DirectX 12 Ultimate angekündigt, aber ihr braucht neueste Hardware

Microsoft stellt DirectX 12 Ultimate mit einer Reihe neuer und verbesserter Technologien vor. Im Fokus stehen Raytracing und Performance.

von Alexander Köpf,
19.03.2020 18:00 Uhr

Mit DirectX 12 Ultimate will Microsoft unter anderem die Kluft zwischen PC und Xbox schließen. Mit DirectX 12 Ultimate will Microsoft unter anderem die Kluft zwischen PC und Xbox schließen.

Microsoft stellt eine neue Programmierschnittstelle (API) vor. Fünf Jahre nach dem Release von DirectX 12 folgt »DirectX 12 Ultimate«. Es bringt eine Reihe neuer und verbesserter Technologien mit, um in den Genuss davon zu kommen, braucht ihr allerdings aktuellste Hardware.

Was sind die Voraussetzungen?

  • aktuelle RTX-20-Grafikkarten von Nvidia
  • Xbox Series mit RDNA2-Chip von AMD
  • AMD Navi 2.x mit RDNA2-Chip

GTX-16-GPUs, die ebenfalls auf der Turing-Architektur basieren, sind nicht für DirectX 12 Ultimate (DX12 Ultimate) geeignet. Gleiches gilt für die PlayStation 5, die trotz RDNA2-Chip generell nicht mit DirectX kompatibel ist.

Was ist neu?

  • DirectX Raytracing DXR 1.1: Mit verschiedenen Techniken wie etwa Inline-Raytracing sollen Entwickler die Möglichkeit haben, Ressourcen für die Echtzeitstrahlenberechnung effektiver zu nutzen. Auch die Qualität soll damit verbessert werden. DXR 1.1 ist dabei in Zusammenarbeit mit Nvidia entstanden.
  • Variable Rate Shading: VRS soll es Entwicklern erlauben, die Shading-Rate in einem Bild je nach Bedarf anzupassen. So kann der Fokus auf besonders wichtige Teile des Bildes gelegt und Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden.
  • Mesh Shaders: Bei der Technik sollen Szenen mit sehr hoher Objektzahl flüssiger dargestellt werden können als bisher. Umgekehrt soll somit auch ein höherer Detailgrad ermöglicht werden.
  • Sampler Feedback: Soll zu mehr Performance und besseren Ladezeiten von Texturen führen.
Nvidia RTX 3000 Ampere - Release angeblich verschoben, AMD soll der Grund sein   65     2

Mehr zum Thema

Nvidia RTX 3000 Ampere - Release angeblich verschoben, AMD soll der Grund sein

Brauchen kommende Spiele dann neue Hardware?

Kurz gesagt: Nein. DX12 Ultimate wird laut Microsoft keinen Einfluss auf die Kompatibilität von Spielen zu älterer, nicht DX12-Ultimate-fähiger Grafikhardware haben. Selbst neueste Titel werden immer noch zu DX12 kompatibel sein, selbst wenn sie Instruktionen von DX12 Ultimate verwenden.

Die neue API dürfte daher zwar Vorteile mit Blick auf die Performance und/oder Optik von Spielen bieten, wenn ihr passende Hardware besitzt, lauffähig werden die Spiele aber auch ohne diese Vorteile beziehungsweise ohne DX12-Ultimate-Hardware sein.

DX12 Ultimate soll darüber hinaus die Entwicklung von Spielen erleichtern, die für PC und Xbox Series X erscheinen, da auf die selben Befehlssätze zurückgegriffen wird.

Ab wann gibt es DX12 Ultimate? Dazu gibt es derzeit keine genauen Informationen. Wahrscheinlich wird DirectX 12 Ultimate aber mit der neuen Windows 10 Version 2004 ausgerollt, die im April oder Mai 2020 erscheinen soll.

zu den Kommentaren (60)

Kommentare(60)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen