Alienware Area 51: Warum das Gaming-Notebook so viele Blicke auf sich zieht und ich es nicht mehr aus der Hand legen will

Das Alienware Area 51 überrascht mit außergewöhnlichem Design und einer außergewöhnlichen RGB-Beleuchtung.

Das Area 51 ist schon fast eine Art Kunstwerk. (Bildquelle: Sven ScharpeGameStar Tech) Das Area 51 ist schon fast eine Art Kunstwerk. (Bildquelle: Sven Scharpe/GameStar Tech)

Ich habe eine Vorliebe für schönes und schlichtes Design. Wenn man jeden Tag mit Laptops zu tun hat, kommt es einem schon recht bald so vor, also hätte man bereits alles gesehen.

Die meisten Geräte sehen sich, abgesehen von Form und Anzahl der RGB-Beleuchtung, optisch ziemlich ähnlich. Dazu kommt dann eine der üblichen Farben: schwarz, anthrazit, silber und vielleicht auch mal weiß. Alles, was dieses Schema durchbricht, ist im Laptop-Bereich eine echte Rarität.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Sven ist seit Oktober 2024 Teil der GameStar-Tech Redaktion. Er ist ausgebildeter Fachinformatiker und war unter anderem bei Heise und ComputerBase als Redakteur tätig. Neben Musik der etwas härteren Art hat er auch privat ein ausgeprägtes Faible für technische Geräte, egal ob Laptop, Smartphone oder ganz normale PC-Hardware.

Das Alienware Area 51 ist anders

Der Alienware Area 51 sticht aus der Masse hervor. (Bildquelle: Dell Alienware) Der Alienware Area 51 sticht aus der Masse hervor. (Bildquelle: Dell Alienware)

Umso mehr freue ich mich, wenn ein Hersteller sich dann mal traut, einen eigenen Weg zu gehen, wie es Alienware mit den neuen Area 51 Geräten getan hat und ja, das ist mir eine Kolumne wert. 

Bereits bei der Wahl der Farbgebung wird es ungewöhnlich. Der Hersteller setzt hier nicht auf die üblichen Farben, sondern auf einen Farbton, der den Namen Liquid-Teal trägt. Dabei handelt es sich um ein dunkles Grün, dessen Intensität je nach Lichteinstrahlung variiert. Das sorgt in jedem Fall für einen hohen Wiedererkennungswert und wirkt sehr hochwertig. Mir gefällt die Farbe jedenfalls ausgesprochen gut.

Die Intensität der Farbe ändert sich je nach Lichteinfall. (Bildquelle: Sven ScharpeGameStar Tech) Die Intensität der Farbe ändert sich je nach Lichteinfall. (Bildquelle: Sven Scharpe/GameStar Tech)

Massives Gehäuse

Zum größten Teil bestehen die Area 51 Laptops aus Alu. Das ist grundsätzlich nichts Neues mehr, viele Hersteller greifen gerne bei ihren hochpreisigen Modellen auf das Material zurück. Aber auch bei einem Alu-Gehäuse gibt es große Unterschiede. Bei manchen Laptops fällt das Metall ziemlich dünn aus, die Stabilität ist dann auch nicht höher als bei einem Barebone aus Plastik. 

Diesen Fehler begeht Dell beim Area 51 zum Glück nicht. Das Gehäuse ist ausgesprochen massiv und reicht fast an die Qualität von Unibody-Geräten wie dem MacBook oder den Notebooks von Razer heran. Da quietscht und knarzt absolut nichts, genau so stelle ich mir einen Gaming-Laptop vor, für den der Hersteller über 4.000 Euro haben will. 

Die Ausleuchtung des Touchpads ist ausgesprochen homogen. (Bildquelle: Sven ScharpeGameStar Tech) Die Ausleuchtung des Touchpads ist ausgesprochen homogen. (Bildquelle: Sven Scharpe/GameStar Tech)

Wirklich begeistert bin ich allerdings vom Design: Während die meisten Notebook-Hersteller auf scharfe Kanten setzen, geht Alienware genau in die andere Richtung. Hier sind organische Rundungen vorherrschend, die dem Gerät ein einzigartiges Erscheinungsbild verleihen. Diese Rundungen ziehen sich dann auch konsequent durch das Design, selbst die Luftein- und -auslässe sind abgerundet. 

So geht RGB!

Tja und dann wäre da noch die RGB-Beleuchtung. Ich bin offen gestanden kein Freund davon, bei meinen privat genutzten Laptops deaktiviere ich das Bling Bling immer direkt nach der Inbetriebnahme. Gewöhnlich erfolgt die Integration in Form von RGB-Leisten, die mehr oder weniger lieblos ans Gehäuse geklatscht werden. 

So und nicht anders muss eine gute RGB-Beleuchtung integriert werden. (Bildquelle: Sven ScharpeGameStar Tech) So und nicht anders muss eine gute RGB-Beleuchtung integriert werden. (Bildquelle: Sven Scharpe/GameStar Tech)

Auch hier geht Alienware einen anderen Weg: Über den Luftauslässen am Heck befindet sich ein Lichtstreifen unter einer halbtransparenten Abdeckung. Das bedeutet, wer die Beleuchtung deaktiviert, sieht nicht, dass das Area 51 überhaupt eine solche besitzt. Es ist bisher das einzige Notebook überhaupt, bei dem ich nicht auf die Beleuchtung verzichten möchte.

Durch die erwähnte halbtransparente Abdeckung wird ein leicht diffuses Licht erzeugt. Das sieht nicht nur unglaublich gut aus, sondern wirkt auch extrem hochwertig. Besonders mag ich, dass sich die Beleuchtung auch um die seitlichen Rundungen am Heck zieht. Das beweist für mich echte Liebe zum Detail. 

Die Renaissance der Gehäuse-Fenster

Ein Fenster am Notebook-Boden braucht kein Mensch, cool ist es trotzdem. (Bildquelle: Sven ScharpeGameStar Tech) Ein Fenster am Notebook-Boden braucht kein Mensch, cool ist es trotzdem. (Bildquelle: Sven Scharpe/GameStar Tech)

Die zeigt sich auch am Boden des Gehäuses. Hier hat Alienware ein Fenster eingelassen, durch das man die Lüfter sehen kann. Braucht man das? Nein, absolut nicht. Es ist für sich genommen völlig unnötig und erfüllt auch keine praktische Funktion. Aber es ist auch einfach verdammt geil und zeigt eindrucksvoll, dass das Area 51 ein Spielzeug für echte Enthusiasten und Liebhaber ist. 

Durchdesignt bis ins Detail

Auch beim Aufklappen des Display wird man vom Design nicht enttäuscht. Oberhalb der Tastatur befindet sich fein gelochtes Metall, durch das man die beleuchteten Lüfter während des Betriebs sehen kann. Auch das braucht niemand wirklich, aber es ist einfach herrlich nerdig. Ich bin von der Optik des Area 51 so begeistert, dass ich das Gerät nicht aus den Händen legen kann. Offen gestanden weiß ich nicht wirklich, wann mich die Optik eines Notebooks so begeistert hat. 

Es sieht gut aus und weiter?

Wie überall sonst auch sind beim Design die Geschmäcker verschieden. Für mich persönlich ist das Alienware Area 51 das schönste Gaming-Notebook, das ich bisher auf dem Schreibtisch hatte.

In Zeiten, wo alles möglichst billig und schnell gefertigt werden muss, wirkt das Area 51 wie ein Anachronismus. Ich ziehe jedenfalls den Hut vor der Konsequenz mit der dieser Laptop entwickelt wurde.

Ob das Gerät am Ende mehr kann als nur gut auszusehen, steht auf einem ganz anderen Blatt. In den kommenden Tagen werde ich das Area 51 intensiv auf Hertz und Kühlung testen. Bis dahin erfreue mich aber noch ein wenig an der tollen Optik.

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