Bei der Arbeit mit Large Language Models (LLMs), oder im Volksmund auch »KIs«, ist euch vielleicht aufgefallen, dass ChatGPT & Co. zwar enorm hilfreich, aber dennoch weit von der Unfehlbarkeit entfernt sind.
Ich habe vor ein paar Monaten einen simplen Tipp von einem Kollegen bekommen, der einfach anwendbar ist und die Ergebnisse spürbar verbessert.
1. Schritt: Gebt der KI Feedback
Den ersten Schritt dürften viele von euch schon intuitiv gemacht haben, trotzdem will ich ihn nicht unerwähnt lassen: Wenn ihr unzufrieden mit einigen Passagen seid, sagt der KI einfach, was euch am Output nicht gefällt und lasst sie korrigieren.
Beispiel: Nehmen wir mal an, ihr lasst euch von ChatGPT eine ausführliche Mail an einen Geschäftspartner verfassen. Nachdem der Bot seine Aufgabe erledigt hat, stellt ihr allerdings fest, dass er den Partner gesiezt hat, obwohl ihr eine eher freundschaftliche Beziehung pflegt.
Dann könnt ihr ChatGPT ganz einfach sagen: »Der Brief ist zu formell. Bitte duze den Empfänger«.
Und schon ist das Problem gelöst.
Doch ihr könnt das ganze noch weiter treiben und deutlich komplexere Ausgaben korrigieren lassen.
2. Schritt: Lasst ChatGPT & Co. sich selbst bewerten
Ähnlich, aber anders: Die meiner Meinung nach beste Methode, um unzufriedenstellende Antworten von KIs auszubessern, ist angenehm leicht zu bewerkstelligen.
Ihr gebt der KI einfach ihr Ausgabe zurück, lasst sie je nach Verwendungszweck von dem Bot bewerten und anschließend entsprechend verbessern.
Beispiel: Ihr wollt eine Broschüre für euren neuen Smoothie-Laden anfertigen und lasst euch von ChatGPT einen Text schreiben, der auf den Flyer gedruckt werden soll. Dazu habt ihr ChatGPT einige Details zu eurem Etablissement und Sortiment gegeben.
Das könnte dann so aussehen:
Nun seid ihr natürlich sehr anspruchsvoll, wenn es um unser neues Geschäft geht, und das reicht noch nicht aus.
Deswegen sagt der KI, sie soll ihren eigenen Text auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten und Verbesserungsvorschläge machen und diese direkt umsetzen.
In unserem Beispiel hat ChatGPT den eigenen Text mit 8 von 10 Punkten bewertet und einige Vorschläge gemacht, wie der Flyer noch besser sein könnte:
»Verbesserungsvorschläge:
- Überschriften und Struktur:
- Nutze klare und auffällige Überschriften, um die verschiedenen Abschnitte besser zu gliedern.
- Erwäge, einige Absätze zu kürzen oder aufzuteilen, um die Lesbarkeit zu verbessern.
- Design und Layout:
- Verwende Farbakzente und Bilder, um den Flyer visuell ansprechender zu gestalten.
- Nutze Icons oder kleine Grafiken, um die verschiedenen Smoothies hervorzuheben.
- Sprache und Ton:
- Verwende eine lebendigere und ansprechendere Sprache, um mehr Emotionen zu wecken.
- Kontaktinformation:
- Füge eine Karte oder einen kleinen Lageplan hinzu, um den Standort leicht zu finden.
- Erwähne spezielle Kontaktmöglichkeiten (z.B. Telefonnummer oder E-Mail).«
Und so sah das ganz dann umgesetzt aus:
Klar, einige Tipps kann die Text-basierte selbst nicht umsetzen, doch wenn ihr es selbst ausprobiert, werdet ihr hoffentlich dieselbe Erkenntnis haben wie ich: Je komplexer das Thema, desto mehr lohnt es sich, eine Selbstbewertung von der KI zu verlangen.
Mit dem Trick könnt ihr nicht nur die Fehler korrigieren, die ChatGPT gerne einbaut, sondern auch eventuell weniger gut optimierte Prompts eurerseits ausgleichen (nicht dass ihr das je bräuchtet).
Mehr zum Thema: Drei einfache Wege, wie ihr ChatGPT & Co. in euren Alltag integriert
Übrigens: Den Trick könnt ihr natürlich auch mit eigens verfassten Texten anwenden, um ChatGPT & Co. als eine Art Lektor zu nutzen – auch sehr praktisch.
Probiert es gerne selbst aus und verratet uns welche Tipps und Tricks ihr kennt, um besser, schneller und effizienter mit ChatGPT & Co. zu arbeiten.
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