Düstere Prognose des Nothing-Chefs: Künftige Handys werden entweder teurer – oder technisch schlechter

Die Speicherkrise wird sich laut Carl Pei deutlich auf den Preis oder die Leistung kommender Smartphones auswirken.

Handys könnten bereits in diesem Jahr bis zu 30 Prozent teurer werden. (Bildquelle: Marinus MartinGameStar Tech) Handys könnten bereits in diesem Jahr bis zu 30 Prozent teurer werden. (Bildquelle: Marinus Martin/GameStar Tech)

Seit Monaten ist die Speicherkrise ein beherrschendes Thema. Immer weiter steigende Preise für Speichermodule wirken sich auf viele Bereiche aus. Neben PC-Herstellern stehen auch Hersteller von Smartphones vor einer schwierigen Aufgabe.

Carl Pei, seines Zeichens Chef der Handymarke Nothing, hat auf X eine düstere Prognose für die nächsten Jahre veröffentlicht.

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Hersteller haben zwei Optionen, die Krise zu meistern

Für Pei haben Hersteller nur zwei Optionen, auf steigende Preise bei Speichermodulen und anderen Komponenten zu reagieren:

  • Verteuerung der Smartphones um bis zu 30 Prozent gegenüber heutigen Preisen.
  • Einsparungen bei den verbauten Komponenten, um den Preis zu halten.

Die jetzige Situation sei einzigartig, so Pei. Bisher ging man davon aus, dass Komponenten mit der Zeit günstiger werden würden. Dies erlaubte Firmen, die Kosten von Handys stabil zu halten und trotzdem Verbesserungen bei der Hardware einzubauen.

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Mit dem Aufkommen von KI hat sich die Situation deutlich verändert. KI-Datenzentren würden die gleichen Speichermodule brauchen, die auch in PC und Smartphones verbaut werden würden.

Die erhöhte Nachfrage lässt die Preise steigen. Laut Pei hat sich Speicher bereits in einigen Fällen um das Dreifache verteuert. Speicher, der für Premium-Handys vor einem Jahr noch 20 Dollar gekostet habe, würde jetzt in manchen Fällen für 100 Dollar verkauft werden.

Das Ergebnis sei ein Strukturwandel, der alle Hersteller trifft.

Marken stehen nun vor einer einfachen Entscheidung: entweder die Preise um 30 % oder in manchen Fällen sogar noch mehr zu erhöhen oder die Spezifikationen zu reduzieren. Das Modell „mehr Spezifikationen für weniger Geld“, auf dem viele preiswerte Marken aufgebaut waren, ist im Jahr 2026 nicht mehr tragbar.

Hersteller, die vor allem Einsteiger- und Mittelklasse-Handys auf den Markt bringen würden, werden große Probleme bekommen, so Pei. Diese Märkte könnten um 20 Prozent oder mehr in den kommenden Jahren schrumpfen.

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