Fast 190.000 Spieler gleichzeitigwaren kurz nach Release auf den Servern von Dune: Awakening unterwegs. Inzwischen ist der Wüstenplanet Arrakis in Funcoms Open-World-Survival-Spiel deutlich leerer. Auch deshalb, weil viele User nur noch genervt sind von der Strategie der Entwickler.
Das erste Addon namens Lost Harvest versetzt der Stimmung einen weiteren Dämpfer. Nicht nur sind die Steam Reviews des Hauptspiels von anfangs 88 auf 72 Prozent positiv gesunken; der am 9. September 2025 veröffentlichte und rund 13 Euro teure DLC wird zudem mit vernichtenden Bewertungen überzogen.
Inzwischen steht Dune: Awakening - Lost Harvest bei »größtenteils negativen« Rezensionen, nur 22 Prozent der Käufer empfehlen den Kauf. Ein Blick in die Reviews zeigt: Funcom wird beschuldigt, Kernprobleme zu ignorieren und stattdessen einen überteuerten DLC mit minimalem Inhalt zu verkaufen, der das Vertrauen der Spieler zutiefst erschüttert hat.
Zu viel Geld für zu wenig Inhalt
Die Kritik ist deutlich und betrifft mehrere Aspekte. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird als mangelhaft angesehen. Angesichts des Preises von knapp 13 Euro liefert der DLC laut Spielern nur spärlichen Inhalt. »Vier ganze Bauteile, ja, VIER!«, fasst User Yeah den Inhalt zusammen. Und KingLouie999 schreibt von »wertlosen« Rüstungen und Bonusvehikel. »Dieser DLC ist der dümmste DLC, den ich je in einem Spiel gesehen habe.«
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Der Nutzer Schakal meint: »Die vier Stücke eines neuen ›Gebäudesets‹ sind eine Schande, wir haben mehr Bauteile als Twitch-Drops bekommen.« Er sieht darin eine bedenkliche Strategie, die Funcom bereits bei Conan Exiles angewendet hat, indem es ursprünglich als DLC geplante Inhalte später als Mikrotransaktionen verkauft hat.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Art und Weise, wie die neuen Quests in das Spiel integriert sind. William Huntington schreibt:
»Das ist Billig-Müll, höchstens drei Dollar wert. Wolltest du eine kleine Insel in der Mitte mit drei Sätzen langweiliger, liebloser Quests? Wolltest du zu denselben Orten gehen, die du schon zehn Mal in Hagga besucht hast? Ich meine, im Ernst, das ist einfach nur traurig.«
Der DLC wurde als Teil der Deluxe Edition verkauft, zum Release zeigen sich viele Besitzer derselben enttäuscht. Steam-Nutzer Bender empfiehlt: »Haltet euch einfach fern von diesem Ding.«
Unzufriedenheit mit dem Basisspiel
In vielen Meinungsbeiträgen kommt darüber hinaus eine tief sitzende Frustration über die grundlegenden Systemmängel des Basisspiels heraus. Spieler von Dune: Awakening beklagen seit Wochen ein als bestrafend empfundenes Verfallssystem, das Spielern für Inaktivität den Verlust von Ausrüstung und Fortschritt beschert. Auch technische Instabilität, die in Abstürzen und Bugs resultiert, wird häufig genannt.
Ein weiterer Hauptkritikpunkt ist die aggressive Ausnutzung von Spielmechaniken im PvP, was zu unfairem Griefing führt. Nutzer KingLouie999 meint auf Steam, das PvP werde zerstört und das Spiel sei nur noch für PvE-Spieler gemacht. Steam-User Sanazen glaubt:
»Das bestätigt, dass sie aktiv versuchen, das Spiel zu ruinieren. Es kann keinen Entwickler gegeben haben, der dachte, das wäre eine gute Idee.«
Das Urteil von Teilen der Community ist klar: Anstatt die grundlegenden Probleme des Early-Access-Spiels zu beheben, hat Entwickler Funcom Ressourcen in einen kostenpflichtigen DLC investiert, der zudem nur wenig Mehrwert bietet.
Es bleibt abzuwarten, ob sich Dune: Awakening von diesem Vertrauensverlust erholen kann; derzeit sind auf Steam Tag für Tag bis zu 26.000 Spieler gleichzeitig online. Vom 11. bis 15 September veranstaltet Funcom ein Gratis-Wochenende, um den Release des neuen Kapitel-2-Updates zu feiern. Das bringt unter anderem eine Story-Fortsetzung, neue Optionen zur nachträglichen Charakteranpassung und mehr Nebenmissionen in der Open World mit sich.
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