So gut ist die Saugleistung des S7 Max Ultra
Kommen wir ans Eingemachte - die Saugleistung. Die hat mich schon beim Pro Ultra überzeugt und der Max Ultra macht hier wenig überraschend keine Ausnahme.
Er inhaliert alles, was auf dem Boden liegt - zumindest bei Hartbodenbelägen. Egal ob Keksbrösel, Brötchenkrümel, Cornflakes oder Katzenstreuklumpen - der Robo bekommt alles weg. Außer in den Ecken natürlich. Hier müsst ihr ab und an mit einem gewöhnlichen (Akku-)Sauger ran.
Die noch stärkere Saugleistung macht sich jedoch ausschließlich auf der höchsten der fünf (!) Saugstufen und selbst da nur marginal bemerkbar. Ich habe jedenfalls keinen Unterschied zum Pro Ultra mit 5100 Pa bemerkt.
Auch nicht auf Teppichen. Denn selbst der Max Ultra schafft es nicht, Katzenhaare komplett aus den Fasern zu ziehen. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau, denn selbst mit einem herkömmlichen Staubsauger müsste ich das Gewebe mehrmals unter starkem Druck und mit Bürstenaufsatz malträtieren, um wirklich jedes Härchen zu erwischen.
Apropos Teppiche:
Wie fast alle Saugroboter hat auch der Max Ultra mit Langhaarteppiche zu kämpfen. Dafür ist er nicht geeignet. Kurzfloorige Teppiche, Fußmatten und Webtextilien befreit er hingegen anstandslos von Fusseln.
Bedenkt jedoch, dass der Roboter teils ungehobelt über die Ableger bügelt. Verschobene Teppiche oder umgeworfene Teppichkanten sind die Folge. Hier empfehle ich euch Antirutschmatten oder eine andere Art der Fixierung.
So gut reinigt der S7 Max Ultra im Wischmodus
Auch hier gibt's kaum Unterschiede zum Pro Ultra - am Wischergebnis gibt es kaum etwas auzusetzen.
Obwohl der Max Ultra nur ein Wischpad hat, dass er salopp gesagt über den Boden schleift und dabei per Schalltechnologie kräftig rüttelt, bekommt er Hartböden wie Fliesen, Laminat oder PVC-Belag problemlos sauber. Die Restfeuchtigkeit ist kaum zu spüren und schnell getrocknet.
Bei Härtefällen wie eingetrockneten Rotweinflecken oder Katzenerbrochenem bieten Konkurrenzmodelle wie der Narwal Freo mit zwei rotierenden Wischmops und dem doppelten Anpressdruck (12 statt 6 Newton) zwar noch mehr Sorgfalt.
In solchen Extremsituationen wische ich aber ohnehin noch einmal per Hand nach.
Der Narwal Freo zeigt auch ganz die Schattenseiten der gründlicheren Reinigung: einen enormen Wasserverbauch.
Was bringt es mir, wenn der Wischroboter pingelig dreimal den Boden schrubbt, um auch den letzten Fleck wegzuwischen, wenn ich dafür nach jedem Wischvorgang Wasser nachkippen muss?
Der Roborock hingegen ist selbst auf dem mittleren der drei Wischmodi enorm sparsam und bietet für mich den besten Kompromiss aus Wasserverbrauch und Reinigungsergebnis.
Nützlich ist zudem die Heizfunktion, die es sonst nur beim neuesten Topmodell (S8 Pro Ultra) gibt.
Die bläst warme Luft durch die Station, um den Wischmop zu trocknen und somit Schimmelbildung und Gerüche vorzubeugen. Das ist noch mal ein kleines Komfortplus, da ihr sonst nach jedem Wischgang das Wischpad entfernen und trocknen müsst.
Das ist zwar kinderleicht und schnell erledigt, teils habe ich es aber trotzdem vergessen - oder war nicht Zuhause.
Für mich ist die Heizfunktion mittlerweile ein Muss bei Saugrobotern jenseits der 1000 Euro-Grenze.
App & Software
Die App von Roborock ist schnörkellos, übersichtlich und performant. Alle Einstellungen sind einfach zu finden.
Einen guten Überblick über alle Features findet ihr auf Seite 2 meines Tests zum S7 Pro Ultra.
Wartung & Zubehör
Sämtliche Zubehörteile, darunter Gummiwalze, Seitenbürsten, Wischmop sowie Staubfilter lassen sich austauschen und leicht reinigen.
Selbst die Unterwanne der Ladestation lässt sich mit zwei Klicks herausnehmen und bequem von Schmutz befreien.
Die App informiert euch basierend auf einem Algorothmus, sobald es Zeit ist, eines der Utensilien sauberzumachen oder gar auszuwechseln.
Gerade beim Staubbeutel bin ich jedoch überrascht, wie viel Dreck er schluckt. Der sieht zwar klein aus, kommt prall gefüllt aber auf ein Maximalvolumen von 2,5 Litern. Ich habe jedenfalls selbst bei meinem bisherigen Pro Ultra in fast einem Jahr nur zweimal den Beutel wechseln müssen - aber das ist je nach Haushaltsgröße und Verschmutzung unterschiedlich.
Tipp: Im Internet findet ihr diverse günstige Zubehörpakete für unter 30 Euro, mit denen ihre Jahrelang über die Runden kommen solltet.
Lohnt sich der Roborock S7 Max Ultra?
Das hat mir besonders gefallen:
- Die praktische Heizfunktion für den Wischmop
- Die Multi-Etagenerkennung mit bis zu vier Karten
- Die sehr guten Saug- und Wischergebnisse
- Dass der Robo das Wischpad bei Teppichen automatisch anhebt
- Dass sich die Wassertanks so schnell leeren und befüllen lassen
- Die starke Hinderniserkennung selbst bei kleinen Objekten
- Die inutitive und übersichtliche App
Das hat mir nicht gefallen:
- Design der Station wirkt mittlerweile altbacken
- Mäßige Reinigungsperformance auf Langfloor-Teppichen und Tierfellen
Insgesamt ist der S7 Max Ultra einer der besten Saug- und Wischroboter, den wir bei GameStar Tech getestet haben. Vor allem ist er je nach Anbieter bereits für unter 1.000 Euro zu haben. Bei Geekmaxi könnt ihr mit dem Coupon "UIJTP53G" noch einmal 30 Euro sparen und ihn für 949 Euro bekommen,
Mögliche Alternativen
Wer Tiere mit besonders dichtem oder langem Fell zuhause hat, sollte sich womöglich den iRobot Roomba i7 mit Doppelbürste anschauen (der allerdings nicht wischen kann).
Er zählt für uns zu den besten Saugrobotern. Eine weitere Alternative wäre der Deebot T9 AIVI, wobei ihr hier auf eine automatische Absaugstation verzichten müsst. Darüber hinaus könnte der Roborock S8 Pro Ultra einen Blick wert sein, da er zwei Gummiwalzen besitzt und Tierhaare bis zu 30 Prozent besser entfernen soll - unser Test zu ihm folgt in den nächsten Wochen.
Wer in jedem Raum hochflorige Teppiche besitzt, wird allerdings mit keinem Saugroboter glücklich werden. Hier hilft nur Ausschütteln oder doch auf die altmodische Art per Hand zu saugen.
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👉 Hier findet ihr die besten Saugroboter überhaupt
👉 Unsere Saugroboter-Kaufberatung - Darauf solltet ihr achten
Das Wichtigste zusammengefasst
- Der Roborock S7 Max Ultra ist ein Highend-Saug- und Wischroboter.
- Er bietet verbesserte Hinderniserkennung und eine Heizfunktion für den Wischmop.
- Die Saugleistung ist hervorragend, besonders auf Hartböden.
- Die Wischleistung ist ebenfalls gut, auch dank der Heizfunktion.
- Die App ist benutzerfreundlich und das Zubehör leicht austauschbar.
Technische Daten & Vergleich zu anderen Modellen
| Merkmale | S7 Max Ultra | S7 Pro Ultra | S7 MaxV Ultra |
| Ausführung | Saug- und Wischroboter mit multifunktionaler Docking-Station | Saug- und Wischroboter mit multifunktionaler Docking-Station | Saug- und Wischroboter mit multifunktionaler Docking-Station |
| Abmessungen | 350 x 350 x 96,5 mm | 350 x 350 x 96,5 mm | 350 x 350 x 96,5 mm |
| Akkukapazität | 5.200 mAh | 5.200 mAh | 5.200 mAh |
| Nennleistung | 60 Watt | 69 Watt | 74 Watt |
| Saugleistung | 5500 Pa | 5100 Pa | 5100 Pa |
| Flächenleistung | 300 m² Saugen / 300 m² Wischen | 300 m² Saugen / 300 m² Wischen | 300 m² Saugen / 300 m² Wischen |
| Wassertank | 200 ml | 200 ml | 200 ml |
| Staubbehälter | 350 ml | 400 ml | 400 ml |
| Teppich- / Objekterkennung | Teppich- und Objekterkennung | Teppich- und Objekterkennung | Teppich- und Objekterkennung |
| Wischfunktion | VibraRise Technologie, Sonic-Mopping | VibraRise Technologie, Sonic-Mopping | VibraRise Technologie, Sonic-Mopping |
| Wischmop abnehmbar | ✔ | ✔ | ✔ |
| Automatisches Mop-Waschen | ✔ | ✔ | ✔ |
| Automatisches Mop-Trocknen | ✔ | ✘ | ✘ |
| Navigation | Laser und Kamera | Laser | Laser und Kamera |
| App-Steuerung | ✔ | ✔ | ✔ |
| Voice Control | Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri | Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri | Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri |
| Kamera-Live-Stream | ✔ | ✘ | ✔ |
| Platzieren von Möbeln in Map | ✔ | ✔ | ✔ |
| Gewicht | 4,7 kg | 4,7 kg | 4,7 kg |
| Betriebsgeräusch | 67 dB | 67 dB | 67 dB |
| Preis | ca. 1.200 Euro | ca. 1.000 Euro | ca. 1.200 Euro |
Einen ausführlicheren Vergleich der Modelle findet ihr auf der Herstellerseite.
Fazit
Mirco Kämpfer
Der S7 Max Ultra ist ein etwas verwirrendes Modell. Er ist besser als der Pro Ultra und besitzt mit der Heizfunktion sogar ein Feature mehr als der MaxV Ultra, kommt jedoch ohne dessen Kamera aus.
Letztere dürfte aber ohnehin nur eine teure Spielerei sein, denn der Max Ultra erkennt selbst kleine Hindernisse auch ohne Augen auf der Haube.
Mein Fazit ist letztlich fast das gleiche wie beim Pro Ultra:
Wer kompromisslosen Komfort sucht und das nötige Kleinfeld in der Tasche hat, wird mit dem Max Ultra auf jeden Fall glücklich. Er ist gründlich, sparsam und arbeitet fast komplett autonom. Er zählt zweifelsohne zu den besten Saug- und Wischrobotern, die wir auf GameStar Tech getestet haben. Und aktuell bekommt ihr ihn sogar unterhalb der magischen 1.000 Euro-Grenze, weil der Nachfolger bereits erschienen ist.
Letztlich ist es viel Geld und ihr solltet genau abwägen, ob ihr die verbesserte Hinderniserkennung sowie die Heizfunktion braucht. Für mich sind sie ein No-Brainer und die 200 Euro Aufpreis zum S7 Pro Ultra wert (aktuell für ca. 800 Euro zu bekommen).
Solltet ihr jedoch den Pro Ultra deutlich günstiger bekommen, würde ich hier zuschlagen und den Wischmop weiterhin per Hand trocknen und reinigen. In die Waschmaschine muss er ohnehin früher oder später mal. Der S8 Pro Ultra ist aktuell zu teuer, als dass sich die 500 Euro mehr lohnen würden.
Wer einen Highend-Saug- und Wischroboter sucht, macht hier definitiv nichts verkehrt.
💬 Habt ihr Fragen zum Roborock S7 Max Ultra oder Pro Ultra? Dann stellt sie mir in den Kommentaren, ich versuche alle so gut wie möglich zu beantworten. Postet auch gern Feedback, Anregungen oder eigene Erfahrungen zum Thema Saug- und Wischroboter. Wünscht ihr euch zum Beispiel Tests zu bestimmten Modellen? Fehlt euch was? Schreibt es uns!



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