Controller für PC: Die besten kabelgebundenen und wireless Gamepads

Einige Spiele lassen sich mit dem Controller einfach besser steuern. Wir zeigen euch, welche Gamepads am PC den meisten Spaß machen.

von Patrick Edwards,
04.03.2022 10:50 Uhr

Für gewöhnlich steht außer Frage, dass Maus & Tastatur am PC das Eingabegerät Nummer 1 sind. Es gibt aber genug Spiele, in denen die Steuerung mit dem sonst so geliebten Nager ein Krampf ist. Schon mal versucht in Street Fighter mit WASD eine Combo durchzuführen? Davon kann man nur abraten. Auch Action-Rollenspiele wie Elden Ring steuern sich mit einem Controller wesentlich angenehmer.

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Der beste Controller: Xbox Elite Controller V2

Den Xbox Elite Wireless V2 kann man bedenkenlos als die Nummer eins bezeichnen. Die frei einstellbaren Rückentasten geben euch nicht nur zusätzliche Knöpfe, sie lassen sich mehr oder weniger frei konfigurieren. Auch das Steuerkreuz und die Stick-Gummierung könnt ihr mit den im Lieferumfang enthaltenen Teilen nach Belieben austauschen.

Test

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Einrichtung am PC: Die Einrichtung ist unkompliziert; verbindet den Controller einfach via Bluetooth oder das mitgelieferte USB-C Kabel mit eurem PC, registriert ihn über die "Xbox Accessories" App und ladet das Software-Update herunter (beim Update muss er über Kabel an den PC angeschlossen sein).

Fazit: Der Xbox Wireless Elite ist ein sehr guter Controller, der vor allem bei Spielen mit komplexer Steuerung ein Segen ist. Wenn ihr mit dem hohen Preis leben könnt, ist er so ziemlich das beste, das ihr zum Zocken in die Hand nehmen könnt.

Pro
  • Frei programmierbare Zusatz-Tasten
  • Sehr gute Haptik und Ergonomie
  • Einstellbare Sticks
Contra
  • Haltbarkeit wird manchmal kritisiert
  • Ca. 3x so teuer wie ein gewöhnlicher Xbox-Controller
Xbox Elite Wireless Controller Series 2 bei Amazon

Für Sony-Fans: PS5 Dualsense Controller

Edel ist so ziemlich das erste Wort, das einem einfällt, wenn man den PS5 Dualsense Controller sieht. Diese Qualität zeigt sich mit ca. 70 Euro zwar auch im Preis, das ist er aber durchaus Wert. Praktisch ist dabei, dass PS5-Besitzer ihren Controller einfach an den PC anschließen können. Mittlerweile funktionieren das haptische Feedback und die Gyro-Steuerung am PC.

Einige Wermutstropfen gibt es allerdings schon. So ist die Akkulaufzeit verhältnismäßig kurz und wenn ihr die High-Tech-Features wie das haptische Feedback nutzen wollt, muss er mit einem Kabel verbunden sein. Auch die Ladezeit fällt relativ lang aus, was aber nur eine Rolle spielt, wenn ihr ihn nicht via USB-C angeschlossen habt.

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Fazit: Mit 70 Euro gehört der PS5 Dualsense zu den teureren Gamepad-Vertretern, aber wenn ihr Spiele spielt, die mit den neuen Features kompatibel sind, werdet ihr kaum einen anderen Controller nutzen wollen. Wenn ihr also das "Playstation"-Layout dem "Xbox"-Layout vorzieht, ist der Dualsense Controller der Richtige für euch.

Pro
  • Großartige Haptik
  • Allgemein hohe Qualität
  • Adaptive Schultertasten
  • innovative High-Tech Features
Contra
  • Nicht alle Spiele unterstützen den Controller
  • Akkulaufzeit
PS5 Dualsense Controller bei MediaMarkt

Der Klassiker: Xbox Wireless Controller

Wenn man an einen Controller für den PC denkt, denkt man in der Regel direkt an einen Xbox Controller. Lange Zeit war der Xbox 360 Controller das Go-To-Eingabegerät von PC-Zockern, mittlerweile hat ihm aber der Xbox Wireless Controller den Rang abgelaufen. Er ist mit praktisch allen Spielen kompatibel und lässt sich auf Windows PCs sehr leicht einrichten. Die Verarbeitung ist hochwertig, aber Akku-Pack und Kabel sind nicht standardmäßig enthalten und müssen gesondert gekauft werden. Wenn ihr ihn kabellos nutzen wollt, aber kein Bluetooth habt, benötigt ihr einen separat erhältlichen Adapter.

Einrichtung am PC: Verbindet den Controller einfach via Bluetooth oder USB-C Kabel mit eurem PC, registriert ihn über die "Xbox Accessories" App und ladet das Software-Update herunter (beim Update muss er über Kabel an den PC angeschlossen sein).

Fazit: Grundsolide ist das Wort, das zu diesem Controller am besten passt. Kein besonderer Schnickschnack, keine Gimmicks, einfach ein guter, schnörkelloser Controller.

Pro
  • Einfache Einrichtung am PC
  • Mit praktisch allen Spielen kompatibel
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Batterie-Pack und USB-C Kabel nicht enthalten
  • Keine/kaum besondere Features
Xbox Wireless Controller bei MediaMarkt

Günstig und vielseitig: SteelSeries Stratus XL

Wer nicht nur am PC, sondern auch gerne mit dem Tablet oder dem Smartphone spielt, bekommt mit dem SteelSeries Stratus XL einen guten Hybrid-Controller. Auch wenn er von der Verarbeitung her nicht ganz an die Qualität der Vorbilder rankommt, machen das der geringe Preis und die Flexibilität wett: Gerade mal knapp 30 Euro kostet er momentan auf Amazon.

Einrichtung am PC: Zur Einrichtung müsst ihr lediglich die entsprechende Software herunterladen und installieren. Wenn ihr ihn dann via Bluetooth verbindet, lässt das Programm, das im Hintergrund läuft, den Steelseries Stratus XL wie einen Xbox-Controller erscheinen.

Fazit: Insgesamt bekommt ihr mit dem Seelseries Stratus XL ein ordentlich verarbeitetes Gamepad, das ihr vielseitig einsetzen könnt. Vor allem wenn ihr große Hände habt, ist dieser günstige Controller einen Blick wert.

Pro
  • Sehr günstig für einen Controller
  • Auch für Mobile Gaming geeignet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Gut für große Hände
Contra
  • Nicht so hochwertig wie gängige Konkurrenten
  • Kein Kabel
  • Batteriebetrieben
SteelSeries Stratus XL bei Amazon

Razer Tartarus V2: Das etwas andere Gamepad

Der Razer Tartarus V2 ist als Steuerungs-Alternative für MMOs gedacht. Es lässt sich dank Analog-Stick aber auch für andere Spiele einsetzen. Ähnlich wie beim Xbox Elite Wireless habt ihr hier deutlich mehr Tasten als bei anderen Controllern. Der Nachteil: Zum einen ist er kabelgebunden und ihr könnt ihn nicht entspannt zurückgelehnt auf dem Sofa nutzen. Zudem ist er für Kampfspiele nicht besonders geeignet.

Einrichtung am PC: Damit ihr den Tartarus wie ein gewöhnliches Gamepad nutzen könnt, müsst ihr den einzelnen Knöpfen die richtigen Zwecke zuweisen. Das ist zwar praktisch, da ihr alles frei einstellen könnt, allerdings bedeutet das zu Beginn hohen Aufwand.

Fazit: Interessant für alle MMO-Spieler, aber wenn ihr kleine Hände habt, oder klassische Gamepads gewohnt seid, solltet ihr zu einem anderen Controller greifen.

Pro
  • Ergonomisch
  • Frei einstellbar
  • Mehr Tasten als ein gewöhnliches Gamepad
  • Gute Ergänzung zum Maus & Tastatur Setup
Contra
  • Mehr "Maus-" als "Controller-Feeling"
  • Nicht mit Konsolen kompatibel
  • Kabelgebunden
  • Obere Tasten für kleine Hände schwer zu erreichen
Razer Tartarus V2 bei Amazon

Was macht einen guten Controller aus?

Wann ist ein Controller sinnvoll? Wie eingangs erwähnt, spielt das Eingabegerät vor allem bei Kampfspielen eine wichtige Rolle. Bei diesem Genre hat man mit Maus und Tastatur einen klaren Nachteil. Es gibt aber auch Shooter, wie Halo Infinite, bei dem der Aim Assist selbst Profis am PC zum Gamepad greifen lässt.

Spiele mit komplizierten Richtungseingaben lassen sich mit einem Controller deutlich besser spielen. Außerdem könnt ihr euch mit Maus und Tastatur eher schlecht zurücklehnen und auf der Couch zocken. Solltet ihr trotzdem eine Maus bevorzugen, haben wir auch dafür einen Ratgeber:

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Was macht einen guten Controller aus? Ein Controller sollte angenehm in der Hand liegen und eine gute Haptik haben. Denn das letzte, was man bei einem Boss in Elden Ring braucht, ist ein Krampf. Zudem sollte er hochwertig verarbeitet sein und damit etwas aushalten (bitte trotzdem nicht werfen). Kabellose Nutzung und langer Akku sind Pluspunkte. Am Besten liegt ein aufladbarer Akku bei, dann braucht es keine Batterien.

Die wenigsten Controller bieten sie, wichtig ist sie trotzdem: die individuellen Einstellungsmöglichkeiten. Eigentlich ist das nur beim Xbox Elite V2 und zum Teil beim Razer Tartarus der Fall. Wer aber einmal mit einstellbarer Stick-Empfindlichkeit und zusätzlichen Rücken-Pedalen gespielt hat, wird nicht mehr zurück wollen.


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