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Dave the Diver trifft Darkest Dungeon: Ich habe mein Herz an ein düsteres Survival-Spiel verloren, das ihr kostenlos ausprobieren könnt

In Dive or Die geht die Welt wortwörtlich den Bach runter. Doch dieser Bach ist tiefer als man denkt.

Der schwarze Regen hat die Welt an den Abgrund gebracht. Der schwarze Regen hat die Welt an den Abgrund gebracht.

»Okay, ein Tauchgang noch« – Oh, wie oft hab ich mir das bei Dive or Die gedacht. Nur, um dann meinen besten Mann an die Tiefen zu verlieren. Aber es muss ja immer weiter gehen.

Diese neue Survival-Perle ist etwas für Leute, denen Subnautica und Dave the Diver noch nicht unheimlich genug waren. Denn zu der Angst vor tiefen Gewässern gesellt sich hier purer Lovecraft-Horror, der sich genauso stilsicher präsentiert wie Darkest Dungeon.

Wenn ihr so tickt wie ich, dann drückt Dive or Die genau die richtigen Knöpfe. Lasst mich euch verraten, welche das sind.

Übrigens: Auf Steam könnt ihr Dive or Die als kostenlose Demo ausprobieren.

Marie-Lena Höftmann
Marie-Lena Höftmann

Miffy mag Dave the Diver und Miffy mag Darkest Dungeon. Wie schön, dass es jetzt ein Spiel gibt, das beides verbindet und die Tradition der D-Alliterationen fortsetzt.

Im echten Leben kann sie offenes Gewässer zwar ganz und gar nicht leiden, aber vielleicht ist das ja auch der Grund, warum Grusel in solchen Umgebungen besonders gut bei ihr funktioniert. Und vielleicht hilft Dive or Die ja auch ein wenig dabei, sich im heißen Sommer abzukühlen, wenn sie schon nicht Baden geht.

Knopf 1: Lovecraft Horror

Die Welt geht zu Grunde und in diesem Szenario ist ein nie enden wollender, schwarzer Regen die Ursache dafür. Seit fünf Jahren prasselt er ununterbrochen auf die Erde nieder, hebt den Spiegel der Weltmeere an und lässt ganze Städte im Wasser versinken.

Video starten 1:27 In diesem düsteren Survivalspiel treffen die Tauchgänge von Dave the Diver auf den aussichtslosen Horror von Darkest Dungeon

Die Kontinente verschwinden langsam und hohe Berggipfel werden zu Inseln, auf denen sich die letzten Überlebenden vor dem Ertrinken retten. Der Tod lauert aber nicht nur in den Wassermassen. Der schwarze Regen lässt alle Lebewesen wahnsinnig werden, die von ihm berührt werden.

Hinter alldem scheint eine übernatürliche Entität zu stecken. Der Regenmacher wirft seinen gewaltigen Schatten über die neue Erde. Ihm als Gott zu huldigen könnte wertvolle Tage bringen, bevor die letzte Flut den Rest der Menschheit mit sich reißt. Und um das zu hinauszuzögern, muss ich selbst in die Tiefen tauchen.

Knopf 2: Survival mit Risiko

Statt einen einzelnen Charakter immer wieder in die Wellen zu schicken, habe ich die Handhabe über eine Gruppe von Überlebenden. Ich starte zwar mit einem einsamen Helden, rekrutiere aber nach und nach weitere, die mit unterschiedlichen Talenten mehr oder weniger hilfreich sind.

Mit gefundenen Materiealien rüste ich meine kleine Festung immer weiter auf. Mit gefundenen Materiealien rüste ich meine kleine Festung immer weiter auf.

In meinem notdürftig zusammen geklöppelten Refugium gibt es verschiedene Stationen, wie eine Werkstatt oder einen Ausguck, die ich mit meinen Helden besetze. In der Werkstatt kann ich Ausrüstung anfertigen und der »Leuchtturm« hilft mir bei Erkundungsmissionen. So lege ich für jeden Tag fest, welcher Überlebende sich welcher Aufgabe annimmt, um Ressourcen zu sammeln und neue Rekruten ausfindig zu machen. Denn die werde ich brauchen.

Meine Überlebenden können jederzeit draufgehen. Manche kommen von Erkundungsmissionen einfach nicht mehr zurück, andere fallen dem Wahnsinn anheim und dann gibt es da noch die armen Würstchen, die ich selbst im tiefen Ozean steuere.

Sind die Rollen verteilt, beende ich den Tag mit einem Tauchgang. Ich habe eine begrenzte Anzahl an Tagen Zeit, um ... naja, so genau weiß ich das am Anfang gar nicht. Klar ist nur, dass nach Ablauf der Zeit die Flut kommt, und alle dabei draufgehen werden. Ich kann das nur hinauszögern, indem ich im Gewässer nach Götzen suche, um das Gemüt des Regenmachers zu besänftigen und uns mehr Zeit zu verschaffen.

Hier unten sind Sauerstoffmangel und tentakelartiges Seegras gleichermaßen tödlich. Hier unten sind Sauerstoffmangel und tentakelartiges Seegras gleichermaßen tödlich.

Also tauche ich Tag für Tag mit einem Ausgewählten in den Abgrund. Dort sammle ich neben Baumaterialien und Proviant Erinnerungsstücke, die die Moral meiner Gruppe hochhalten. Mein Sauerstoff ist dabei begrenzt, ich kann also nicht ewig planschen und muss beim Erkunden Prioritäten setzen. Schätze ich den Sauerstoffverbrauch für den Rückweg falsch ein, geht mein Taucher drauf.

In der Tiefe treffe ich obendrein auf albtraumhafte Kreaturen, gegen die ich mich kaum zur Wehr setzen kann. Zu Beginn habe ich mir ein Messer und eine Nagelpistole gebastelt, aber einen Zweikampf mit Riesenaalen gewinne ich damit nicht.

Ich habe jedoch die Möglichkeit, mit jedem Tauchgang wertvolle Erfahrung zu sammeln, die ich zurück an Land in Fähigkeiten umwandele – zum Beispiel für mehr Sauerstoff-Kapazität, bessere Kampfwerten oder mehr Inventarplatz.

Das Problem ist allerdings, dass diese Fähigkeiten an einzelne Überlebende gekoppelt sind, und wenn diese das Zeitliche segnen, gehen ihre Talente mit ihnen. Verbesserte Ausrüstungsgegenstände behalte ich aber immerhin. Ähnlich wie bei Darkest Dungeon setze ich das Leben meiner Schützlinge wie eine Ressource ein, um immer tiefer in die Umwelt vorzudringen. Die Erkenntnisse, die ich dabei sammle, sind mitunter mehr Wert als ein Menschenleben.

Knopf 3: Ein Stil zum Niederknien

Ihr habt es in den Bildern und im Trailer gesehen: Dive or Die rockt den handgezeichneten Grafikstil von vorne bis hinten. Der düstere Comic-Look mit dicken, schwarzen Outlines und harten Schattierungen passt perfekt zu der hoffnungslosen Lovecraft-Geschichte. Damit lässt sich der Verfall der Welt und die Verzweiflung der Menschen perfekt transportieren.

Vom Monsterdesign will ich gar nicht viel vorwegnehmen, aber wie so häufig ist immer das am gruseligsten, was sich das eigene Gehirn selbst zusammenreimt. Von vielen Kreaturen bekomme ich zunächst nur eine Silhouette am Bildschirmrand mit und mehr brauche ich gar nicht, um mir das Schlimmste auszumalen.

Besonders in den Tiefen, in denen viel mit Licht und Schatten gespielt wird, kommt ein unheilvoll beklemmendes Gefühl auf. Trotz der Seitenansicht kann ich nämlich nicht um Ecken gucken. Es wird immer nur das angezeigt, was sich in meinem Sichtkegel befindet und das kann schonmal für unschöne Überraschungen sorgen.

Dive or Die ist ein echtes Atmosphäre-Feuerwerk und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, das selbst mal zu erleben, schaut doch in die kostenlose Demo auf Steam rein. Den Link findet ihr ganz oben im Artikel.


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