Mein Leben lang habe ich mit einem herkömmlichen Staubsauger gesaugt: Ausgerechnet zwei LEDs am Akkusauger erleichtern mir das Saubermachen ungemein

Ausgerechnet die Komfortfunktionen eines Akkusauger haben mich überzeugt – meine Frau hingegen weniger.

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Unter der Haube ist der Akkusauger Dreame V20 Pro ein wenig schwächer als ein klassischer Staubsauger. Dafür besitzt er Komfortfunktionen, die ich nicht mehr missen will. Doch gerade, wenn man schon immer mit herkömmlichen Staubsaugern gearbeitet hat, finden sich einige Nachteile.

Zur Einordnung: Ob sich ein Akkusauger für euch lohnt, hängt stark von der Wohn- und Familiensituation ab. Ich wohne mit meiner Frau in einer 84 Quadratmeter großen Wohnung mit Parkett- und Laminatböden. Wir besitzen weder Kinder noch Haustiere.

Akkusauger Dreame V20 Pro: Das hat mir gefallen

Kein Motor hinterherziehen mehr

Oh, welch süße Freiheit! Egal, ob ich als Erwachsener die Wohnung sauge oder als Teenager mein Zimmer: Die Bodeneinheit hat mich schon immer genervt. Ständig blieb sie an Möbeln hängen.

Bei einem Akkusauger passiert das nicht mehr. Motor und Staubbehälter sitzen direkt oben am Griff.

  • Ich bin wesentlich mobiler.
  • Ich muss den Stecker nicht umstöpseln, wenn das Kabel nicht reicht.

Diese Freiheit kommt nicht kostenfrei. Der Akku war bei mir zuhause der größte Streitpunkt, doch dazu gleich mehr.

Der Akkusauger braucht seinen Platz für eine Ladestation. Das sollte vor dem Kauf mit eingerechnet werden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Der Akkusauger braucht seinen Platz für eine Ladestation. Das sollte vor dem Kauf mit eingerechnet werden. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Spontanes Saugen macht den Alltag leichter

Läuft jemand mit dreckigen Schuhen durch die Wohnung, kann ich entweder das Kehrblech holen oder meinen Staubsauger aus dem Schrank wuchten, um sauberzumachen.

Ein Akkusauger gibt mir die Möglichkeit, Dreck, den Kinder und Haustiere verursachen, mal eben schnell wegzusaugen. Das Gerät steht geladen in seiner Station und ist quasi allzeit einsatzbereit

Das Licht ist ein Segen

Der Dreame V20 Pro hat an seinen Saugköpfen türkise Lichter montiert, die den Boden vor dem Sauger beleuchten.

Ich weiß, was ihr jetzt denkt und ich dachte das zunächst auch: Wer braucht denn sowas? Nach nur einem Putzdurchgang durch meine Wohnung will ich die aber nicht mehr missen.

Selbst bei Tageslicht erkennt man Dreck und Krümel sehr viel besser. Ich empfinde das als eine immense Erleichterung. Für Leute, die vielleicht nicht so gut sehen wie ich, könnte diese Funktion (die übrigens nicht wenige Akkusauger besitzen) das Leben vereinfachen.

Video starten 0:24 Dreame V20 Pro: Mithilfe von Licht sieht man endlich jeden Krümel auf dem Boden

Das Licht hat aber auch eine Schattenseite: Staub, den man beispielsweise mit Hausschuhen festgetreten hat, sieht man auch. Das sorgte bei uns daheim für Unmut, denn das suggeriert, der Akkusauger würde gar nicht alles aufsaugen (in Wirklichkeit muss man einfach mal wieder nass durchwischen).

Extrem leichtgängig

Die breiten Saugaufsätze – egal, ob Akku oder klassisch – besitzen ein Gelenk, mit dem man leicht über den Boden fahren kann. Speziell der Dreame V20 Pro ist extrem leichtgängig.

Ich muss nur das Handgelenk drehen und fahre fast einen 90-Grad-Winkel.

Darum ist das wichtig: Dadurch, dass man den Motor ständig mitträgt, wird der Sauger mit der Zeit schwer (einer meiner Kritikpunkte). Das leichtgängige Gelenk federt das Problem stark ab. Ich erwische mich regelmäßig dabei, wie ich mehr sauge, als ich eigentlich wollte, weil es mir so locker aus dem Handgelenk geht.

2-in-1-Staubsauger

Per Knopfdruck kann ich wahlweise das lange Saugrohr einfach in der Station stehen lassen und nur den oberen Teil abnehmen. Dadurch habe ich im Handumdrehen einen Handstaubsauger, um beispielsweise die Arbeitsfläche in der Küche abzusaugen.

Nicht so toll: Das Rohr ist an der Unterseite relativ dick, wodurch man ohne Aufsatz Krümel fast senkrecht von oben einsaugen muss. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Nicht so toll: Das Rohr ist an der Unterseite relativ dick, wodurch man ohne Aufsatz Krümel fast senkrecht von oben einsaugen muss. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Zusätzliches Gelenk zahlt sich aus

Das hat der Dreame V20 Pro zu eigen: Am Saugrohr besitzt das Gerät einen Schalter, mit dem man ein zusätzliches Gelenk freigeben kann.

Mit dem zusätzlichen Gelenk kommt man beim Saugen sehr viel leichter unter Möbel, wie beispielsweise das Bett.

Video starten 0:16 Dreame V20 Pro: Ein zusätzliches Gelenk am Saugrohr vereinfacht das Saugen erheblich

Das mag wie eine Komfortfunktion aussehen, hat aber einen ganz praktischen Hintergrund. Leute, die sich nicht mehr tief bücken, geschweige denn am Boden liegen können, kommen so bequem an schwer erreichbare Stellen.

Das ist ein Gewinn. Ich hingegen freue mich, nicht mehr am Boden herumkrebsen zu müssen.

Akkusauger Dreame V20 Pro: Das hat mir nicht gefallen

Der Akku ist (immer noch) ein Flaschenhals

Der größte Diskussionspunkt zwischen meiner Frau und mir ist einer, der sich nicht beschönigen lässt.

Ein Akkusauger hat eine begrenzte Laufzeit, ein klassischer Staubsauger nicht.

Für uns war wichtig herauszufinden, ob eine Akkuladung reicht, um die ganzen 84 Quadratmeter plus Couch zu saugen.

  • Auf höchster Stufe ist der Akku in 6 bis 7 Minuten leer.
  • Im automatischen Modus bekomme ich die Wohnung sauber, wenn ich mich beeile, aber ohne die Couch.
  • Auf niedrigster Stufe schaffe ich die Wohnung spielend.

Neben der Akkustandsanzeige sehe ich auf dem Display auch, mit welcher Saugkraft das Gerät arbeitet: weiß bedeutet niedrig, rot hoch; grün markiert den Automatikmodus. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Neben der Akkustandsanzeige sehe ich auf dem Display auch, mit welcher Saugkraft das Gerät arbeitet: weiß bedeutet niedrig, rot hoch; grün markiert den Automatikmodus. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Meine Erkenntnis: Ich muss lernen, anders zu saugen. Ich besitze einen Staubsaugerroboter, der im Schnitt ein- bis zweimal pro Woche durch die Wohnung fährt. Konzentriere ich mich nur auf die Stellen, die er nicht erreichen kann, und sauge sonst nach Bedarf, reicht das aus.

Eine zweite Möglichkeit: Man kann, sofern man mehrere Akkupacks besitzt, den Akku auch austauschen und die Laufzeit somit spielend vervielfachen.

Im Handstaubsauger-Modus wird das Gerät schwer

Ich habe den gelenkigen Kopf vorher bereits erwähnt. Der nimmt viel Arbeit mit dem sonst recht schweren Gerät (ohne Rohr und Kopf immerhin noch rund ein Kilo) ab.

Wenn ich ausgiebig die Couch und die Kissen absauge, lahmt mir aber irgendwann der Arm. In diesem Fall tausche ich eine nervige Bodeneinheit gegen einen Tennisarm.

Man kann das Gerät nicht mal eben abstellen

Das ist eine unpraktikable Eigenheit des Dreame V20 Pro. Wenn ich den Sauger abstellen will, geht das nur in der Station. Andernfalls muss ich ihn hinlegen.

Das ist kein Dealbreaker, aber er nervt. Man muss eben doch dann und wann etwas aus dem Weg räumen oder pausieren, weil jemand aus der Küche gerufen hat.

Was mir sonst aufgefallen ist

Die nachstehenden Punkte sind weder Pro noch Kontra, sondern einfach Dinge, die mir aufgefallen sind.

  • Rasseln im höchsten Modus: Vielleicht ist das eine Eigenheit von meinem Gerät, aber es rasselt auf höchster Stufe. Das hindert mich nicht am Saugen, aber irritierend ist es schon.
  • Der kleine Staubbehälter ist kein Problem: Ein halber Liter für Staub klingt recht wenig, aber in vier Wochen Laufzeit habe ich den Behälter lediglich einmal geleert.

Fazit

Wir haben 2025 und ich habe mich gefragt, wieso ich meinen Staubsauger immer noch hinter mir herziehe. Daraus war die Idee geboren, endlich mal einen Akkusauger als Alternative auszuprobieren.

Ist ein Akkusauger ein Ersatz für einen herkömmlichen Staubsauger? Nein. Diese Antwort mag hinsichtlich der vielen Komfortfunktionen überraschen. Akkusauger sind wahnsinnig praktisch, aber noch sind die keine Konkurrenz für den Klassiker.

  • Durch einen Akku gehe ich immer Kompromisse ein, spätestens bei einem Haus reicht eine Ladung nicht mehr aus.
  • Akkusauger sind anfällig, weswegen sie in Haushalten mit Kindern und Haustieren als Ergänzung dienen.
  • Akkusauger besitzen nicht dieselbe Saugkraft.

Und trotzdem nehme ich den Dreame V20 Pro gerne bei mir auf. Bei mir stimmen die Umstände, nämlich eine moderat große Wohnung, keine Haustiere oder Kinder und ich besitze einen Staubsaugerroboter.

Das sind optimale Voraussetzungen, um mit einem Akkusauger als Hauptgerät auszukommen. Ich muss nur mit seiner Energie haushalten.

Besitzt ihr selbst einen Akkusauger zuhause? Seid ihr zufrieden? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

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