Ich will wirklich nicht übertreiben, aber darauf habe ich ungelogen seit circa elf Jahren gewartet: Monstress wird endlich verfilmt und damit spendiert Amazon einer meiner liebsten Fantasy-Geschichten und Comic-Reihen eine längst überfällige TV-Serie!
Darum kümmert sich nicht irgendwer, sondern Steven Maeda. Und der hat als Showrunner von One Piece für Netflix schon etwas eigentlich Unmögliches geschafft: Den größten Manga beziehungsweise Anime der Welt als Realverfilmung zu adaptieren, ohne dass das in einer kompletten Katastrophe endet!
Monstress wird allerdings keine Live-Action-Adaption, sondern animiert verfilmt – wie Variety berichtet. Darüber bin ich sogar heilfroh, denn damit besteht die Chance, dass man sich den wunderschönen Zeichenstil der Künstlerin Sana Takeda (X-Men, Ms. Marvel) zum Vorbild nimmt.
Der hat überhaupt erst dafür gesorgt, dass ich auf die ziemlich epische, aber düstere Geschichte der Autorin Marjorie Liu (Black Widow, X-23) aufmerksam wurde …
Ein bisschen wie Game of Thrones – aber mit viel mehr Fantasy
Und die Story selbst erinnert mich in ihren besten Momenten an eine Mischung aus Game of Thrones und Herr der Ringe. Worum es denn dabei geht? Die Geschichte spielt sich in einer stark asiatisch geprägten Fantasy-Welt ab und dreht sich um die junge Maika Halbwolf.
Maika hütet ein schreckliches Geheimnis, denn aufgrund ihrer mysteriösen Vergangenheit steht sie in direkter Verbindung zu einem mächtigen Monster. Aus diesem Grund geraten Maika und ihre Begleiter (wozu unter anderem eine sprechende Katze und ein Halb-Mensch/Halb-Fuchs-Mädchen zählen) in das Visier mehrerer verfeindeter Fraktionen, die vor wirklich gar nichts zurückschrecken, um Maika einzufangen.
Beachtet dabei unbedingt: Monstress eignet sich nur für Erwachsene!
Denn der Comic beschäftigt sich nicht nur mit relativ komplexen philosophischen und politischen Themen. Gleichzeitig schreckt Monstress nicht vor den Gräueln des Krieges zurück und diese entsprechend zu visualisieren. So richtet sich die Reihe unmissverständlich an ein erwachsenes Publikum, während die Darstellung expliziter Gewalt in Kombination mit Takedas Zeichnungen einen einzigartigen, aber umso interessanteren Widerspruch erzeugt.
Und gerade in Anbetracht von Amazons sonstigen Serien-Katalog scheint für mich Monstress bestens bei Prime Video aufgehoben. Schon vorangegangene Animationsprojekte wie The Mighty Nein, The Legend of Vox Machina oder auch Hazbin Hotel und Helluva Boss sind keine Kost für Kinder und erfreuen sich bei ihren jeweiligen Zuschauern höchster Beliebtheit! Zu Recht – wenn ihr mich fragt.
Entsprechend optimistisch blicke ich der Animationsserie zu Monstress entgegen, bei der Steven Maeda mit Tiffany Greshler zusammenarbeitet, die zuvor ebenfalls an One Piece bei Netflix mitgewirkt hat. Maeda und Greshler fungieren nun bei der Verfilmung eines meiner liebsten Fantasy-Comics gemeinsam als Showrunner und Produzenten.
Wann genau Monstress in Serienform bei Amazon Prime Video landet, ist aktuell nicht bekannt. Es dürfte aber wohl noch eine ganze Weile dauern, da sich das Projekt wahrscheinlich noch in einer recht frühen Entwicklungsphase befindet.
Bis dahin lohnt sich aber allemal ein Blick in die Comic-Vorlage – vertraut mir!
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