Die Krux bei Piratenschätzen liegt darin, dass sie eigentlich streng geheim sind und erst einmal mühevoll gesucht werden wollen. Bei Assassin’s Creed Black Flag Resynced lief das anders: Schon vor drei Jahren pfiffen die Papageien von den Dächern, dass Ubisoft dem beliebten Serienteil ein Remake verpassen will.
Das Timing ist keine Überraschung: Der französische Publisher steckt aktuell schwer in der Krise. Anfang 2026 verkündete Ubisoft einen tiefgreifenden strukturellen Umbau und stellte mehrere Spieleprojekte ein; das letzte Geschäftsjahr endete mit einem dicken Minus. Abhilfe soll jetzt das 13 Jahre alte Black Flag schaffen.
In den Augen vieler Fans ist der vierte Teil das bis heute beste Assassin’s Creed - vor allem wegen der toll inszenierten Seeschlachten und der packenden Piraten-Story. Das Remake hebt das Ganze nun auf ein zeitgemäßes grafisches Level und will auch die Open World ein wenig entrümpeln.
Nach mehr als 30 Stunden auf See kann ich euch sagen: Black Flag ist immer noch so gut wie damals. Ein paar wichtige Chancen verpasst die Neuauflage aber dennoch - vor allem bei den Landgängen.
Zurück ins Goldene Zeitalter der Piraterie
Die Geschichte von Black Flag ist und bleibt altbekannt: Im Jahr 1715 schlüpfen wir in die Rolle des britischen Freibeuters Edward Kenway, der während des Goldenen Zeitalters der Piraterie in der Karibik nach Reichtümern sucht. Eines Tages läuft er dabei dem abtrünnigen Assassinen Duncan Walpole über den Weg, der Geheim-Infos über seinen Orden an die Templer weitergeben will.
Edward wittert das große Geld und schlüpft kurzerhand in Walpoles Rolle, um mit dem Geheimbund ins Geschäft zu kommen. So stolpert der unbedarfte Pirat eher unfreiwillig in den jahrhundertealten Konflikt zweier Geheimbünde, der nun auch zwischen den Weltreichen England und Spanien vor der schönen Kulisse der Karibik ausgetragen wird.
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