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Auf geht's

Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, April 2018

Gaming PC Selbstbau-Komponenten 2018 – wir empfehlen 5 Selbstbau-PCs von 550 bis 1.600 Euro mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Spieler.

von Nils Raettig,
20.04.2018 10:13 Uhr

Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner 7:41 Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner

Kaufberatung Gaming PCs April 2018 - Neue Ryzen-CPUs, niedrigere Grafikkarten-Preise

Nils Raettig
@nraettig

AMDs neue Ryzen-2000-Prozessoren sind erschienen, wir haben unsere Kaufberatung für die besten Selbstbau-PCs dementsprechend aktualisiert. An den grundsätzlichen Verhältnissen ändern die CPUs allerdings wenig, da es sich im Kern »nur« um leicht verbesserte Versionen der ersten Ryzen-Modelle mit etwas höheren Taktraten handelt (siehe auch unseren Test des Ryzen 7 2700X).

Gute Nachrichten gibt es mit Blick auf die Kosten für Grafikkarten: In den letzten Wochen sind sie ein Stück gesunken, dadurch können wir auch die Preiskategorien unserer Gaming-PCs wieder etwas heruntersetzen. Die Preise liegen aber immer noch über denen des Vorjahres, optimal ist die Situation aus Spielersicht also weiterhin nicht.

Positiv zu vermerken sind hingegen die neuen, günstigeren Mainboard-Chipsätze für Intels Coffee-Lake-Prozessoren sowie das Erscheinen der passenden Pentium-CPUs dieser Generation, so dass die Auswahl im CPU-Bereich gepaart mit den Ryzen-2000-Prozessoren deutlich ansteigt.

Schnell-Navigation:

» 550-Euro-PC

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Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung.

550-Euro-PC

Unser Einsteiger-PC für rund 550 Euro bietet genügend Leistung, um aktuelle Spiele in Full HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig darzustellen und schont dabei noch den Geldbeutel. Die Kombination aus flotter GTX 1050 Ti und einem Pentium-Prozessor mit Hyperthreading sorgt für viel Performance pro Euro, auch wenn in anspruchsvolleren Spielen einige Grafikoptionen nicht auf der höchsten Stufe stehen.

• Prozessor Sockel 1151 – Intel Pentium Gold G5400

Nachdem wir an dieser Stelle lange Zeit den Pentium Gold G4560 (3,5 GHz) der Kaby-Lake-Generation mit zwei Kernen und virtueller Kernverdoppelung empfohlen haben, stehen inzwischen die Nachfolger mit etwas höheren Taktraten in Form der Pentium-Gold-G5000-CPUs bereit. Mit einem Preis von aktuell etwa 45 Euro ist der G4560 zwar fast schon unschlagbar günstig, da beim Kauf einer Coffee-Lake-CPU aber später das Aufrüsten zu einem Modell mit bis zu sechs Kernen möglich ist, haben wir uns für die Empfehlung des Pentium Gold G5400 (3,7 GHz) für etwa 65 Euro entschieden.

Ebenfalls eine Option: Die Ryzen-3-Prozessoren von AMD. In Spielen sind sie meist ähnlich flott wie der Pentium, dafür verfügen sie aber über vier Kerne. Trotz fehlender virtueller Kernverdoppelung erreichen sie in Anwendung deshalb meist eine spürbar höhere Leistung als die Pentium-Prozessoren. Ihr Preis ist aber mit ungefähr 85 Euro (Ryzen 3 1200), 95 Euro (Ryzen 3 2200G) und 115 Euro (Ryzen 3 1300X) auch höher. Der 2200G verfügt dabei über eine relativ flotte integrierte Grafikeinheit, mit der das Spielen in niedrigen bis mittleren Details in Full HD meist möglich ist (siehe unseren Test des 2200G) – bei geringen Ansprüchen an die Optik kann man sich dadurch sogar den Kauf einer zusätzlichen Grafikkarte sparen.

Für einen günstigen Selbstbau-PC stellen außerdem die i3-Prozessoren von Intels Coffee-Lake-Generation (Core i3 8000) eine mögliche Wahl dar. Sie besitzen wie die Ryzen-3-CPUs vier echte Kerne, allerdings liegt der Preis beim momentan günstigsten Modell (Core i3 8100) mit 100 Euro wie im Falle der Ryzen-3-CPUs höher als beim Pentium, der deshalb letztlich unsere primäre Empfehlung für den 550-Euro-PC darstellt.

• Prozessorkühler – beim Prozessor mitgelieferter Boxed-Kühler

Um etwas mehr Geld für die in Spielen sehr wichtige Grafikkarte übrig zu lassen, verzichten wir bei dem 550 Euro-PC auf einen zusätzlichen Prozessorkühler und setzen stattdessen auf das bei der CPU mitgelieferte Boxed-Modell von Intel.

In weniger gut belüfteten Gehäusen und dauerhafter Spielelast, kann der Intel Boxed Kühler aber schon deutlich hörbar aufdrehen. Eine günstige und merklich leisere Alternative ist der Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 für etwa 17 Euro.

• Mainboard Sockel 1151 – Asus Prime B360M-A

Das günstige Asus-Board mit dem neuen B360-Chipsatz überzeugt trotz des kompakten Micro-ATX-Formats mit guter Ausstattung inklusive sechs SATA3- und zwei USB-3.1-Schnittstellen (Typ-A) sowie einen USB-Typ-C-Anschluss (USB 3.0). Das Mainboard unterstützt entsprechend Intels Vorgaben maximal DDR4-Arbeitsspeicher mit 2.666 MHz und besitzt einen M.2-Port, der dank vier PCIe-3.0-Leitungen entsprechende SSDs besonders schnell anbindet. Falls euch die Leistung des vorgeschlagenen Pentium-Prozessors in der Zukunft nicht mehr ausreicht, könnt ihr auch andere Prozessoren der Core-i-8000-Generation (Coffee Lake) nachrüsten.

Wer sich für eine Ryzen-3-CPU entscheidet, der kann als Mainboard das ähnlich ausgestattete MSI B350 PC Mate für ebenfalls etwa 80 verwenden. Fragt im Falle des Ryzen 3 2200G aber zur Sicherheit vorher bei eurem Händler nach, ob auf dem Board bereits ein entsprechend aktuelle BIOS installiert ist, da diese CPU erst Anfang des Jahres erschienen ist, während es das Mainboard schon deutlich länger gibt.

• Arbeitsspeicher DDR4-2666 – Crucial Ballistix Sport LT / 8,0 GByte Kit

In vielen Spielen reichen 4,0 GByte RAM zwar immer noch aus, um ausreichend flüssig zocken zu können. Einige Titel machen mit nur 4,0 GByte RAM aber schon keinen Spaß mehr. Daher setzen wir im 550-Euro-PC auf 8,0 GByte, auch wenn Arbeitsspeicher in letzter Zeit eher teurer wird, da die weltweiten Produktionskapazitäten ausgelastet sind und die Nachfrage hoch ist.

Der Crucial-Speicher ist dabei mit 2.666 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

Solltet ihr euch für die Ryzen-CPU und das passende Motherboard entschieden haben, empfehlen wir Corsairs etwas teureres Vengeance LPX-Kit (CMK8GX4M2B3200C16) mit einer höheren Taktrate von 3.200 MHz, das sich auf der offiziellen Liste des unterstützten RAMs der Hauptplatine wiederfindet.

• Grafikkarte – Zotac Geforce GTX 1050 Ti Mini / 4,0 GByte VRAM

Die im Einsteigerbereich interessantesten Kandidaten von Nvidia und AMD sind aus unserer Sicht die Geforce GTX 1050 Ti sowie die Radeon RX 570 mit jeweils 4,0 GByte VRAM. Nvidias Modell ist dabei mit Kosten im Bereich von 180 Euro klar günstiger als die Radeon RX 570, die momentan in Deutschland erst ab über 270 Euro zu haben ist. Deshalb empfehlen wir den Griff zu der etwas langsameren, aber energieeffizienteren GTX 1050 Ti, zumal auch die spürbar langsamere Radeon RX 560 aktuell nicht viel günstiger als die 1050 Ti zu haben ist.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 TByte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele. Wenn ihr noch etwas Luft im Budget haben, ist eine zusätzliche SSD (siehe unten) aber in jedem Fall anzuraten, da sie den PC doch bei fast allen Aufgaben spürbar beschleunigt. Auch das Starten der Lieblingsspiele geht mit einer SSD in der Regel spürbar schneller.

Eine andere Möglichkeit: Ihr greift zu einer HDD, die über einen Cache mit schnellen Flash-Speicher verfügt. Bei der FireCuda Compute im 2,5-Zoll-Format ist der Cache immerhin 8,0 GByte groß. Das kann zumindest den Bootvorgang und den Start häufig genutzter Anwendungen spürbar gegenüber einer HDD beschleunigen. Mit 500 GByte ist die FireCuda etwa 10 Euro teurer als die Western Digital Blue, mit 1.000 GByte etwa 20 Euro.

• SSD – Optional: SanDisk SSD Plus (G26)

Auch wenn die schnellen SSD-Festplatten in den letzten Jahren preiswerter geworden sind: Noch ist im 550-Euro-PC kein Budget für eine SSD. Wenn ihr aber mit einem leichten Aufpreis leben könnt, dann ist die SanDisk SSD Plus eine gute Wahl. Ihr solltet mindestens das Modell mit 120 GByte für etwa 50 Euro nehmen, um den Windows-Alltag spürbar zu beschleunigen, für viele Spiele ist dann allerdings kein Platz mehr. Lässt das Budget es zu, greift ihr zur Variante mit 240 GByte, die etwa 65 Euro kostet.

Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 40 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit drei vorinstallierten Frontlüfter mit LED-Beleuchtung (wahlweise in grün, rot, blau oder als RGB-Variante).

• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 400 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 400 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 550 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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