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Bestenliste Gaming-Mäuse - Kaufberatung August 2018

Wir empfehlen die besten Spieler-Mäuse von Logitech & Co, inklusive drahtlosen Mäusen und symmetrischen Modellen für linke Hände.

von Nils Raettig, Christoph Liedtke,
07.08.2018 12:52 Uhr

Kaufberatung Gaming-Mäuse August 2018 - Der erste »wahre Esports-Sensor«?

Nils Raettig
@nraettig

Seit unserem letzten Update zu den besten Gaming-Mäusen hat sich auf dem Markt nicht allzu viel getan, auch die Preise sind weitgehend stabil geblieben. Einen potenziellen neuen Kandidaten für ein zukünftiges Update gibt es allerdings, genauer gesagt handelt es sich um die SteelSeries Rival 600 mit anpassbarem Gewicht.

Sie verwendet gleich zwei Sensoren, allerdings nicht in der bereits von anderen Mäusen wie der Epicgear Anura bekannten Kombination aus einem Infrarot- und einem Laser-Sensor. Stattdessen stellt die Rival 600 dem »Truemove 3«-Sensor auf Basis des Pixart 3360 einen zusätzlichen Tiefensensor zur Seite. Er dient dem Zweck, zu erkennen, ob die Maus angehoben wird, um die Position zu verändern. So sollen sich ungewollte Bewegungen besonders effektiv verhindern lassen.

Den Truemove-Sensor bezeichnet Steelseries gleichzeitig wenig bescheiden als den »weltweit ersten wahren Eins-zu-Eins-Esports-Sensor«, da er Bewegungen im Gegensatz zu anderen Sensoren ohne Verzögerung oder Interpolation (beziehungsweise eins zu eins) umsetzen soll. Allerdings muss erst ein Test zeigen, wie viel in der Praxis hinter diesen Versprechen steckt.

Aktuelle Tests zu Mäusen
» Logitech G305 - Wireless Gaming für alle?
» Razer Abyssus Essential - Symmetrisch und präzise
» Corsair Glaive RGB - Pixart-Sensor trifft abnehmbare Seitenteile
» Razer Basilisk - Gaming Maus für Puristen
» Microsoft Classic Intellimouse - Wiederauferstehung eines Klassikers

Allgemeine Infos

Mäuse gibt es in jeder Preisklasse - von fünf bis weit über 100 Euro. Viele Modelle fallen unter dem Deckmantel der »Profi-Spieler-Ausrüstung« aber eher durch überzogene Preise als durch angemessene Qualität auf. Mittlerweile werben Dutzende Spielermäuse mit neuen Superlativen und besonderen Features um eure Gunst – hier den Überblick über Sinn und Unsinn zu behalten, fällt nicht immer leicht.

Daher solltet ihr euch vor dem Kauf einer neuen Maus Gedanken über eure individuellen Anforderungen und eure Spielweise machen. Mit welcher Griffart und in welcher Auflösung ihre spielt, ob ihr Sonderfunktionen wie ausgefeilte Treiber mit Makrofunktionen und frei programmierbaren Tasten wünscht oder ob ihr gar die (teuren) kabellosen Modelle bevorzugt, sind Fragen, deren Klärung vor der Suche nach konkreten Modellen hilfreich ist.

» Auch interessant: Maus dpi und Empfindlichkeit einstellen - Besser zielen in Spielen

In unseren Maus-Empfehlungen für Spieler konzentrieren wir uns ausschließlich auf spieletaugliche Mäuse, die ihre Stärken sowohl in Ego-Shootern als auch in Strategie- oder Action-Titeln voll ausspielen, euch aber auch bei fummeliger Bildbearbeitung zuverlässig zur Seite stehen. Schon ab 10 Euro gibt es zahllose Mäuse zu kaufen. Die teureren Modelle besitzen aber in der Regel bessere Ergonomie, mehr Tasten, eine höhere Verarbeitungsqualität und eine noch höhere oder zumindest exakter justierbare Genauigkeit beziehungsweise Abtastrate, auch »dpi« (dots per inch) oder »cpi« (counts per inch) genannt.

Unterteilt in die Preiskategorien »bis 30 Euro«, »bis 50 Euro« und »ab 50 Euro« nennen wir jeweils mehrere Tipps für Spieler. Außerdem empfehlen wir jeweils drei kabellose und drei symmetrische Mäuse, die sich auch für die Bedienung mit der linken Hand uneingeschränkt eignet.

Schnell-Navigation
» Mäuse bis 50 Euro
» Mäuse ab 50 Euro
» Kabellose Mäuse
» Symmetrische Mäuse
» Palm-Grip vs. Fingertip-Grip vs. Claw-Grip
» Sensor - Laser vs. IR LED

Mäuse bis 30 Euro - Gigabyte GM-M6800

Gigabyte GM-M6800 - Bilder ansehen

Zwei Feuertasten, zwei Daumentasten und ein Mausrad — das ist letztlich alles, was ein Spieler braucht. Viel mehr Ausstattung kann man bei einer so günstigen Maus für etwa 15 Euro wie der GM-M6800 aber auch kaum erwarten. Trotzdem lässt es sich mit dem Gigabyte-Nager problemlos spielen und auch bei Shootern macht die Maus eine gute Figur. Ihr optischer Sensor besitzt zwei dpi-Stufen und tastet die Unterlage entweder mit 800 oder 1.600 dpi ab, wobei er in beiden Einstellungen zuverlässig und präzise arbeitet.

Die GM-M6800 besitzt eine ergonomische Form, liegt gut in der (rechten) Hand und dank der gummierten Seitenteile behalten wir auch bei schnellen Bewegungen die Kontrolle. Mit der Verarbeitungs- und Ausstattungsqualität von deutlich teureren Mäusen kann die M6800 zwar nicht mithalten, dafür ist sie aber extrem günstig und eignet sich sehr gut als Ersatz- oder Einsteigermaus.

Sharkoon Drakonia

Zugegeben, optisch dürfte die Sharkoon Drakonia in der grün-türkisen Standardvariante eher weniger Spieler wirklich ansprechen, das Preis-Leistungs-Verhältnis weiß aber zu überzeugen. Der Avago ADNS-9800-Sensor hatte zwar bei Spielern zunächst keinen so guten Ruf, unter anderem wegen Problemen mit der Beschleunigung. Dank Firmware-Updates gehört das aber der Vergangenheit an.

Die Präzision in Spielen stimmt damit, gleichzeitig punktet die Drakonia durch umfangreiche Ausstattung. Zu den acht Tasten gesellen sich ein Vier-Wege-Mausrad, ein anpassbares Gewicht und insgesamt acht Tasten. Die Materialien wirken zwar nicht so hochwertig, zu einem Preis von etwa 30 Euro stimmt das Gesamtpaket der Drakonia aber.

Zum Abschluss noch eine gute und eine schlechte Nachricht: Es gibt die Drakonia als Drakonia Black auch in einer optisch etwas schlichteren Variante (siehe die Bildergalerie unten), sie kostet allerdings rund fünf Euro mehr als die grün-türkise Variante.

Sharkoon Drakonia Black - Bilder ansehen

Microsoft Classic Intellimouse

Microsoft Classic Intellimouse - Bilder ansehen

Microsoft belebt mit der Classic Intellimouse im Test die legendäre Mausreihe wieder und bleibt sich in vielen Punkten dem Original treu: Wie die Intellimouse Explorer 3.0 besitzt auch die Neuauflage die klassische Rechthänder-Form, jeweils zwei Feuer- und Daumentasten sowie ein klickendes Mausrad. Mit einem Gewicht von 103 Gramm ohne Kabel ist die Classic Intellimouse genau so schwer wie der Klassiker und besitzt ebenfalls die gleichen Abmessungen (132 x 69 x 45 mm).

Die Feuertasten der dunkelgrauen Classic Intellimouse sind mit Omron-Switches bestückt, die satte Klickgeräusche und gutes Feedback liefern. Auch die Daumentasten überzeugen mit gutem Druckpunkt, abgerundet wird die Maus durch ein nahezu ideal gerastertes Mausrad.

Dem verbauten Bluetrack-Sensor mit 3.200 dpi (per Software in 200er-Schritten zwischen 400 und 3.200 dpi einstellbar) attestieren wir jedoch nur bedingte Spieletauglichkeit. Bei hastigen Bewegungen in Shootern setzt der Sensor aus, es kommt zu nervigen Spin-Outs. Etwas störend ist zudem die relativ hohe Lift-Off-Distance, so müssten wir im hektischen Kampfgefecht häufig nachjustieren. Daher können wir die Classic Intellimouse nur abseits des Shooter-Genres empfehlen.

Zum Preis von derzeit rund 30 Euro erhalten Spieler jedoch eine gut verarbeitete Maus mit der bewährten und von vielen Spielern geliebten Form für Rechtshänder. Wünschenswert wäre allerdings eine Gaming-Edition mit bewährtem Sensor vom Schlag eines Pixart PMW 3360, damit auch FPS-Spieler bedenkenlos zugreifen können.

Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung.

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