Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

14% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

Seite 3: Der gläserne PC-Spieler - TCPA unter der Lupe

Palladium

Zu Microsofts Softwareprojekt Palladium gibt es derzeit noch wenig Informationen. Offiziell heißt es »Next Generation Secure Computing Base« (NGSCB) und soll wie TCPA zusammen mit einem Chip auf dem Mainboard den PC sicherer machen. Allerdings ist Palladium inkompatibel zum derzeitigen TPM und erfordert einen eigenen SSC-Chip (System Security Component). Laut Microsofts Chief Security Officer Gerald Hübner bemüht sich das Unternehmen aber zusammen mit der TCPA, beide Chips in einem TPM zu vereinen.

Im Gegensatz zu TCPA unterstützt Palladium mit dem Programmbestandteil Nexus getrennte Speicherbereiche. Die schützen Virenscanner oder Homebanking-Anwendungen vor Hackern. Auch Online-Spiele könnten von Palladium profitieren: Durch Prüfen der Spieldateien entlarvt ein Counterstrike-Server Cheater und wirft sie aus dem Spiel. Kritische Stimmen vermuten hingegen, das Palladium Informationen über den Nutzer und den PC an Microsoft übermittelt. Zwar machen das bereits Windows XP und vermutlich auch dessen Nachfolger Longhorn, aber Nexus wird laut Microsoft-Sprecher Frank Mihm einen öffentlichen Quelltext haben. Jeder Programmierer könnte also etwaige Spionagefunktionen leicht nachvollziehen. Übrigens erfuhren wir aus Microsoft nahestehenden Quellen, dass Palladium für Windows XP mit einem Service Pack nachgeliefert werden könnte.

Wirtschaftliche Interessen

Gegen Raubkopien sind TCPA und Palladium allein machtlos. Erst sogenannte -DRMSysteme schützen die Urheberrechte per digitalem Wasserzeichen und einem Internet-Server. Beispielsweise lässt sich eine Software dann nur noch auf einem PC installieren. Allerdings kann eine DRM-Software in Kombination mit dem TPM auch die Rechte der Kunden untergraben. Vorerst bleiben selbst erstellte Filme und MP3s nutzbar, im schlimmsten Fall lassen sich aber zum Beispiel Word-Dokumente nur noch mit Microsoft Office öffnen, nicht aber mit selbst geschriebener Software oder der quelloffenen Microsoft-Konkurrenz Open Office (www.gamestar.de Quicklink: 41). Der Windows Media Player dürfte in der neuen Version 10 ein integriertes DRM-System haben, wie bereits jetzt der Real Media Player. Mit DRM könnte ein Spielehersteller unerwünschte Mods leicht aussperren. Düster wird's, wenn der DRM-Server abstürzt. Dann verweigern Spiele nämlich ihren Dienst genauso wie MP3s und Filme.

3 von 4

nächste Seite



Kommentare(1)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen