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»Ihr müsst euch den dritten Akt selbst zusammenbauen« - Fans von Anno 117 haben die Bausteine gefunden, mit denen die Story wirklich endet

Wo ist der dritte Akt von Anno 117? Fans sind sich inzwischen sicher, dass die Story geschnitten wurde - aber es scheint noch Inhalte zu geben, die einst dazu gehört haben.

Die Kampagne von Anno 117 erscheint den meisten Fans unvollständig. Dabei hätten einige Aktivitäten noch sehr gut in die Story gepasst. Die Kampagne von Anno 117 erscheint den meisten Fans unvollständig. Dabei hätten einige Aktivitäten noch sehr gut in die Story gepasst.

Der Storymodus von Anno 117 fühlt sich wie eine zu lange Dankesrede bei den Oscars an. Gefühlt ist man noch mittendrin und plötzlich wird man fortgescheucht. Fans sind seit dem Release mindestens erstaunt und oft sogar richtig angefressen, dass die Kampagne so unverhofft zu Ende geht.

Sehr viel spricht dafür, dass der dritte Akt von Anno 117 wohl gestrichen wurde. Die Story baut viele Themen auf, führt davon aber kaum eines zu Ende. Letztlich steht man etwas perplex wieder in Latium und fragt sich, ob da eigentlich jetzt noch was kommt.

Dafür spricht übrigens auch, dass es so einige Endgame-Aktivitäten gibt, die gut in den dritten Akt gepasst hätten. Die Fans haben kürzlich eine kleine Liste zusammengestellt, mit einer Reihe an Bausteinen, aus denen ihr euch den dritten Akt selbst zusammenfügen könnt.

Kleine Spoilerwarnung für die Kampagne ab hier

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Das war wohl mal der dritte Akt

In Anno 117 legen wir zwar in Latium los, müssen dann aber bald nach Albion übersetzen. Dort gilt es, die rebellische Voada zu bezwingen oder zu besänftigen, woraufhin wir nach Latium zurückkehren dürfen. An diesem Punkt ist die Story vorbei. Der Kaiser verleiht uns ein paar Lorbeeren und überlässt uns unserem Endlosspiel.

Das wirkt abgehackt. Folgende Endgame-Herausforderungen können die Story zumindest aber am Leben halten und sollten das vermutlich sogar mal:

  • Besiegt Caeso Syracus: Der Pirat in Latium wird zu Beginn der Kampagne als Schurke aufgebaut. Er misshandelt seine Sklaven und versklavt sogar römische Bürger. Obendrein scheint er irgendwie mit dem Kaiser unter einer Decke zu stecken. Die Story wird aber nie wieder aufgegriffen. Wir finden, ihr solltet ihn dafür zur Rechenschaft ziehen! Ziel wäre es sicher gewesen, im dritten Akt auch Caeso zu besiegen oder womöglich ebenfalls ein Bündnis mit ihm zu schließen.
  • Das Amphitheater bauen: Das werden viele sowieso auf dem Schirm haben, aber sicherlich wäre der Bau des Colosseums ebenfalls im dritten Akt notwendig gewesen. Immerhin sieht man die Überreste des alten Amphitheaters bereits, wenn man Juliana das erste mal besiedelt. Da wird es sicher zur Story gehört haben, hier ein neues zu errichten.
  • Die Ruinen beseitigen: Und falls ihr noch nicht alle Ruinen auf Juliana beseitigt habt, solltet ihr das ebenfalls tun. Ihr bekommt dadurch vor allem neuen Platz auf der Insel. Aber auch das wirkt wie eine Beschäftigung, der man im dritten Akt hätte nachkommen sollen.
  • Calidus bezwingen: In der Kampagne reißt sich der Legat Calidus nach dem Tod des Kaisers einfach die Krone unter die Nägel und die eigentliche Thronfolgerin Julia Augusta muss sich absetzen. Es wirkt seltsam, dass das nie wieder zur Sprache gebracht wird. Um die Story befriedigend abzuschließen, müsst ihr gegen den Kaiser rebellieren, ihn bezwingen und durch Julia August austauschen. Aber Achtung! Das ist verdammt schwer. Unser Guide hilft euch dabei.

Es kann auch gut sein, dass spätestens die Ägypten-Erweiterung im Herbst die Story auch nochmal ein wenig aufgreift. Wir rechnen aber nicht damit, dass noch wirklich ein dritter Akt nachgereicht wird. Damit sind diese paar Aktivitäten wohl alles, was noch einigermaßen den Eindruck einer vollständigen Geschichte vermittelt.

Es gibt noch viel mehr Hinweise

Auch abseits dieser Aktivitäten, die zweifelsohne sowieso für das Endgame geplant waren, deutet viel darauf hin, dass die Story nie abgeschlossen wurde. Ein Fan deutet zahlreiche weitere Details heraus, die erst auftauchen und dann ohne Auflösung wieder verschwinden:

  • Es gibt wohl Hinweise darauf, dass auch der Vater von Marcus beziehungsweise Marcia irgendwie mit Caeso unter einer Decke steckt. Das scheint vor allem in der Story von Marcus eine größere Rolle zu spielen und erklärt auch, weshalb seine Geschichte im Vergleich zu der von Marcia so oberflächlich erscheint.
  • Wieso ist der Kaiser gestorben? Zumindest in einer Variante der Story wird der Kaiser von einem Sklaven ermordet. Dieser Mord wird aber nie aufgegriffen. Man lässt es einfach dabei bewenden.
  • Julia wird nach dem Tod ihres Mannes zu Concordia geschickt. Concordia ist später auch ein Rivale in Latium. Vermutlich hätte es mit ihr noch mehr Interaktionen geben können.
  • Unter den Ruinen in Latium liegen einige Questitems, die dann nie zum Einsatz kommen. Lediglich den bronzenen Bullen können wir nutzen, um in Albion eine Quest für Arthr zu erfüllen. Die anderen Objekte verstauben für immer im Inventar.

Es ist schon ein Jammer, dass die Kampagne von Anno 117 scheinbar aus Zeitgründen von den Entwicklern fallengelassen wurde. Immerhin war der Anfang eigentlich ziemlich vielversprechend und interessant. Dann wurde aber alles unheimlich schnell abgewickelt. Auch die Befreiung von Ben-Baalion wirkt komplett übereilt. Vielleicht erfahren wir irgendwann, was da hinter den Kulissen abgelaufen ist.

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