Schnelle SSDs: Epic-Chef erklärt Unterschiede zwischen PS5 und aktuellen PCs

Durch die Tech-Demo der Unreal Engine 5 rückt die Hardware der PlayStation 5 in den Fokus, insbesondere die SSD. Tim Sweeny hat sich dazu jetzt näher geäußert.

von Alexander Köpf,
18.05.2020 12:43 Uhr

Die SSD der PS5 respektive die Architektur dahinter bietet sehr schnelle Datenraten. Auf dem PC könnten unter anderem durch Techniken der Xbox Series X ebenfalls bald höhere Werte möglich sein. Die SSD der PS5 respektive die Architektur dahinter bietet sehr schnelle Datenraten. Auf dem PC könnten unter anderem durch Techniken der Xbox Series X ebenfalls bald höhere Werte möglich sein.

Vergangene Woche machte Epic Games mit der Ankündigung der Unreal Engine 5 und einer beeindruckenden Tech-Demo derselben Schlagzeilen. Die Grafik der Zukunft wurde dabei aber nicht auf einem PC, sondern auf einem Vorserienmodell der PlayStation 5 in Echtzeit berechnet. Seither wird die Hardware von Sony's NextGen-Konsole heiß diskutiert - allen voran die SSD.

Doch was ist es, das die NVMe-SSD der PS5 so besonders macht und was unterscheidet sie von der eines PCs? Antworten darauf gibt Epic Games-Gründer und CEO Tim Sweeney auf seinem Twitter-Account.

Die SSD alleine macht demnach vermutlich gar keinen so großen Unterschied, obgleich sie mit einer Übertragungsrate von 5,5 Gigabyte pro Sekunde (unkomprimiert) schon sehr flott und auch schneller als die meisten aktuellen PCI Express-4.0-Platten ist. Der eigentliche Clou soll jedoch in der gesamten Architektur der PS5 liegen.

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Der Weg ist das Ziel

Um wirklich effizient zu arbeiten, müssen die auf der SSD gelagerten Daten möglichst schnell in den Videospeicher gestreamt werden. Laut Sweeney liegen bei einem PC aber derzeit genau hier die Probleme.

Obwohl moderne NVMe-SSDs theoretisch hohe Durchsatzraten und niedrige Zugriffszeiten bieten, würden diese auf dem Weg in den VRAM ausgebremst, etwa durch Software-Dekomprimierung und den Grafiktreiber. Der Weg, den Daten auf der PS5 nehmen müssen, sei, so Sweeney, deutlich effizienter. Dazu soll die PS5 noch generell im Vorteil sein, was die Latenz anbelangt.

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Neuerungen für den PC

Es scheint sich aber auch für den Desktop-PC einiges zu tun. So arbeitet Intel Sweeney zufolge offenbar an non-volatilen NVDIMMs, um den Datentransfer zu beschleunigen.

Schützenhilfe könnte zudem von der Xbox Series X kommen (via Wccftech), die dahingehend ebenso wie die PlayStation 5 optimiert sein soll. Hardware-Dekomprimierung, Sampler Feedback Streaming und nicht zuletzt DirectStorage API könnten das Potenzial moderner Datenträger auch im PC-Bereich besser nutzen.

Es dürfte aber so oder so noch eine ganze Weile dauern, bis das in der Entwicklung von Spielen größere Relevanz erlangt. Schließlich werden auch in Zukunft noch viele Spieler mit den aktuellen Konsolen oder mit PCs mit SATA3-SSDs unterwegs sein, die keine so hohen Datenraten bieten.

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