Überraschungen sind überschätzt. Zumindest für einen Pedanten wie mich. Ich mag Verlässlichkeit, Routine, Ordnung. Vielleicht stehe ich deshalb seit über 30 Jahren auf japanische Rollenspiele.
Da überrascht vielleicht mal die Story, aber alles andere folgt streng traditionellen Mustern. Überzeichnete Charaktere, lineares Storytelling, opulente Bosskämpfe und natürliche eine Oberwelt, die sich erst im Spielverlauf sukzessive öffnet.
Unter all diesen Traditionalisten ist Dragon Quest der Obertraditionalist. Da bekämpft ihr im selbst im elften Serienteil noch die gleichen Knubbelmonster wie im ersten und besucht zum Speichern immer noch eine Kirche. So muss das. Und jetzt haben wir es hier mit einem Remake von Dragon Quest 7 zu tun, das 2001 für die erste PlayStation erschien und bereits 2016 eine Neuauflage für den Nintendo 3DS spendiert bekam.
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Dragon Quest 7 Reimagined: Trailer zur Neuauflage des JRPG-Klassiker
Insofern verwundert es nur so mittel, dass sich Dragon Quest 7 Reimagined modernen Rollenspielgepflogenheiten so hart verweigert wie ich mich dem Besuch eines Volksmusikkonzerts. Das macht es nicht zu einem schlechten Rollenspiel, im Gegenteil! Aber zu einem Rollenspiel, bei dem ihr ganz genau wissen solltet, auf was ihr euch einlasst.
Leicht verdauliche Story-Häppchen, gewürzt mit Zeitreisen
Zum Beispiel auf eine Story, die mehr Klischees abfeuert als jede Seifenoper. Die Geschichte beginnt im verschlafenen Nest Buttsbüttel, das eurem selbstbenannten Helden viel zu … nunja … verschlafen ist, weshalb er gemeinsam mit seinem Freund und Königssohn Grismar aus dem langweiligen Alltag ausbrechen und die Welt erkunden möchte.
Dabei treffen sie neue Gefährten, die sich ihnen anschließen, bereisen die Welt erst zu Fuß, dann per Schiff und später sogar fliegend und decken dabei selbstverständlich eine gewaltige Bedrohung auf, die nur sie stoppen können. Zwei Besonderheiten heben die Story dann aber doch aus dem JRPG-Einheitsbrei:
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