Ihr kauft auch einen TV nur alle paar Jahre? Ich achte auf 6 Dinge, damit der Fernseher zukunftssicher bleibt

Ich zeige euch, worauf ich achte, damit mein neuer Fernseher möglichst zukunftssicher ist.

Ich verrate euch, wohin ihr schauen müsst, um einen möglichst zukunftssicheren TV zu ergattern. (Bildquellen: Sharp, Maxe S., GameStar) Ich verrate euch, wohin ihr schauen müsst, um einen möglichst zukunftssicheren TV zu ergattern. (Bildquellen: Sharp, Maxe S., GameStar)

Einen neuen TV zu kaufen, ist für die meisten von uns ein Investment. Das bedeutet auch, dass wir ein teures Gerät natürlich so lange behalten möchten, wie es geht.

Kurzum: Ein Fernseher muss zukunftssicher sein, damit die Kiste in zwei Jahren nicht zum alten Eisen gehört.

Ich verrate euch 6 Dinge, auf die ich achte, um so lange wie möglich Spaß an meinem TV zu haben.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Natürlich kommt der Sound auch nicht zu kurz.

6 Dinge, die den TV zukunftssicher machen

Ein kleiner Disclaimer vorweg: Die Tech-Welt dreht sich so schnell, dass ich ein Versprechen von absoluter Zukunftssicherheit nicht geben kann. Die folgenden Punkte verstehen sich als Leitfaden auf Basis meiner Erfahrungen als langjähriger Heimkino-Redakteur.

1. Mindestens zwei HDMI-2.1-Ports

Wie viele HDMI-Anschlüsse euer TV braucht, habe ich bereits ausführlich abgehandelt. Die kurze Antwort: Im besten Fall vier Stück. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als wenn man nicht alle Peripherie an den Fernseher anschließen kann, weil es an Eingängen fehlt.

Wichtig ist allerdings nicht nur die Anzahl, sondern auch der Standard. Der bestimmt, wie performant die Eingänge sind. Am besten ist aktuell 2.1.

  • Unterstützt Video bis 8K, inklusive höherer Bandbreite für mehr Bilder pro Sekunde; maximale Bitrate: 48,0 Gbit/s

Damit einhergehen auch Features, die ich als Konsolenspieler nicht missen will.

  • eARC (Enhanced Audio Return Channel): Ermöglicht es, Ton über das HDMI-Kabel vom TV an eine Soundbar oder einen AV-Receiver zurückzuleiten – kein extra Audiokabel ist nötig.
  • VRR (Variable Refresh Rate): Synchronisiert die Bildrate des TVs dynamisch mit der GPU. Reduziert dadurch Tearing und Stottern, vor allem beim Spielen wichtig.
  • ALLM (Auto Low Latency Mode): Erkennt automatisch, wenn ein Spiel läuft, und schaltet den TV in den Game-Modus, wodurch weniger Input-Lag entsteht.

Zwei HDMI-2.1-Ports sollte der TV haben, besser wären natürlich vier, aber das ist meist (noch) Luxusgerät vorbehalten.

HDMI 2.2 ist zwar angekündigt, aber zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Thema.

2. Display mit mindestens 120 Hz

Ich bin Konsolenspieler, dementsprechend schiele ich bei TVs auf mindestens 120 Hz, um die FPS meiner PS5 auch ausnutzen zu können.

Allerdings ist eine hohe Hertzzahl nicht nur für Spieler wichtig. Das hat mit der Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde für Filme und Serien zu tun.

  • Inhalte mit 24 FPS erzeugen auf einem 120-Hz-Display kein Ruckeln, da 120 durch 24 teilbar ist.

Zum Vergleich: Bei einem 60-Hz- oder 100-Hz-Display kommt es bei Filmen und Serien zu Rucklern, weil die Bildrate des TVs nicht mit der Bildwiederholrate des Inhalts übereinstimmt. 120 Hz lösen das Problem nativ.

Darüber hinaus vereinfacht eine passende Bildrate Motion Smoothing, als die Zwischenbildberechnung, um das Bild flüssiger darzustellen. Nicht jedermanns Geschmack aufgrund des Seifenopern-Effekts, aber für diejenigen, die es mögen, ist das eine wichtige Info.

Video starten 3:12 Habe ich die Zukunft gesehen? So sehr wie dieser TV hat mich noch nie ein neuer Fernseher begeistert

3. Großer TV

Mir kann ein Fernseher (theoretisch) nicht zu groß sein. Warum, erkläre ich ausführlich in einem Artikel. Die Kurzversion lautet:

  • Die hohe Auflösung gibt einen großen TV her.
  • Ein großer Bildschirm schont die Augen.
  • Es wirkt schlichtweg immersiver.

Ein großer Fernseher hat aber auch aus zwei ganz praktischen Gründen Vorteile:

  • Die Durchschnittsgröße von Fernsehern steigt. Momentan sind 55- und 65-Zöller der Standard, aber ich gehe davon aus, dass sich das nach oben korrigieren wird.
  • TVs innerhalb der Durchschnittsgröße sind die günstigsten. Die Aussage bezieht sich auf den Preis pro Inch und kommt daher, dass 55 und 65 Zoll am meisten produziert werden. Wichtig ist natürlich: Alles darüber oder darunter ist vergleichsweise teurer.

Am Ende entscheidet ihr über die Größe, aber in zehn Jahren werden TVs mit Sicherheit größer sein als heute. Und spätestens, wenn man bei einem Freund ins Wohnzimmer läuft und dort ein gewaltiger Fernseher hängt, kommt man ins Grübeln, ob der eigene nicht zu klein ist.

Video starten 1:17 GameStar Tech-Tipp: Wie groß sollte ein TV sein und welcher Abstand zum Fernseher ist optimal?

4. Viel Spitzenhelligkeit

Mir kann mein Fernseher nicht zu hell sein – zumindest in der Spitze. Je höher der Wert, desto mehr Spielraum hat der TV bei den Kontrasten.

  • Highlights wie Autoscheinwerfer werden plastischer dargestellt.
  • Es gibt klarere Farbabstufungen.
  • HDR sieht mit hoher Spitzenhelligkeit noch mal deutlich besser aus.

Wie hell der neue TV sein soll, hängt davon ab, wie ihr fernschaut.

  • Bei Tageslicht würde ich mindestens auf 1.500 Nits gehen, tendenziell mehr. Das Display muss das Umgebungslicht sowie Reflexionen ausgleichen und das geht nur mit einer hohen Spitzenhelligkeit.
  • In abgedunkelten Zimmern reichen rund 1.000 Nits aus. Dadurch wird das gesamte Bild dunkler und der TV hat mehr Luft nach oben, um Kontraste differenziert darzustellen.

Setzt ihr auf einen LCD-TV, dann achtet darauf, dass das Gerät Full-Array Local Dimming (FALD) besitzt. Dimmingzonen sorgen dafür, dass die Helligkeit akzentuiert eingesetzt wird. Je mehr Dimmingzonen, desto besser.

In den letzten Jahren wurde die Spitzenhelligkeit teilweise exorbitant hoch. Wo hier das Ende der Fahnenstange sein wird, kann ich nicht abschätzen. Mit einer hohen Nitszahl seid ihr jedenfalls auf der sicheren Seite.

<br>Waipu.tv

Waipu.tv
Waipu.tv bietet euch insgesamt 270 TV-Sender, davon 255 in HD-Qualität und 69 Pay-TV-Kanäle, die ihr entweder live anschauen oder streamen könnt. Dazu gibt es haufenweise aktuelle Blockbuster.
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Bei Prime Video findet ihr neben zahlreichen Filmen und Serien großartige Amazon-Eigenproduktionen, darunter die neue Fallout-Serie oder The Boys, eine der besten Superheldenserien aller Zeiten.
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Über 150 HD-Sender, eine große Mediathek mit internationalen Blockbustern, paralleles Streaming. Zudem lassen sich andere Streaming-Dienste wie z. B. Netflix vergünstigt hinzubuchen.
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5. Der smarte Teil ist weitestgehend egal

TVs sind heute richtige Computer, inklusive Betriebssystem und Apps. Macht euch darüber aber nicht zu viele Gedanken. 

  • Betriebssysteme unterscheiden sich nicht drastisch voneinander.
  • Abseits großer Apps wie Netflix und Co. spielt die Software auf TVs kaum eine Rolle.

Wenn ihr ohnehin über einen Streaming-Stick oder eine -Box streamt, spielt das »smart« in Smart-TV eine noch kleinere Rolle.

Wichtig zu wissen ist jedoch: Fernseher sind an einen Update-Cycle gebunden, genau wie Handys. Ach ja, »dumme« TVs sind heute kaum noch zu finden.

Video starten 51:20 OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?

6. Kauft keine Flaggschiffe

Der Tipp klingt kontraintuitiv, aber in Sachen Zukunftssicherheit sind die teuersten TVs meist nicht die besten.

Gerade bei neuen Technologien sind Geräte mit dem größten Preisschild deshalb so teuer, weil sie etwas neu machen. Die ersten OLEDs von vor rund zehn Jahren waren nur einen Bruchteil so performant wie ein heutiges Modell, kosteten im Vergleich zu LCD aber exorbitant viel.

Spekuliert ihr als Early Adopter nicht auf eine neue Technik, gibt es bei Flaggschiffen zwei weitere Dinge zu beachten:

  • Einerseits findet der größte Preisfall nach einem Jahr statt. Ein neues Line-up macht das letztjährige automatisch günstiger – obwohl die Geräte vielleicht gar nicht viel schlechter sind.
  • Andererseits nehmt ihr gar nicht so viele Einbußen hin, wenn ihr obere Mittelklasse kauft. Schlechteres WLAN oder Bluetooth sind verschmerzbar und selbst ein älterer Prozessor ist kein Beinbruch.

Auch, wenn sich nicht vorhersagen lässt, welche Technologie uns in den nächsten Jahren womöglich erwartet, dreht sich die Welt bei TVs ein klein wenig langsamer.

Hauptsächlich standen uns in den letzten Jahren kleine Änderungen wie Dolby Vision 2, bei dem ich noch skeptisch bin, oder der neue HDMI-2.2-Standard ins Haus.

Selbst bei großen Neuheiten, wie HDR oder OLED-TVs, warte ich immer ab und trinke erst mal Tee. So richtig gut werden die nämlich erst im Laufe der Zeit, wenn sie gereift sind. Bis wir uns dann einen neuen Fernseher zulegen, profitieren wir davon, dass HDR mit dynamischen Metadaten versehen wurde oder OLED kaum mehr einbrennt – weil wir einen zukunftssicheren TV gekauft haben, der auch nach zehn Jahren noch kräftig in die Pedale tritt.

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