nachfrage nach E-Autos steigt, allerdings sind die noch immer vergleichsweise teuer. Gleichzeitig steigen auch die Herstellungskosten generell, weshalb sich kleine, kostengünstige Modelle wie der Smart oder VW Up für die Hersteller kaum noch lohnen.

Video starten 0:48 Dacia Hipster Conept: So sieht das spannende E-Auto-Konzept aus

Im unteren Preissegment finden sich daher vor allem Modelle wie der Fiat Topolino, bei dem es sich aber eher um einen überdachten Motorroller mit maximal 45 km/h handelt, der für viele Zwecke kaum als Auto-Ersatz taugt.

Mit dem Hipster Concept hat Dacia nun eine Studie vorgestellt, die diese Lücke tatsächlich füllen könnte. Das Fahrzeug ist nur drei Meter lang, bietet aber trotzdem Platz für vier Personen und eine Reichweite von immerhin knapp 100 Kilometern.

Die Rücksitze lassen sich umklappen, wodurch der sonst nur etwa 70 Liter fassende Kofferraum deutlich vergrößert würde. Mit nur 800 Kilogramm wäre der Hipster zudem ein echtes Fliegengewicht. Der Preis soll unter 10.000 Euro liegen.

Japanisches Vorbild: Wer schon einmal in Japan war oder sich für das Land interessiert, dürfte bei den Bildern des Dacia Hipster Concept zwangsläufig an die dort weit verbreiteten Kei-Cars denken. Dabei handelt es sich um eine Fahrzeugkategorie, die aus besonders kompakten Autos besteht, die laut Wikipedia maximal 3.40 Meter lang und 1.48 Meter breit sein dürfen.

Der japanische Staat fördert die Kei-Cars etwa durch Steuervergünstigungen, weshalb sie extrem beliebt sind und zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Fahrzeuge im Land ausmachen. Elektrisch betriebene Kei-Cars sind allerdings sehr selten.

Die Vorteile dieser Fahrzeuge liegen auf der Hand. Sie sind günstig in der Anschaffung, verbrauchen nur sehr wenig und nehmen kaum Platz ein. Gerade in zugeparkten Innenstädten ist das ein echter Vorteil. Ob der Dacia Hipster allerdings je Realität wird, ist unklar.

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