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Wegen Winds of Winter: Eigentlich dürften wir George R.R. Martin schon seit 6 Jahren in den Knast stecken

George R.R. Martin dürfte eigentlich gar nicht mehr in Freiheit leben. Denn 2019 hatte der Schriftsteller seinen Fans versprochen, dass Sie ihn auf einer einsamen Insel einsperren dürfen, bis er The Winds of Winter fertig hat.

Wie geht es denn nun mit John Snow und Co. weiter? Die Antwort auf diese Frage ist uns Autor George R.R. Martin seit Jahren schuldig. Bild: HBO. Wie geht es denn nun mit John Snow und Co. weiter? Die Antwort auf diese Frage ist uns Autor George R.R. Martin seit Jahren schuldig. Bild: HBO.

George R.R. Martin ist mit seinem nächsten Game-of-Thrones-Roman bereits seit Jahren in Verzug. An The Winds of Winter, dem sechsten Band des Fantasy-Zyklus, schreibt der amerikanische Autor bereits seit fast 15 Jahren; ursprünglich hätte er das Skript Ende 2015 bei seinem Verlag einreichen sollen.

Einige Fans befürchten mittlerweile gar, der 77-Jährige werde Game of Thrones niemals zu Ende schreiben, denn nach Winds of Winter wäre ja noch ein Band fällig. Und tatsächlich kommt Martin mit der Arbeit an Winds of Winter nicht so recht voran. Mehrfach hat Martin zugegeben, dass es ihm schwerfiele, die vielen aufgemachten Handlungsstränge wieder zu einem sinnvollen Ende zusammenzubringen.

Zwar schreibe er durchaus aktiv an dem Buch, doch immer wieder würde er auch bereits geschriebene Manuskriptseiten vernichten, da sie ihm nicht gefielen. Das Manuskript stagniere aktuell bei einem Umfang von ca. 1100 Seiten und wolle einfach nicht so recht wachsen.

Video starten 1:09:34 Ist das Game of Thrones Franchise noch zu retten?

George Martin in den Knast!

Dieser Zustand ist allerdings nicht neu. Schon 2019 warteten Fans sehnsüchtig auf das sechste Buch; damals kam Martin nicht nennenswert voran. Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand erlaubte sich deswegen damals einen Werbegag und lud Martin nach Neuseeland ein.

Auf der entlegenen, aber landschaftlich wunderbar einladenden Pazifikinsel sollte der Autor doch genug Zeit und Inspiration finden, endlich sein Buch zu schreiben. Da auf Neuseeland auch weniger Menschen leben, gäbe es hier auch deutlich weniger Ablenkung als daheim in den Vereinigten Staaten. Den Flug würde die Airline übernehmen.

Martin gab damals in einem Blogpost zu, das Angebot sei verlockend, und machte Fans ein folgenschweres Versprechen: Sollte er bis zum Sommer 2020 The Winds of Winter nicht fertiggestellt haben, hätten sie seine formale, schriftliche Zustimmung, ihn in einer kleinen Hütte auf einer unwirtlichen Vulkaninsel vor Neuseeland einzusperren, wo es nichts als die Aussicht auf einen Säuresee gebe.

Die Insel dürfte er erst wieder verlassen, wenn das Buch fertig sei, schlug Martin damals selbst vor. Eigentlich dürfte der Autor also gar nicht mehr in Freiheit sein, denn seine Deadline für den Knastaufenthalt ist bereits seit sechs Jahren überfällig. Die Chancen, dass Winds of Winter in absehbarer Zeit fertig wird, sind seitdem nicht besser geworden.

Im Gegenteil: Mit zwei Spin-off-Serien, einem Theaterstück und den ebenfalls noch unbeendeten zwei Buchreihen zum Heckenritter und dem Drachentanz, die Martin erst kürzlich bekräftigt hat, beenden zu wollen, hat der Schriftsteller sich noch deutlich mehr Projekte aufgehalst als damals.

Ob er so jemals die Zeit findet, nennenswert an The Winds of Winter weiterzuschreiben, ist fraglich. Vielleicht müssten ein paar entschlossene Fans den Autor wirklich mal wegsperren, wenn er das nächste Mal in Neuseeland weilt – seine schriftliche Zustimmung haben sie ja bereits. Und die Welt würde es ihnen vermutlich danken, denn das Serien-Ende von Game of Thrones wollen wohl nur die wenigsten Fans einfach so stehen lassen.

Mehr News aus George R.R. Martins Fantasy-Universum findet ihr in der obigen Linkbox.


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