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Seite 3: Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, November 2018

1.000-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

AMD Ryzen 7 2700

280 Euro

CPU-Kühler

EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

25 Euro

Mainboard

ASRock B450 Pro4

85 Euro

Arbeitsspeicher

Patriot Viper 4 - 16,0 GByte Kit

130 Euro

Grafikkarte

PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2

210 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1.000 GByte

40 Euro

SSD

SanDisk SSD Plus - 480 GByte

75 Euro

Gehäuse

Fractal Design Core 2500

50 Euro

Netzteil

be quiet! Pure Power 11 - 500 Watt

65 Euro

Insgesamt

960 Euro

Der 1.000-Euro-Selbstbau-PC besticht durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet mit dem Ryzen 7 2700 und seinen acht Kernen samt Radeon RX 580 sehr hohe Spieleleistung. Eine flotte SSD ist natürlich ebenfalls mit an Bord.

• Prozessor Sockel AM4 – Ryzen 7 2700

Mit acht Kernen inklusive virtueller Kernverdoppelung und aktueller Zen-Architektur bietet der Ryzen 7 2700 für knapp 280 Euro sowohl eine hohe Leistung in aktuellen Spielen (und Anwendungen) als auch genug Reserven für kommende Titel.

Intels Coffee-Lake-Prozessoren wie der Core i7 8700 (sechs Kerne) sind in Spielen zwar tendenziell etwas flotter unterwegs, wenn die Grafikkarte nicht zum limitierenden Faktor wird, ihre Preise liegen momentan aber zu hoch. So ist der i7 8700 erst ab 350 Euro zu haben, der 8700K (ebenfalls sechs Kerne) liegt bei 420 Euro. Die neuen Core-i-9000-CPUs mit acht Kernen sind noch teurer.

Eine mögliche Alternative zu einem etwas niedrigeren Preis als der Ryzen 7 2700 ist der Core i5 8400. Auch dieses Modell ist in Spielen tendenziell ein gutes Stück schneller, wenn die GPU nicht limitiert, allerdings verfügt der 8400 über zwei Kerne weniger und er bietet keine virtuelle Kernverdoppelung. Insgesamt empfehlen wir deshalb die Ryzen-CPU.

• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Der neue Alpenföhn Ben Nevis Advanced von EKL kombiniert einen 130-Millimeter-Lüfter mit vier Heatpipes. Dadurch ermöglicht er eine leise, aber leistungsstarke Kühlung. Seine Abmessungen sind gleichzeitig relativ kompakt, so dass er zu vielen Gehäusen und Speicherriegeln kompatibel ist.

• Mainboard Sockel AM4 – ASRock B450 Pro4

ASRock hat mit dem B450 Pro4 ein gut ausgestattetes Mainboard zum fairen Preis im Programm. Neben zwei M.2-Schnittstellen (1x PCIe x4, 1 x PCIe x2) finden sich auch zwei USB 3.1-Ports auf der Platine (1 x Typ-C, 1 Typ-A). Der Arbeitsspeicher darf per Übertaktung bis 3.200 MHz erreichen, bis zu sechs Datenträger können per SATA3 angeschlossen werden und Extras wie RAID-Verbindungen (für vier der sechs-SATA-Ports) und CrossFireX für den Einsatz von zwei AMD-Grafikkarten werden ebenfalls unterstützt.

• Arbeitsspeicher DDR4-3200 – Patriot Viper 4 / 16,0 GByte Kit

Für den 1.000-Euro-PC setzen wir auf 16,0 GByte RAM im Dual-Channel-Betrieb. Damit seid ihr problemlos für die nächsten (Spiele-)Jahre gerüstet. Patriot bietet mit dem Viper-4-RAM hoch getakteten Speicher mit 3.200 MHz zu einem guten Preis. Achtet allerdings darauf, dass der RAM-Takt der Speicherriegel auch korrekt im BIOS eingestellt ist, da es vorkommen kann, dass das Mainboard nicht von selbst erkennt, welchen Takt der RAM unterstützt

• Grafikkarte – PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2

Mit Blick auf die Leistung sind für diesen PC AMDs Radeon RX 580 und Nvidias Geforce GTX 1060 die Hauptkonkurrenten. Wir konnten lange Zeit keine Empfehlung für die RX 580 aussprechen, weil sie durch die hohe Mining-Nachfrage schlicht zu teuer war. Das hat ich sich inzwischen geändert: Auch in der Variante mit 8,0 GByte (die dem etwas günstigeren Modell mit 4,0 GByte vorzuziehen ist) gibt es inzwischen wieder RX-580-Modelle, die mit einem Preis von ungefähr 210 Euro sogar günstiger sind als der Hauptkonkurrent von Nvidia.

Die GTX 1060 hat zwar die etwas bessere Energieeffizienz zu bieten, aufgrund des größeren VRAM (8,0 GByte statt 6,0 GByte) und der guten Preise empfehlen wir an dieser Stelle aber die AMD-Grafikkarte. Die PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2 zählt aktuell zu den günstigsten Modellen. Nennenswerte Übertaktung von Haus aus hat sie zwar nicht zu bieten, ihre Leistung genügt aber dennoch, um aktuelle Titel in Full HD bei hohen bis sehr hohen Details flüssig darzustellen.

Die nochmals deutlich flotteren Karten Geforce GTX 1070 und Radeon RX Vega 56 würden dagegen mit einem Preis von etwa 400 Euro das Budget dieses PCs sprengen.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

• SSD – Sandisk Plus / 480 GByte

Beim 1.000 Euro-PC ist genug Luft für eine große SSD mit 480 GByte Speicherplatz vorhanden. In dieser Kapazität stellt die Sandisk Plus eines der günstigsten Modelle dar, gleichzeitig kann sie aber auch bei der Geschwindigkeit überzeugen. Wer noch mehr Speicherplatz in Form des Modells mit 1.000 GByte will, muss derzeit etwa 100 Euro mehr im Budget einpanen (170 statt 70 Euro).

Sollen es noch höhere Datenraten sein (was sich für Spieler allerdings primär in minimal kürzeren Ladezeiten äußert, siehe auch unseren Artikel »M.2-SSD mit NVMe gegen SATA3«), könnt ihr auch eine SSD im M.2-Format mit PCI-Express-Anbindung verbauen.

Dazu bieten sich etwa die sehr schnelle Samsung SSD 960 Evo (ca. 160 Euro für 500 GByte) oder die ähnlich teure, aber etwas langsamere Western Digital WD Black mit 512 GByte an. Die hier empfohlene SATA3-SSD von Sandisk ist mit einem Preis von circa 75 Euro aber deutlich günstiger und im Alltag werdet ihr meist kaum einen Unterschied spüren.

• Gehäuse – Fractal Design Core 2500

Trotz des schlichten Äußeren hat das Fractal Design Core 2500 Gehäuse viel zu bieten. Neben zwei vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern können bis zu vier weitere davon im Gehäuse angebracht werden, am linken Seitenteil ist sogar für einen 140-Millimeter-Lüfter Platz.

Auch die integrierte Lüftersteuerung sowie die durchweg solide Verarbeitung ist in der Preisklasse des Fractal Design Core 2500 nicht selbstverständlich. Eine sinnvolle Alternative ist außerdem das ähnlich ausgestattete und fast gleich teure Corsair Carbide 100R Silent Edition.

Entscheidet man sich für das Corsair-Gehäuse, muss man den oben empfohlenen CPU-Kühler Ben Nevis Advanced allerdings gegen ein weniger hohes Modell austauschen (etwa den Ben Nevis ohne »Advanced«-Zusatz im Namen), da im Carbide 100R maximal Modelle mit 150 Millimeter eingebaut werden können.

• Netzteil – be quiet! Pure Power 11 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 11 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Gold-Zertifizierung einbringt. Das Bonus-Feature der abnehmbaren Kabel, um nur wirklich benötigte Strippen für ein aufgeräumteres Gehäuse verwenden zu können, gibt es bei dem Pure Power 11 mit dem Zusatz »CM« (»Cable Management«), das etwa 10 Euro mehr kostet.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 11 genug Leistung für den 1.000 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei fünf Jahren. Wer etwas Geld sparen will, kann auch zum ebenfalls empfehlenswerten Vorgänger Pure Power 10 greifen (80 Plus Silber statt 80 Plus Gold, drei Jahre Garantie statt fünf Jahre Garantie).

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