Ich durfte den neuen Thermomix TM7 vier Wochen lang testen. Mein Fazit nach einer Woche habt ihr bereits gelesen. Ich bewerte den Tausendsassa in der Küche jetzt noch einmal neu nach einem Monat. Wie hat sich mein Eindruck verändert?
Ich werde die Basics zum TM7 nicht noch einmal aufrollen; das lest ihr im oben verlinkten Fazit nach sieben Tagen. In diesem Artikel geht es vor allem um:
- Wie hat sich der Thermomix im täglichen Gebrauch bewährt?
- Was macht er gut und wo ist Verbesserungspotenzial?
- Für wen lohnt sich die Begleit-App Cookidoo?
- Wem kann ich den Thermomix überhaupt empfehlen?
Ach so, am Ende des Artikels verrate ich euch noch meine liebsten Rezepte aus Cookidoo. Ihr sollt ja nicht hungrig zurückbleiben (hehe).
Zur Einordnung ein paar Worte zu mir: Ich koche in der Regel an fünf von sieben Tagen in der Woche und das seit vielen Jahren. Ich würde mich selbst als fortgeschrittenen Hobbykoch bezeichnen. Dementsprechend ist diese Kolumne gefärbt.
Thermomix TM7: Wie hat er sich im täglichen Gebrauch bewährt?
Nach einer Woche sind mir allerhand positive Dinge aufgefallen, von denen die meisten immer noch zutreffen.
- Die Bedienung bleibt kinderleicht, auch, weil die Software übersichtlich und intuitiv gestaltet ist.
- Die Feature-Vielfalt wird selbst nach einem Monat nicht weniger. Ich habe nicht das Gefühl, das Gerät auch nur annähernd ausgeschöpft zu haben.
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Um es kurz zu machen: Der TM7 verrichtet seine Arbeit tadellos. Rein qualitativ sind die Ergebnisse eine Eins mit Sternchen – sofern ihr wisst, was ihr tut.
Wenn ich mit irgendetwas nicht zufrieden war, dann lag es immer am Rezept und nicht am Gerät. Ich will hier nicht zu viel vorwegnehmen, denn Cookidoo beackere ich in seinem eigenen Teil des Artikels.
Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Keines der 20 Features ist ein Alibi. Sicher, ob ich meine Frühstückseier jetzt mit dem Thermomix koche oder im Topf, hängt von mir ab. Nichtsdestotrotz muss ich bei keiner Funktion Kompromisse eingehen. Das, was man sieht, ist auch das, was man bekommt.
In den Kommentaren unter dem Fazit nach einer Woche kamen immer wieder Unkenrufe, dass der Thermomix mir ja kein Schnitzel braten und Pommes frittieren kann.
Mal davon abgesehen, dass das Humbug ist, kann das Gerät tatsächlich komplette Gerichte mit wenig eigenem Zutun herstellen. Ja, in einem begrenzten Rahmen, aber wenn ich wirklich mal keinen Bock habe, zu kochen, suche ich mir ein Rezept aus, wo Beilage, Gemüse und Fisch/Fleisch auf einmal zubereitet werden. Das ist definitiv eines meiner Highlights.
Unsicher war ich mir auch hinsichtlich der Bratfunktion – im Nachhinein unbegründet. Ich habe eine Bolognese ausprobiert, bei der das Rezept nicht der Hit war, aber das Anbraten funktioniert tadellos bei einer Hitze von bis zu 160 Grad Celsius.
Ich persönlich habe bloß gerne mehr Kontrolle darüber, wie braun das Fleisch oder wie stark gedünstet meine Zwiebeln werden. Hier spricht aber definitiv der eigene Anspruch aus mir. Ich habe beispielsweise auch karamellisierte Zwiebeln mit dem TM7 gemacht und die waren einwandfrei.
Gemüse oder Fleisch anbraten ist neu im TM7 und nimmt noch einmal zusätzlich Arbeit ab. (Bilder: Maxe S., GameStar)
Im zweiten Bild zeigt sich übrigens eines der Probleme mit Cookidoo. Das Gemüse war für besagte Bolognese gedacht, nach einmaligem Zerkleinern blieben aber immer noch ganze Karottenscheiben zurück. Man muss also je nachdem nochmal nachfassen.
Zweimal ist mir der Thermomix übrigens abgeschmiert. Genauer gesagt hatte der Bildschirm einen Freeze. Das war nicht weiter schlimm, aber unerwähnt lassen will ich es nicht. Ich konnte auch nicht zuverlässig reproduzieren, woran es lag.
- Ich habe das Gerät heruntergefahren und vom Strom genommen.
- Nach dem Hochfahren hatte sich Cookidoo den letzten Schritt gemerkt und ich konnte einfach von da weitermachen. Nice!
Thermomix TM7: Der Pizzateig
Weil viele von euch in den Kommentaren nach einem Pizzateig verlangt haben, gebe ich ihm eine eigene Zwischenüberschrift.
Als Rezept habe ich den beliebtesten und bestbewertsten Pizzateig im Cookidoo-Katalog verwendet (4,9 Sterne bei 24K Bewertungen).
Ich war zunächst skeptisch, ob der Teig gut zusammenkommen würde. Immerhin habe ich die Zutaten im Grunde nur in den Mixbecher geworfen. Am Ende war alles jedoch einwandfrei vermixt, besser und vor allem schneller, als ich es mit Hand oder dem Handrührgerät je könnte.
Der Hefeteig ist sehr gut aufgegangen. (Bilder: Maxe S., GameStar)
Von der Dame, die mir eine Einweisung hinsichtlich des TM7 gegeben hat, habe ich einen nützlichen Trick gelernt.
Um Teig- oder Essensreste vom Messer zu bekommen, lasse ich den Thermomix manuell wenige Sekunden auf maximaler Stufe laufen. So werden alle Reste an den Rand des Bechers geschleudert und ich kann es leichter mit dem Spatel herausschaben.
Der Teig war am Ende einwandfrei und so auch die Pizza. Logisch, es gibt Pizzateig-Profis da draußen, die ihr ganz eigenes Rezept haben, aber das Exemplar aus Cookidoo war tadellos und das Ergebnis lecker – auch wenn ich keinen Schönheitspreis mit meiner Mafiatorte gewinnen werde.
Im Zuge dessen habe ich eine weitere Entdeckung gemacht: Der Thermomix eignet sich hervorragend als Küchenmaschine zum Backen. Alles, was beispielsweise eine KitchenAid-Maschine kann, kann der TM7 (und jedes andere Modell) auch. Besäße ich den TM7, würde ich ausnahmslos jeden Teig damit machen.
Das ist ein großer Vorteil, denn jeder (Hobby-)Koch weiß: Backen ist nicht Kochen.
Unter der Last eines ganzen Pizzateiges habe ich ein Video aufgenommen, um zu testen, ob die Station dazu bringen kann, über meine Arbeitsplatte zu »wandern«. Spoiler: Nein, konnte ich nicht.

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