Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Gaming-Laptop so ins Grübeln bringt. Für mich war lange alles klar: Wenn ich Leistung will, baue ich mir einen Desktop-PC. Wenn ich flexibel sein will, greife ich zum Handheld. Zwei klare Welten, beide durchdacht und scheinbar perfekt kombiniert.
Doch dann kam ein Gerät, das alles auf einmal können will. Und plötzlich beginne ich, mein ganzes Setup zu hinterfragen.
PC-Spiele: Für mich gibt es nur zwei Arten sie zu genießen
Für PC-Spiele gibt es für mich bis heute nur zwei Optionen: Desktop-PC oder Handheld.
Desktop-PCs: Ich habe in den letzten Jahren insgesamt 6 PCs gebaut – vier davon für Freunde und Familie und zwei für mich selbst. Dabei macht mir nicht nur das Spielen auf den PCs so viel Spaß, ich genieße auch den gesamten Aufbauprozess und das Auswählen der richtigen Bauteile.
Wer selbst PCs baut, kann das bestimmt nachvollziehen: Der erste Moment, an dem man den selbstgebauten PC einschaltet und er tatsächlich postet, ist jedes Mal magisch.
Dazu wertschätze ich weitere Vorteile von Desktop-PCs:
- Die Hardware kann über mehrere Jahre aufgerüstet werden.
- Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen Formfaktoren. Man kann etwa PCs bauen, die kleiner sind als eine Playstation 5.
- Die beste Leistung für euer Geld, für PC-Spiele.
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In diesem Video zeige ich, wie man PC-Spiele vom Desktop zu einem Handheld oder Handy streamen kann
Handheld-PCs: Am allerliebsten spiele ich allerdings an einem Gaming-Handheld – weshalb ich sie auch so gerne für GameStar Tech teste.
Ich spiele alle Spiele ohnehin mit Controller, weshalb ein Handheld für mich am praktischsten ist, weil sie einen schon integriert haben. Darüber hinaus schätze ich die hohe Flexibilität. Ich kann mit einem Handheld auf der Couch, im Bett, am Schreibtisch oder sogar im Zug spielen. Der größte Nachteil ist die geringe Leistung im Vergleich zu Konsolen und PCs.
Weitere Vorteile von Handheld-PCs:
- Keine zusätzliche Peripherie nötig. Display und Controller sind integriert.
- Man kann sie bei Bedarf mit einem USB-Dock auch als normale PCs verwenden.
- Sie eignen sich sehr gut für kurzes Spielen zwischendurch.
Ein Gaming-Laptop bringt meine Welt ins Wanken
Bislang war meine Welt klar aufgeteilt: Wenn ich Leistung wollte, nutzte ich meinen Desktop-PC. Wenn ich Komfort und Flexibilität suchte, griff ich zum Handheld. Und je nach Bedarf habe ich beides kombiniert. Etwa per Streaming mit Moonlight oder Apollo. Diese Aufteilung fühlte sich für mich perfekt an.
Doch dann kam dieser Gaming-Laptop. Genauer gesagt: das Razer Blade 16 mit einer mobilen RTX 5090. Und plötzlich gerät mein ganzes System ins Wanken.
Das Razer Blade ist nicht nur schön verarbeitet und angenehm mobil, es liefert auch eine Leistung, die ich sonst nur von meinen Desktop-PCs kenne. Natürlich kommt die mobile RTX 5090 nicht ganz an ihr Desktop-Pendant heran. Aber verglichen mit Handhelds ist das hier eine andere Liga. Und es ist diese unerwartete Kombination aus Power und Mobilität, die mich nachdenken lässt.
Ich merke, wie sich mein Nutzungsverhalten verändert. Ich kann mit dem Razer Blade auf dem Balkon spielen, am Schreibtisch arbeiten und unterwegs Serien schauen – alles auf einem Gerät. Ein Laptop fühlt sich plötzlich nicht mehr wie ein Kompromiss an, wie es bei Gaming-Handhelds der Fall ist, sondern wie eine neue Art zu spielen.
Vielleicht würde ich heute anders planen. Vielleicht würde ich mir nicht mehr unbedingt einen Tower bauen, sondern lieber einen leistungsstarken Laptop kaufen, ergänzt durch einen günstigen Handheld oder mein Smartphone mit Controller, um darauf per Stream zu spielen. Der Gedanke reizt mich.
Aber dann denke ich wieder an das, was ich verlieren würde: die Freiheit, jeden Teil meines PCs selbst zu wählen und später auszutauschen. Bei einem Laptop sind meistens CPU und Grafikkarte nicht aufrüstbar. Und auch der Preis bremst meine Euphorie: Das Testgerät liegt bei rund 4.800 Euro. Für weniger Geld könnte ich mir einen RTX-5090-PC samt OLED-Monitor zusammenstellen, der auch noch viel schneller wäre.
Trotzdem: Der Gedanke an einen Gaming-Laptop als Hauptgerät ist für mich nicht mehr so undenkbar wie früher. So macht es Nele schon seit vielen Jahren – zufälligerweise gerade auch mit einem Razer-Laptop. Mehr dazu lest ihr in ihrem Artikel:
Mich interessiert eure Meinung dazu
Ich bin gerade selbst überrascht, wie sehr mich dieser Laptop zum Grübeln bringt. Vielleicht ist das einfach nur eine kurze Faszination. Vielleicht aber auch ein echtes Umdenken. Und genau deshalb interessiert mich jetzt, wie es bei euch aussieht.
Macht gerne mit bei unserer Umfrage (es sind mehrere Antworten möglich):
Wie spielt ihr eure PC-Spiele am liebsten? Seid ihr eher klassische Desktop-Spieler und -Spielerinnen, die ihren Rechner selbst zusammenbauen und jede Schraube kennen? Oder schwört ihr auf die Bequemlichkeit eines Gaming-Laptops? Oder vielleicht sogar auf Handhelds wie dem Steam Deck oder der Asus ROG Ally?
Vielleicht nutzt ihr auch, wie ich, eine Kombination aus mehreren Geräten. Wenn ja: Welche Konstellation hat sich für euch bewährt? Gibt es ein Setup, das ihr gar nicht mehr missen möchtet?
Ich habe in dieser Umfrage ganz bewusst die Konsolen außen vor gelassen, um den Fokus auf die PC-Seite zu legen. Aber wenn ihr spannende Vergleiche oder Erfahrungen aus dem Konsolenbereich beitragen wollt, schreibt es gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf eure Gedanken!
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