Deadpool & Wolverine wird der erste Film des Marvel Cinematic Universe, der ein R-Rating verpasst bekommt, in den USA also von Jugendlichen unter 17 Jahren nicht ohne Erziehungsberechtigte gesehen werden darf. Das ist ein untypischer Schritt für den sonst so auf Familienfreundlichkeit bedachten Disney-Konzern.
Ryan Reynolds bezeichnet den hohen Gewaltgrad von Deadpool 3 daher als riesigen Schritt für Disney
und er sei daher sehr stolz
auf die Verantwortlichen. Er sagt aber auch: Es habe ohnehin keine andere Möglichkeit gegeben, um den Film zu machen.
Überrascht und dankbar
In einem neuen Gespräch mit dem YouTube-Kanal des Magazins Fandango äußern sich Ryan Reynolds, Hugh Jackman und Regisseur Shawn Levy unter anderem auch zur Entstehung des Films.
Reynolds habe vor allem die Freigabe von Disney überrascht, dass es in Deadpool & Wolverine ähnlich heftig zugehen darf wie in den ersten beiden Deadpool-Filmen:
Ich hoffe, es klingt nicht überheblich, aber ich bin wirklich stolz auf [Disney], dass sie das tun. Ich denke, es ist ein großer Schritt für sie. Ich meine, es fügt diesem Kaleidoskop, das diese Firma ist […] eine ganz andere Farbe hinzu.
Wenn ihr euch alle Aussagen selbst anhören möchtet, hier ist das besagte Interview, los geht es ab Minute 02:30:
Link zum YouTube-Inhalt
Außerdem lässt Reynolds durchblicken, dass die Gewalt nicht nur Mittel zum Zweck ist, sondern essenziell für die Geschichte sowohl von Deadpool als auch von Wolverine. Hugh Jackman konnte schließlich erst mit dem 2017 erschienenen Film Logan den vielschichtigen Charakter voll zur Geltung bringen - nicht zuletzt aufgrund der expliziten Inhalte:
Ich war zwar überrascht, dass sie uns [einen R-Rated-Film machen] lassen, aber auch sehr dankbar. Ich meine, es gibt auch keine andere Möglichkeit.
Für diese Figur und diese Welt und vor allem, weil Logan ebenfalls ein R-Rated-Film ist, hatte ich das Gefühl, dass das die vollständigste Version von Wolverine oder Logan war, die wir je gesehen haben. Das hat uns wirklich viele Freiheiten gegeben, ohne die Altersfreigabe einfach nur für rohe Gewalt zu nutzen, sondern es hat uns wirklich erlaubt, alles in einer Welt zu machen, in der auch wirklich alles möglich ist.
Deadpool 3 ein Gradmesser für zukünftige MCU-Filme?
Mit der hohen Alterseinstufung nimmt Disney auch in Kauf, den minderjährigen Teil der Zuschauer zu verlieren, die sonst das Kinoticket für den neuesten MCU-Film lösen. Daher dürfte es interessant sein zu sehen, ob sich dieses Risiko in finanzieller Hinsicht lohnt, sprich, ob die Einspielergebnisse dennoch passen und Deadpool 3 ein voller Erfolg wird.
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Deadpool & Wolverine: Den neuen Trailer zum einzigen MCU-Film 2024 gibt's natürlich auch auf deutsch
Das könnte nämlich auch große Auswirkungen auf zukünftige MCU-Filme haben. Für das Jahr 2025 steht bekanntlich ein neuer Blade-Film auf dem Plan und der Vampirjäger ist nicht dafür bekannt, seinen Gegnern mit erhobenem Zeigefinger ins Gewissen zu reden, sondern andere stichhaltige
Argumente auszupacken.
Auch ein Projekt um die Midnight Sons kursiert schon seit einigen Jahren durch die Gerüchteküche. Das ist eine Gruppe bestehend aus Marvel-Figuren, die nicht gerade dem Typus des strahlenden Helden entsprechen, sondern eher der düsteren Ecke entstammen, wie der Name bereits suggeriert. Prominente Mitglieder sind neben Blade auch Wolverine, Dr. Strange und der Ghost Rider.
Sowohl Blade als auch Projekte wie die Midnight Sons würden vermutlich ebenfalls von einer hohen Altersfreigabe profitieren, um ihre Geschichten bestmöglich erzählen zu können. Deadpool 3 darf also zu Recht als Gradmesser für zukünftige Entscheidungen seitens Disney angesehen werden.
Übrigens sorgt Deadpool & Wolverine derzeit nicht nur aufgrund der Gewaltthematik für Gesprächsstoff. Niemand Geringeres als Ryan Reynolds persönlich behauptet nämlich, dass der Film keine der bei Marvel traditionellen Post-Credit-Scenes besitzt. Insider widersprechen ihm jedoch. Wer sagt die Wahrheit? Im obigen Artikel erzählen wir euch die ganze Geschichte.
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