Der Holomax von DigiEra ist der weltweit erste brillenlose 3D-Handheld-Tablet-Hybrid
und ich konnte ihn ausprobieren. Ihr seid über den Titel gerade genauso gestolpert wie ich? Dann gehen wir das doch mal der Reihe nach durch:
Beim Holomax handelt es sich um einen PC-Handheld rund 11 Zoll großem Display, einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln und 120 Hertz Bildwiederholrate. An Hardware verbaut die Konsole 64 GByte Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5, eine 4 TByte große SSD und einen 80-Wh-Akku. Soweit, so normal.
Außerdem soll der Handheld 2D-Inhalte ohne Brille per Knopfdruck in ein 3D-Erlebnis umwandeln. Dafür verfolgt eine Kamera die Position eurer Augen beim Spielen und passt die dargestellten Spielszenen so an, dass sie für euch dreidimensional wirken.
Und zuletzt könnt ihr am Display des Holomax per Magnet sowohl zwei Controller an den Seiten anbringen als auch eine Tastatur an der unteren Bildschirmkante. Je nach Wunsch wird aus dem Display so ein Gaming-Handheld oder ein Tablet mit ansteckbarer Tastatur.
Klingt in der Praxis nach einem Gerät, dass mehrere auf einmal ersetzen könnte – also erstmal sinnvoll. Gerade in Verbindung mit Softwares wie Moonlight, die auch Highend-Gaming per Stream ermöglichen. Handheld und Tablet zu fusionieren – der Holomax zeigt schon jetzt, dass das funktionieren kann. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Konzept mit weiteren Iterationen seine Lücke und Fans findet.
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Vor allem beim 3D merkt man aber, dass der Holomax noch in den Kinderschuhen steckt. So funktioniert das Umwandeln von 2D-Bildern beim Prototypen auf der IFA nur mit vorgegebenen Videoinhalten – und auch da erst, nachdem ich während der Demo meine Brille abgesetzt habe. Heißt aber auch: Ich konnte das Display nur verschwommen sehen. Die Qualität des 3D-Bildes kann ich also nur schwer beurteilen (-4,5 Dioptrien lassen grüßen).
Wenn der 3D-Effekt allerdings funktioniert hat und ich nah genug am Bildschirm saß, dann konnte das Gesehene durchaus überzeugen. Der Effekt kommt dem, was man aus dem Kino mit Brille kennt, tatsächlich sehr nahe. Nur selten schlug die 3D-Umwandlung fehl und ich wurde mit einem verschwommenen Bild zurückgelassen.
Hier muss DigiEra vor Erscheinen des Handhelds also noch ordentlich nacharbeiten. Zweite große Hürde, die Interessierte abschrecken dürfte: der Preis. Im Oktober soll eine Crowdfunding-Kampagne für den Handheld starten. Je nach Konfiguration werden dann rund 1.500 US-Dollar für die Konsole fällig.
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