Das Ende des Smartphone-Booms - Erstmals sinkende Verkaufszahlen

Die Verkaufszahlen bei Smartphones sind im 4. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr laut Gartner zum ersten Mal überhaupt gesunken.

von Georg Wieselsberger,
23.02.2018 09:20 Uhr

Smartphone-Upgrades werden laut Gartner langsamer durchgeführt. (Bildquelle: Google Play)Smartphone-Upgrades werden laut Gartner langsamer durchgeführt. (Bildquelle: Google Play)

Das große Smartphone-Wachstum seit der Veröffentlichung des ersten iPhones und der ersten Android-Modelle hat wohl sein Ende gefunden. Das geht laut Techcrunch aus den aktuellen Zahlen der Marktforscher bei Gartner hervor. Nach rund 13 Jahren Dauerwachstum wurden im 4. Quartal 2017 rund 408 Millionen Smartphones weltweit verkauft.

Auch wenn das noch immer eine riesige Zahl ist, so bedeutet sie doch, dass die Verkäufe im Vergleich zum 4. Quartal 2016 um 5,6 Prozent zurückgegangen sind. Samsung musste laut Gartner im 4. Quartal 2017 einen Rückgang um 3,6 Prozent hinnehmen, bei den iPhones von Apple sollen es sogar 5,0 Prozent gewesen sein.

Keine guten günstigen Smartphone, längere Upgrade-Zyklen

Die Marktforscher sind sich auch recht sicher, was das Ende des Smartphone-Booms ausgelöst hat. So würden die Kunden, die noch immer kein Smartphone nutzen, keine passenden günstigen Smartphones mit ausreichender Qualität auf dem Markt finden. Existierende Smartphone-Besitzer hingegen würden nun vor allem zu sehr hochwertigen Modellen greifen und diese dann länger als bisher behalten und damit den Upgrade-Zyklus verlängern.

iPhone X kam später als üblich auf den Markt

Bei Apple geht Gartner davon aus, dass das verzögert in den Handel gebrachte iPhone X sich im 4. Quartal 2017 nicht so stark auswirken konnte wie bei neuen iPhones üblich. Die Verkäufe könnten daher erst im 1. Quartal 2018 entsprechend steigen. Dann wird wohl auch Samsung mit seinem neuen Galaxy S9 die eigenen Verkäufe wieder ankurbeln.

Insgesamt war Samsung laut Gartner im gesamten Jahr 2017 mit 20,9 Prozent Marktanteil klarer Marktführer, gefolgt von Apple mit 14 Prozent. Außer Apple spielen Hersteller, die nicht auf Android als Betriebssystem setzen, keinerlei Rolle auf dem Markt mehr.


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