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9,9 auf IMDb: Die für mich beste Action 2026 gibt es nicht im Kino, sondern im Streaming-Abo

Jujutsu Kaisen Staffel 3 ist für unseren Autor schon jetzt das Action-Highlight 2026. Mit drei genialen Folgen stellt der Anime aktuell alles andere in den Schatten.

Drei besonders starke Episoden reichen, um Jujutsu Kaisen Staffel 3 in den Serienolymp zu befördern. Drei besonders starke Episoden reichen, um Jujutsu Kaisen Staffel 3 in den Serienolymp zu befördern.

2026 ist eigentlich das Jahr der ganz großen Franchise-Kaliber: Marvel schickt Avengers Doomsday und Spider-Man Brand New Day ins Rennen, während Disney mit The Mandalorian und Grogu versucht, Star Wars auf der großen Leinwand wiederzubeleben. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich mein Action-Highlight des Jahres bereits gesehen habe.

Es ist Jujutsu Kaisen Staffel 3, zu sehen bei Crunchyroll.

Und ja, ich weiß: Für viele von euch ist Anime immer noch eher etwas, das man entweder seit Jahren begeistert schaut oder konsequent ignoriert. Aber genau für alle, die bislang gezögert haben, ist das hier vielleicht der richtige Moment, die Vorurteile über Bord zu werfen.

Denn was Studio MAPPA in der neuen Staffel abliefert, ist so wuchtig, kreativ und mitunter filmreif inszeniert, dass ich beim Schauen mehr als einmal dachte: Warum fühlt sich das hier alles so viel besser an als das, was Hollywood in den letzten Jahren mit riesigen Budgets produziert hat?

Spoiler-Warnung!

Dieser Artikel enthält Spoiler zur dritten Staffel von Jujutsu Kaisen.

Worum geht es in Jujutsu Kaisen überhaupt?

Falls ihr völlig neu in der Materie seid, hier die Kurzfassung: Die Welt von Jujutsu Kaisen ist bevölkert von sogenannten Flüchen – grauenhaften, oft unsichtbaren Monstern, die aus den negativen Emotionen der Menschheit entstehen. Bekämpft werden sie von Jujuzisten, Magiern mit teils abgefahrenen Fähigkeiten.

Die Hauptfigur ist der Oberschüler Yuji Itadori, der in einer Notsituation den abgetrennten Finger eines uralten Dämons verschluckt und so unfreiwillig zum Gefäß für Sukuna, den König der Flüche, wird. Um zu lernen, wie er diese tödliche Kraft kontrollieren kann, tritt Yuji einer geheimen Jujutsu-Schule bei.

Klingt im ersten Moment noch nach einer ziemlich klassischen Shonen-Prämisse, und genau so beginnt Jujutsu Kaisen auch. Doch die Serie entwickelt sich immer stärker zu einem erstaunlich düsteren Überlebenskampf, in dem längst nicht mehr garantiert ist, dass eure Lieblingscharaktere sicher durchkommen.

Im Gegenteil: Die Macher machen sehr früh klar, dass hier wirklich jeder jederzeit alles verlieren kann – und manche Figuren eben nicht mit einem heldenhaften Comeback davonkommen, sondern ganz schlicht sterben.

Video starten 1:45 Jujutsu Kaisen: Trailer zur gefeierten dritten Staffel des Anime-Hits

Das Culling Game: Worum geht es in Staffel 3?

In der aktuellen dritten Staffel ist vom unbeschwerten Schulalltag deshalb auch absolut nichts mehr übrig. Nach einem verheerenden Terrorakt in Tokio (dem Shibuya Incident in Staffel 2), bei dem zahllose Zivilisten starben und der übermächtige Mentor der Schüler, Satoru Gojo, weggesperrt wurde, herrscht in Japan das blanke Chaos.

Ein uralter Schurke namens Kenjaku hat das sogenannte Culling Game gestartet – ein tödliches Battle-Royale-Turnier, das große Teile des Landes unter gigantischen Barrieren einschließt. Jujuzisten aus der Moderne und extrem mächtige, wiedererweckte Krieger aus vergangenen Jahrhunderten sind gezwungen, sich gegenseitig zu töten, um Punkte zu sammeln. Wer Punkte hat, darf dem Spiel neue Regeln hinzufügen. Yuji und seine verbliebenen Freunde stürzen sich in dieses Gemetzel.

Das Geniale an Staffel 3 ist nun, dass sie dieses Turnier eben nicht für plattes Dauergeprügel nutzt. Stattdessen erzählt Jujutsu Kaisen darin völlig unterschiedliche Konflikte. Besonders drei Episoden zeigen für mich exemplarisch, warum an dieser Serie aktuell kaum ein Weg vorbeiführt: Episode 4 als filmreifes Rache-Epos, Episode 9 als überraschend tiefes Storytelling-Highlight und Episode 13 als pures Action-Feuerwerk.

Episode 4: Ein Rachefeldzug wie ein kleiner Kinofilm

Wenn ich nur eine einzige Folge aus Jujutsu Kaisen Staffel 3 auswählen dürfte, um jemandem die reine Wucht dieser Serie zu demonstrieren, dann wäre es wahrscheinlich Episode 4.

Im Mittelpunkt steht hier mit Maki Zenin eine vergleichsweise eher unwichtige Nebenfigur. Damit die Folge so gut funktioniert, nimmt sich die Serie zunächst die Zeit, ihre tragische Vergangenheit zu beleuchten.

Maki stammt aus dem Zenin-Clan, einer der mächtigsten Familien der Jujutsu-Welt, wurde dort aber von klein auf wie der letzte Dreck behandelt. Ohne nennenswerte Fluchkräfte geboren, galt sie in den Augen ihres Clans als wertlos.

Maki und ihre Schwester scheinen dem Tode geweiht. Maki und ihre Schwester scheinen dem Tode geweiht.

Eigentlich will Maki in dieser Episode zunächst nur Waffen aus dem Lager des Familienanwesens holen. Doch dort läuft sie direkt in eine Falle. Ihr Vater Ogi wartet bereits auf sie, ihre Zwillingsschwester Mai liegt schon blutend am Boden. Der Vater sieht in seinen beiden Töchtern zwei Versagerinnen, derentwegen er im Clan nie die Macht und Anerkennung bekommen hat, die er für sich beansprucht.

Nachdem er auch Maki niedergestreckt hat, wirft er die beiden Schwestern in ein Verlies voller Flüche und überlässt sie dort kaltblütig dem Tod. Was dann folgt, ist einer der härtesten und wichtigsten Momente der ganzen Serie: Mai opfert sich für ihre Schwester – und in Maki löst sich mit einem Schlag alles, was sie ihr Leben lang zurückgehalten hat.

Und genau hier kippt Episode 4 komplett. Aus einem Familiendrama wird plötzlich ein kompromissloser Rachefeldzug – und für mich eine der besten Serien-Episoden der letzten Jahre.

Makis Weg durch das Zenin-Anwesen fühlt sich tatsächlich wie ein kleiner, extrem brutaler Kinofilm an. Vor allem aber erinnert die Inszenierung immer wieder ganz bewusst an Quentin Tarantinos Kill Bill: in der stilisierten Gewalt, in der Coolness der Choreografie und in der Art, wie sich Maki auf engstem Raum durch ihre Gegner pflügt.

Makis Rachefeldzug erinnert eindeutig an das Finale aus Kill Bill. Makis Rachefeldzug erinnert eindeutig an das Finale aus Kill Bill.

Episode 9: Die stärkste Folge kommt fast ohne Action aus

In Episode 9 zeigt Jujutsu Kaisen, dass es auch ohne Kämpfe fantastisch sein kann. Im Mittelpunkt steht dieses Mal wieder Protagonist Yuji Itadori, der im Culling Game auf Hiromi Higuruma trifft. Ein ehemaliger Strafverteidiger, der sich früher gezielt um fast aussichtslose Fälle kümmerte, weil er es nicht ertragen konnte, bei Ungerechtigkeit wegzusehen.

Genau dieser Gerechtigkeitssinn hat ihn am Ende aber auch zerstört: Higuruma zerbricht daran, dass selbst klare Widersprüche und mangelnde Beweise seine Mandanten nicht retten, und verliert endgültig den Glauben an das System.

Aus der Begegnung zwischen Higuruma und Itadori wird ein überraschend intensives Kammerspiel. Aus der Begegnung zwischen Higuruma und Itadori wird ein überraschend intensives Kammerspiel.

Er ist ein erschöpfter, verbitterter Mann, der einmal an Recht und Fairness geglaubt hat und nun in einem tödlichen Spiel gelandet ist, das ihm fast ehrlicher vorkommt als die Welt, in der er vorher gelebt hat. Seine Kräfte passen perfekt dazu: Seine Kraft verwandelt den Kampf in einen Gerichtssaal, in dem Gewalt verboten ist und stattdessen Anklage, Beweise und Urteil über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Aus Spoilergründen will ich hier gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Higuruma konfrontiert Yuji mit den Ereignissen aus Staffel 2, und genau dadurch entwickelt sich die Folge zu einem erstaunlich emotionalen Schlag in die Magengrube.

Episode 13: Das beste Action-Spektakel, das ich seit Jahren gesehen habe

In Episode 13 rückt mit Yuta Okkotsu erneut ein ganz anderer Charakter ins Zentrum. Das Battle Royal ist in vollem Gange und Yuta muss sich mit gleich drei extrem mächtigen Gegnern gleichzeitig messen.

Ständig kommt eine neue Eskalationsstufe dazu, ständig passiert irgendein kompletter Wahnsinn, und Episode 13 gönnt euch praktisch keine Pause. Der Kampf wird immer größer, immer absurder und immer intensiver.

Episode 13 ist in Sachen Animation praktisch das Maximum dessen, was man sich wünschen kann. Episode 13 ist in Sachen Animation praktisch das Maximum dessen, was man sich wünschen kann.

Das eigentlich Beeindruckende ist aber, wie unfassbar gut das alles aussieht: Diese Folge ist Peak-Animation in Reinform. Flüssige Bewegungen, die Treffer haben brutales Gewicht, und jede neue Fähigkeit knallt mit einer solchen Wucht auf den Bildschirm, dass man stellenweise kaum glauben kann, hier gerade nur eine Serien-Episode und keinen Kinofilm zu sehen.

Während anderswo Kämpfe oft aus Standbildern und ein bisschen Effektgewitter zusammengebastelt wirken, ist Episode 13 fast schon so etwas wie eine kleine Machtdemonstration. Für mich ist das genau die Art von Action-Spektakel, bei dem man nur noch mit heruntergeklappter Kinnlade vor dem Bildschirm sitzt. Dass diese Folge auf IMDb bei fast perfekten 9,9 Punkten gelandet ist, überrascht mich kein bisschen.

Vielleicht warten 2026 noch ein paar große Blockbuster auf mich. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Jahr nichts mehr an die Wucht, die Charaktere und die pure Eskalation von Jujutsu Kaisen Staffel 3 herankommen wird. Wenn ihr auch nur ein bisschen etwas für gute Action übrig habt, dann schaut da mal rein. Wirklich.

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