Mir ist die Umwelt wichtig. Was ich allerdings nicht tue, um Strom und Geld zu sparen: den Eco-Modus meines Fernsehers nutzen. Meiner Meinung nach steht die eingesparte Energie in keinem Verhältnis zur Bildqualität, die am Ende dabei herauskommt.
Ich verrate euch stattdessen andere Methoden, wie ihr (ein wenig) Strom sparen könnt, ohne dass das Bild am Ende stumpf aussieht.
Was macht der Eco-Modus?
Das ist schnell erklärt: Bei eingeschaltetem Eco-Modus reduziert der Fernseher hauptsächlich die Helligkeit des Bildschirms, um weniger Strom aus der Steckdose zu ziehen. Das Gerät konvertiert weniger Elektrizität in Licht und Wärme, wodurch weniger Energie verbraucht wird.
Hinzu kommt, dass der Fernseher …
- … die Spitzenhelligkeit bei HDR-Inhalten reduziert.
- … den Kontrast anpasst.
- … Gamma energiefreundlicher regelt.
- … Bewegungseinstellungen anpasst, damit sie weniger Energie verbrauchen.
Unterm Strich sieht das Bild im Eco-Modus einfach stumpf aus. Es besitzt weniger Highlights, die Kontraste sind flacher und Farben deutlich weniger satt.
Zugegeben: Das fällt in einem hellen Raum mehr auf als in einem dunklen. Nichtsdestotrotz gibt es bessere Möglichkeiten, Strom zu sparen.
4 Dinge, die ihr anstatt des Eco-Modus nutzen könnt
Bevor ich zu meinen Tipps komme: Manche TV-Modelle haben nicht den einen Eco-Modus, sondern mehrere Unterkategorien. Da könnt ihr granular einstellen, wo der TV Energie sparen soll.
1. Helligkeit manuell reduzieren
Je heller das Bild, desto mehr Energie benötigt der Fernseher, klar. Anstatt auf den Eco-Modus zu vertrauen, könnt ihr die Helligkeit von Hand dimmen.
Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass ihr das Bild so einstellen könnt, dass es euch nicht zu stumpf wird. Zudem berücksichtigt ihr damit obendrein automatisch das Umgebungslicht.
Ich habe noch eine andere gute Nachricht: Das Kino- oder Film-Presets, das ich uneingeschränkt jedem empfehle, ist von Natur aus relativ dunkel eingestellt. Damit spart ihr automatisch Strom gegenüber dem Sport-, Dynamik- oder Standard-Preset.
2. Bildschirm ausschalten
Manche lassen den TV zur Beschallung gerne im Hintergrund laufen. Wenn man eh nicht hinschaut, kann man den Bildschirm auch ausschalten.
Die meisten Fernseher haben die Funktion. Sie befindet sich in den Optionen.
Was ich gerne mache: Ich streame mittels Spotify Musik über TV und Sounddeck und schalte den Bildschirm aus. Da mein Philips-Modell Ambilight besitzt, kann ich das auf Ton anstatt auf Bild einstellen und bekomme so zur Musik lauschige Lichter.
3. Auf HDR verzichten
Der Tipp ist nur für hartgesottene Sparfüchse: Schaltet HDR aus, wenn ihr Strom sparen wollt. Damit die Kontrasterweiterung so richtig punkten kann, muss das Gerät ordentlich Leistung auffahren – und das kostet. Deswegen wird auf den Energielabels der EU bei TVs auch der Stromverbrauch bei HDR-Betrieb angegeben.
51:20
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4. TV vom Strom nehmen
Ja, der Standby-Modus verbraucht heute nicht mehr viel Strom, ein paar Euros im Jahr könnt ihr trotzdem sparen. Ihr könnt also getrost dem TV den Stecker ziehen. Das hat den Vorteil, dass im Hintergrund laufende Prozesse beendet und Software-Updates angestoßen werden, wenn ihr euren Fernseher wieder ansteckt.
Vorsicht bei OLED-TVs! Im Standby-Modus lassen die oft eine Routine laufen, bei der die organischen Bildpunkte gereinigt werden. Den Fernseher dabei zu unterbrechen oder die Reinigungsprogramme regelmäßig auszusetzen, kann dem Display auf Dauer schaden.
Auch wenn ich auf den Eco-Modus verzichte, hat er seine Daseinsberechtigung.
- Bei Sendungen wie Nachrichten oder Talkshows, bei denen Bildqualität nicht wichtig ist, könnt ihr getrost den Energiesparmodus nutzen.
- Er verlängert die Lebensspanne von OLED-TVs, weil die organischen Pixel weniger hell leuchten und deswegen auch weniger beansprucht werden.
Wenn euch die Abstriche bei der Bildqualität also nicht stören, dann schaltet den Eco-Modus ruhig ein.







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