Nostalgie ist merkwürdig. Oft verzerrt sie meine Erinnerungen und Titel wie Bomberman DS oder Spy vs. Spy entpuppen sich viele Jahre später nicht als die Meisterwerke, als die ich sie seit meiner Kindheit abgespeichert hatte. Paradoxerweise lässt sie mich gleichzeitig Titel wie TMNT 2: Back from the Sewers anhimmeln, die ich heute nicht mal herunterladen würde, wenn sie kostenlos wären.
Aber manchmal ist Nostalgie auch nachvollziehbar und das, was ich als Kind geliebt habe, gefällt mir im Erwachsenenalter fast genauso gut - auch ohne rosarote Brille. Das zeigte mir erst vor Kurzem das eigensinnige Urzeit-Spiel Dino Master, das ich für schlappe 3,50 Euro auf einer Online-Plattform wiederentdeckt und direkt gekauft habe.
Als Kind habe ich es förmlich verschlungen, doch der Blick auf den Metascore von fatalen 28 Punkten, ließ mich Böses erahnen. Aber ich sollte mich irren - und die Fachpresse vor 21 Jahren auch. Denn Dino Master hat den Test der Zeit bestanden und zeigte mir im Replay, dass ich die kleine Perle zu Recht geschätzt habe.
Als Spiele noch Spiele waren
Was ist das für ein Spiel? Dino Master erschien 2005 für den Nintendo DS und besteht im Kern aus drei Elementen: Ausgrabung, Forschung und Kampf. Ein stringentes Genre verfolgt es nicht, daher lasst mich erklären.
Ausgrabung: Der wohl aufregendste Teil von Dino Master ist eine moderne Version des Game-Boy-Klassikers Qix. Ich bereise verschiedene Teile der Erde, um in 26 Levels Fossilien auszugraben. Die werden von mächtigen Bossgegnern bewacht, darunter Riesenmotten, Riesenwürmer oder Riesenfledermäuse und auch sonst jede Form von Kleintier, nur halt im Riesenformat.
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