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Seite 3: Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 500 Euro, Juli 2018

1.100-Euro-PC

Der 1.100-Euro-Selbstbau-PC besticht durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und bietet mit dem Core i7 8700 und seinen sechs Kernen sehr hohe Spieleleistung. Eine flotte SSD ist natürlich ebenfalls mit an Bord.

• Prozessor Sockel 1151 – Intel Core i7 8700

Im Preisbereich von 300 Euro gibt es ein enges Duell zwischen AMD und Intel. Auf der einen Seite steht der inzwischen sehr gut verfügbare Core i7 8700(K) mit sechs Kernen, auf der anderen AMDs Ryzen-7-Prozessoren, allen voran die neuen Modelle der Ryzen-2000-Generation.

Wird die Grafikkarte in Spielen nicht zum limitierenden Faktor, hat Intel die Nase hier tendenziell noch ein Stück vorne. Wir empfehlen deshalb an dieser Stelle den Core i7 8700. Er verfügt zwar im Gegensatz zum i7 8700K über keinen freien Multiplikator und taktet etwas niedriger, das macht in Spielen aber keinen großen Unterschied. Intels zum Jubiläum der x86-CPUs herausgebrachten Core i7 8086K empfehlen wir generell nicht, da er für deutlich höhere Kosten (ca. 420 Euro) keinen nennenswerten Mehrwert für Spieler bietet

In Anwendungen stehen AMDs Achtkerner oft sogar besser als Intels Sechskerner da. Insbesondere dann, wenn ihr nicht nur mit eurem PC spielt, könnt ihr deshalb auch zu einer entsprechenden Ryzen-CPU greifen. Wir empfehlen in diesem Preisbereich den Ryzen 7 2700, da er eine sehr gute Mischung aus Preis und Leistung (beziehungsweise Taktrate) bietet.

• Prozessorkühler – EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced

Der neue Alpenföhn Ben Nevis Advanced von EKL kombiniert einen 130-Millimeter-Lüfter mit vier Heatpipes. Dadurch ermöglicht er eine leise, aber leistungsstarke Kühlung. Seine Abmessungen sind gleichzeitig relativ kompakt, so dass er zu vielen Gehäusen und Speicherriegeln kompatibel ist.

• Mainboard Sockel 1151 – ASRock Z370 Pro4

Das Z370 Pro4 von ASRock ist gut ausgestattet: Neben zwei M.2-M-Key-Slots für schnelle SSDs in diesem Format und einem USB-3.0-Port im USB-C-Standard bietet es unter anderem fünf USB-3.0-Posts vom Typ-A, vier Lüfteranschlüsse und eine ordentliche integrierte Soundkarte von Realtek. Der Preis fällt gleichzeitig mit etwa 105 Euro nicht allzu hoch aus.

Entscheidet ihr euch für die AMD-CPU, empfehlen wir als Alternative mit dem Sockel AM4 das AB350 Pro4 von ASRock, das etwa 20 Euro günstiger ist und dennoch die Möglichkeit bietet, den Ryzen 7 2700 bei Bedarf (und ausreichender Kühlung) zu übertakten. Fragt vor dem Kauf aber zur Sicherheit beim jeweiligen Händler nach, ob das Board bereits mit einem aktuellen BIOS für die Ryzen-2000-CPUs ausgestattet ist.

Platinen mit dem neuen X470-Chipsatz sind momentan erst ab ca. 130 Euro zu haben, was in Anbetracht der meist nur geringfügig besseren Ausstattung für unseren Geschmack etwas zu teuer ist.

• Arbeitsspeicher DDR4-3000 – Corsair Vengeance LPX / 16,0 GByte Kit

Für den 1.100-Euro-PC setzen wir auf 16,0 GByte RAM im Dual-Channel-Betrieb. Damit seid ihr problemlos für die nächsten (Spiele-)Jahre gerüstet. Corsair bietet mit dem Vengeance-LPX-RAM hoch getakteten Speicher mit 3.000 MHz zu einem akzeptablen Preis - soweit das bei den generell hohen Kosten für Arbeitsspeicher momentan möglich ist.

Entscheidet ihr euch für den AMD-Prozessor, empfehlen wir das Speicher-Kit Viper 4 Series (PV48G320C6K) von Patriot, das von ASRock erfolgreich mit dem AB350 Pro4 getestet wurde (siehe auch die entsprechende »Qualified Vendor List«). Beachtet allerdings, dass es nötig sein kann, die richtige Taktrate und die entsprechenden Timings im BIOS selbst einzutragen, damit sie auch wirklich genutzt werden.

Da der Patriot-Speicher aktuell nur bei wenigen Händlern gelistet wird, nennen wir außerdem zwei Alternativen: Einerseits könnt ihr zum niedriger getakteten Crucial Ballistix Elite (BLE4G4D26AFEA) mit 2.666 MHz greifen, dessen einzelnes 4,0 GByte-Modul ebenfalls auf der QVL-Liste zu finden ist. Andererseits ist auch RAM von AMDs eigener Ryzen-Kompatibilitätsliste eine Option.

• Grafikkarte – PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2

Mit Blick auf die Leistung sind für diesen PC AMDs Radeon RX 580 und Nvidias Geforce GTX 1060 die Hauptkonkurrenten. Wir konnten lange Zeit keine Empfehlung für die RX 580 aussprechen, weil sie durch die hohe Mining-Nachfrage schlicht zu teuer war. Das hat ich sich jetzt endlich wieder geändert: Auch in der Variante mit 8,0 GByte (die dem etwas günstigeren Modell mit 4,0 GByte klar vorzuziehen ist) gibt es inzwischen wieder einzelne RX-580-Modelle, die mit einem Preis von ungefähr 270 bis 280 Euro ähnlich teuer sind wie der Hauptkonkurrent von Nvidia.

Die GTX 1060 hat zwar die etwas bessere Energieeffizienz zu bieten, aufgrund des größeren VRAM (8,0 GByte statt 6,0 GByte) empfehlen wir an dieser Stelle aber eher die AMD-Grafikkarte. Die PowerColor Radeon RX 580 Red Dragon V2 zählt aktuell zu den günstigsten Modellen. Nennenswerte Übertaktung von Haus aus hat sie zwar nicht zu bieten, ihre Leistung genügt aber dennoch, um aktuelle Titel in Full HD bei hohen bis sehr hohen Details flüssig darzustellen.

Die nochmals deutlich flottere Geforce GTX 1070 würde dagegen mit einem Preis von etwa 400 Euro das Budget dieses PCs sprengen.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 Terabyte

Die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Speicherplatz von nominell 1.000 GByte reicht für Windows sowie eine Menge Spiele.

• SSD – SanDisk Plus / 240 GByte (G26)

Die SanDisk Plus ist eine der günstigsten SSDs mit 240 GByte Speicherplatz, ihre Leistung stimmt aber dennoch. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu teureren Konkurrenten fallen höchstens in Ausnahmefällen spürbar auf und die 240 GByte bieten genug Platz für Windows und mehrere Spiele.

Die SATA3-SSD liest Daten mit bis zu 535 Megabyte pro Sekunde und schreibt diese mit maximal 440 Megabyte pro Sekunde. SanDisk gewährt drei Jahre Garantie auf seine Produkte.

• Gehäuse – Fractal Design Core 2500

Trotz des schlichten Äußeren hat das Fractal Design Core 2500 Gehäuse viel zu bieten. Neben zwei vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern können bis zu vier weitere davon im Gehäuse angebracht werden, am linken Seitenteil ist sogar für einen 140-Millimeter-Lüfter Platz.

Auch die integrierte Lüftersteuerung sowie die durchweg solide Verarbeitung ist in der Preisklasse des Fractal Design Core 2500 nicht selbstverständlich. Eine sinnvolle Alternative ist außerdem das ähnlich ausgestattete und fast gleich teure Corsair Carbide 100R Silent Edition.

Entscheidet man sich für das Corsair-Gehäuse, muss man den oben empfohlenen CPU-Kühler Ben Nevis Advanced allerdings gegen ein weniger hohes Modell austauschen (etwa den Ben Nevis ohne »Advanced«-Zusatz im Namen), da im Carbide 100R maximal Modelle mit 150 Millimeter eingebaut werden können.

• Netzteil – be quiet! Pure Power 10 / 500 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 10 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Silber-Zertifizierung einbringt. Luxus-Features wie absteckbare Kabel, sodass nur die nötigen Strippen im Gehäuse liegen, hat es zwar nicht, die kosten aber immer etwas Aufpreis. Das Pure Power 10 CM (Cable Management) hat die Option für 10 Euro mehr.

Mit 500 Watt liefert das Pure Power 10 genug Leistung für den 1.100-Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei drei Jahren.

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