Wieder einmal gibt es schlechte Nachrichten aus der Gamingbranche zu verkünden. Schon seit Anfang 2023 sahen sich viele Entwicklerstudios gezwungen, im großen Stil Stellen abzubauen. Jetzt verkünden Deck Nine Games und People Can Fly, dass sie zahlreiche Angestellte entlassen. Für beide Studios ist das schon die zweite Kündigungswelle dieses Jahr.
Deck Nine Games, die Entwickler von Life is Strange: Before the Storm und True Colors, mussten bereits im Februar 20 Prozent ihrer Belegschaft entlassen. Und auch People Can Fly kündigten schon im Januar etwa 30 Angestellten.
Auch Projekte sind betroffen
Deck Nine Games teilen die unerfreulichen Nachrichten in einer Stellungnahme auf Twitter/X. Wie viele Angestellte entlassen werden, wird darin nicht erklärt. Als Grund für die Maßnahme werden herausfordernde Zeiten
angegeben:
Das war eine extrem schwere Entscheidung und sie spiegelt die herausfordernden Zeiten wider, denen viele Unternehmen in unserer Industrie aktuell gegenüberstehen.
Erst Ende Oktober hatten Deck Nine Games mit Life is Strange: Double Exposure den lang erwarteten Nachfolger der beliebten Abenteuer-Reihe veröffentlicht. Im Test lobten wir die packende Geschichte, waren vom Finale aber enttäuscht:
8:42
Life is Strange - Test-Video zu Double Exposure
Von den Entlassungen bei People Can Fly berichtet das Studio auf Linkedin. Über verschiedene Teams hinweg werden über 120 Angestellte entlassen. Das hat auch Auswirkungen auf mehrere unangekündigte Projekte. So wird Project Victoria
komplett eingestellt und das Team von Project Bifrost
verkleinert. Vier weitere Spiele sind weiterhin in Entwicklung.
Auch People Can Fly begründet die Entlassungen mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage:
Diese Maßnahme wurde notwendig, weil der externe Druck des Marktes über unsere Vorhersagen hinaus andauerte. Der Markt für Videospiele entwickelt sich immer noch und wir müssen uns daran anpassen, wie die Dinge heute liegen.
In den vergangenen Monaten und Jahren waren außergewöhnlich viele Entwickler von Entlassungen betroffen, die selbst vor den größten Studios nicht Halt machten. Insbesondere nach einem Fehlschlag wie zuletzt Suicide Squad wurden Teams oft verkleinert oder sogar ganz aufgelöst.
Warum es für das kommende Jahr aber Hoffnung auf eine Besserung der Lage gibt, lest ihr in unserem ausführlichen Plus-Report zum Thema.
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