DJI Neo im Test: Eine absolute Empfehlung für Drohnen-Einsteiger

Die DJI Neo Drohne im Test: eine klare Empfehlung für alle Einsteiger.

Die DJI Neo bietet Drohnenanfängern einen guten Start für die Fliegerei. Wer sich jedoch schon besser auskennt, wird sich schnell langweilen. Die DJI Neo bietet Drohnenanfängern einen guten Start für die Fliegerei. Wer sich jedoch schon besser auskennt, wird sich schnell langweilen.

Ich gebe es direkt zu: Mein allererster Drohnenflug trieb mir schon den Puls in die Höhe. Ist das Wetter gut genug? Ist der Startplatz sicher genug? Sind meine Einstellungen korrekt? Habe ich die Drohne richtig ausgeklappt? Dabei immer im Kopf: Bloß nichts kaputt machen.

Damals flog ich mit meiner DJI Mini 2 das erste Mal und noch bis heute bleibt vor jedem Start ein bisschen Aufregung.

Bei der DJI Neo wich diese Aufregung direkt einer Neugierde: Ohne Controller und einfach auf Knopfdruck soll sie fliegen. Und siehe da, das tut sie! Die DJI Neo überzeugt durch ihre Benutzerfreundlichkeit und smarte Modi, sodass selbst Einsteiger schnell und unkompliziert loslegen können – und das zu einem fairen Preis.

Doch wie jede Drohne gibt es auch hier Dinge, die man unbedingt beachten sollte.

Transparenzhinweis: DJI hat mir die Neo inklusive optionalem Controller für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Einstiegs-Tipp
DJI Neo
DJI Neo
Für 200 Euro bekommt ihr eine vielseitige Drohne für verschiedene Aufnahmemodi und Situationen, die Combi-Variante mit Controller erhaltet ihr für 350 Euro. Die einfache Bedienung und die smarten Modi, wie etwa den Follow-Modus, können Neulinge einfach und kreativ ausprobieren. Dabei muss man kaum befürchten, etwas falsch zu machen. Auch die robuste Verarbeitung ist ein klares Plus gegenüber anderen Drohnen, die eher mit Vorsicht transportiert werden sollten. Wer also dauerhaft in den Drohnenflug einsteigen will, kann mit der DJI Neo den ersten Schritt machen.
  • sehr leicht und robust
  • einfach Handhabung ohne Controller
  • Sprachsteuerung möglich
  • kein Führerschein notwendig
  • kurze Flugzeit
  • mäßige Aufnahmequalität
  • sehr laut, wenn sie fliegt
  • nicht besonders windfest
Bei Amazon
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision – ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos. Mehr Infos.

DJI Neo: Design und Verarbeitung

Bereits auf der IFA im September 2024 durfte ich die DJI Neo in den Händen halten und ein erstes Gefühl für die Drohne bekommen. Als ich sie nun für den Test ausgepackt habe, faszinierte mich noch immer, dass die Drohne wirklich noch leichter ist als mein iPhone 14.

Das Gehäuse ohne Verarbeitungskanten sowie die geschützten Rotoren lassen mich sofort verstehen, dass ich diese Drohne auch mal bedenkenlos in den Rucksack werfen kann. 

Normalerweise fliege ich eine DJI Mini 2, deren Rotoren ich vor jedem Start händisch ausklappen und das Gerät entsprechend transportieren muss, um sie nicht zu beschädigen.

Der Lieferumfang der DJI Neo in der Kombo-Variante. Der Lieferumfang der DJI Neo in der Kombo-Variante.

So fliegt man mit der DJI Neo

Wie jede DJI-Drohne muss auch die Neo vor Start einmalig mit der DJI Fly App verbunden werden. Neben der Möglichkeit, die Drohne direkt per Kabel mit einem Laptop zu verbinden, ist die App auch der Speicherort für eure Aufnahmen. Einen SD-Kartenslot gibt es nicht. 

Bestellt ihr die Combo-Variante, könnt ihr auch mit Controller fliegen, aber die Steuerelemente an der Neo sowie die entsprechenden Modi sind die eigentliche Besonderheit des Geräts. 

Von der Hand aus startend, könnt ihr die Drohne in sechs verschiedenen Modi entweder für einen kurzen Zeitraum oder länger fliegen lassen. Seid ihr fertig mit euren Aufnahmen, haltet ihr die Hand unter das Gerät und sie landet dank ihrer Sensoren wieder sicher in eurer Hand.

Der Akku hält dabei zwischen 15 und 20 Minuten.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich konnte die DJI Neo für rund zwei Wochen ausgiebig testen. Dabei habe ich sowohl Indoor- als auch Outdoor-Flüge unternommen. Die Windbedingungen waren normal bis windig.

Technische Daten
  • Startgewicht: ca. 135 g
  • Maße: 130 × 157 × 48,5 mm (L×B×H)
  • Max. Steiggeschwindigkeit: 0,5 m/s (Cine-Modus), 2 m/s (Normalmodus), 3 m/s (Sportmodus)
  • Max. Sinkgeschwindigkeit: 0,5 m/s (Cine-Modus), 2 m/s (Normalmodus), 2 m/s (Sportmodus)
  • Horizontale Höchstgeschwindigkeit (auf NHN, bei Windstille): 6 m/s (Normalmodus), 8 m/s (Sportmodus), 16 m/s (Manueller Modus)
  • Max. Starthöhe: 2000 m
  • Max. Flugzeit: ca. 18 Min.
  • Max. Schwebezeit: ca. 18 Min.
  • Max. Flugdistanz: 7 km‌
  • Windwiderstandsfähigkeit: 8 m/s (Windstärke 4)
  • Betriebstemperatur: -10 °C bis 40 °C
  • Navigation: GPS + Galileo + BeiDou
  • Schwebegenauigkeit Vertikal: ±0,1 m (mit Sichtpositionierung), ±0,5 m (mit GNSS-Positionierung)
  • Schwebegenauigkeit Horizontal: ±0,3 m (mit Sichtpositionierung), ±1,5 m (mit GNSS-Positionierung)
  • Interner Speicher: 22 GB
  • Klasse: C0 (EU)
  • Kamerasensor: 1/2-Zoll-Bildsensor
  • Objektiv: 117,6° Sichtfeld, entspricht Format 14 mm, f/2,8, 0,6 m bis ∞ Fokus
  • ISO-Bereich: 100 bis 6400 (Autom.), 100 bis 6400 (Manuell)
  • Max. Bildgröße: 12 MP Foto, 4000 × 3000 (4∶3), 4000 × 2256 (16∶9)
  • Videoauflösung: 4K bei 30 fps, 1080p bei bis zu 60 FPS
  • Kapazität: 1435 mAh
  • Ladezeit: ca. 60 Minuten, um drei Akkus gleichzeitig von 0 % auf 100 % zu laden
  • Unterstützt keine Speichererweiterung mit einer externen SD-Karte
Preis und Verfügbarkeit

Die DJI Neo ist bereits bei verschiedenen Online-Händlern verfügbar. Das Standard-Modell kostet rund 200 Euro, für die Combo-Variante mit Controller fallen 350 Euro an.

Rechtliche Hinweise

Denkt bitte daran, dass das Fliegen von Drohnen in Deutschland stark reguliert wird.

  • Seit dem 1. Januar 2021 ist man dazu verpflichtet, bei Drohnen eine passende Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sollte die Drohne mal verloren gehen oder Beschädigungen bei Dritten verursachen, kann es ansonsten unangenehm teuer werden.
  • Die Drohne sollte erst ab einem Alter von 16 Jahren geflogen werden und muss online registriert werden.
  • Beachtet darüber hinaus, wo ihr in eurer jeweiligen Region fliegen dürft. Es gibt diverse Anbieter im Netz, die euch erlaubte Zonen auf ihren Karten anzeigen.

Einfach fliegen: Sechs Flugmodi für die ersten Aufnahmen

Die Modi Dronie, Kreisen, Rocket, Spotlight, Helix und Boomerang machen die ersten Aufnahmen tatsächlich zum Kinderspiel:

  • Bei Dronie fliegt die Drohne zum Beispiel automatisch rückwärts, während ihr in Sichtweite bleibt
  • Bei Spotlight bleibt sie in der Luft stehen und filmt euch bei euren Bewegungen.

Jeder Modus kann per Knopfdruck geändert und auch in der App individuell bearbeitet werden. Alle Modi sowie die Landung haben im Test jedoch fehlerfrei funktioniert. 

Auch wenn es wirklich Spaß gemacht hat, sich durch die Modi zu probieren und zu schauen, was die Drohne nun tut, muss man ein wenig üben, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Drohne nun aufnehmen wird.

Da man sie auch ohne Controller fliegen kann, fehlt dann aber das Display zur etwaigen Korrektur von Flugbahn oder Winkel.  Das könnte Profis beim eigenen Flug frustrieren.

Auch die Aufnahmequalität dürfte ein Manko für sie sein: Die Aufnahmen waren in der Qualität zwar okay, jedoch können diese mit den Aufnahmen der Profimodelle nur schwer mithalten.

Zudem ist die Akkuleistung verhältnismäßig knapp und man spürt förmlich, dass die Neo ganz schön Kraft aufbringen muss, um in der Luft zu bleiben, was die Lautstärke hochtreibt. 

Was Anfänger über die DJI Neo wissen müssen

Zuerst gilt auch für die DJI Neo das geltende Recht für die Nutzung von Drohnen. Wir verweisen hier gerne auf das Update vom ADAC.

Dazu kommen ein paar technische Spezifikationen: So kann die Drohne, wenn sie etwa beim Modus Dronie rückwärts fliegt, nicht auf Sensoren vertrauen, die Zusammenstöße verhindern können. Auch neue Drohnenpiloten müssen daher unbedingt darauf achten, dass die Umgebung zum Flug geeignet ist. 

Ein weiterer Punkt ist das geringe Gewicht der Drohne, was beim Transport zwar praktisch ist, sie aber beim Outdoor-Test zum sprichwörtlichen Fähnchen im Wind machte. Zwar kriegen die meisten Drohnen bei starkem Wind Probleme, ihre Stabilität zu halten, aber mir schien, dass die größeren Modelle, wie meine DJI Mini 2, deutlich weniger Probleme damit hat, sich gegen leichten Wind zu behaupten. Die DJI Mini 2 kostet mittlerweile auch nur noch 279 Euro, was vergleichsweise ein eher kleiner Sprung ist.

Solltet ihr euch die DJI Neo kaufen?

Die DJI Neo passt zu euch, wenn ihr …

  • … unsicher seid oder eine Drohne sucht, mit der ihr erste Flugerfahrungen machen könnt.
  • … eine Drohne wollt, die ihr ohne Controller fliegen und einfach transportieren könnt. 
  • … auch mit moderaten Foto- und Videoaufnahmen zufrieden seid. 
  • … oft alleine reist oder mit wenig Gepäck reist, aber nicht auf Aufnahmen verzichten wollt. 
  • … ihr keine Lust habt, mehr als 200 Euro für eine Drohne auszugeben.

Mögliche Alternativen zur DJI Neo:

  • Die DJI Mini 4K eignet sich, wenn ihr euch schon an größere Drohnen traut und direkt in das gehobene Anfängersegment einsteigen wollt. Sie ist eine kleinere Variante der DJI Mini 3, die wir auch schon einmal getestet haben. Der Preisunterschied der DJI Mini 4K zur DJI Neo ist auch nicht allzu groß und beträgt aktuell nur 70 Euro.
  • Die HOVERAir X1 könnte eine gute Wahl sein, wenn ihr eine andere Portraitdrohne als das DJI Modell wollt. Diese ist im Preis jedoch deutlich höher und in den Features nahezu gleich und nur für wirkliche DJI-Kritiker zu empfehlen. Diese konnten wir allerdings noch nicht testen.
  • Die DJI Mini 2, die ich eingangs erwähnte, ist zwar meine persönliche Hausdrohne, aber hängt in den Leistungen mittlerweile den neuen Modellen etwas nach. Diese könnt ihr für 460 Euro erwerben, verwechselt sie bitte jedoch nicht mit dem verkleinerten Modell DJI Mini 2 SE, die zwar günstiger ist, aber noch weniger Features bietet.

Preis-Leistungs-Verhältnis und Award

Insgesamt macht die DJI Neo schon Spaß! Für 200 Euro, die sich vielleicht in naher Zukunft nochmal etwas reduzieren dürften, bekommt ihr eine solide verarbeitete Anfängerdrohne für die ersten Flugversuche im großen Garten oder auf dem Feld.

Die DJI Neo erhält von uns daher einen Einsteiger-Award. Im Vergleich zu anderen Portrait-Drohnen zahlt ihr deutlich weniger Geld für ein rundum Paket von DJI. Abstriche gibt es bei der Qualität, der Laufzeit und der Lautstärke, aber für Anfänger nach wie vor etwas, um sich in ein neues Hobby einzufinden.

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.